Video-App: Tiktok USA soll 30 Milliarden US-Dollar kosten
Bytedance, der in Peking ansässige Eigentümer von Tiktok, verlangt etwa 30 Milliarden US-Dollar für sein Geschäft in den USA. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus Verhandlungskreisen. Aber die Bieter waren bisher nicht bereit, diesen Preis zu zahlen. Twitter hat in der vergangenen Woche informell ein Gebot in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar veröffentlicht. Tiktok hat nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer in den USA.
Neu unter den Bietern ist der Einzelhandelskonzern Walmart, der ein gemeinsames Angebot mit Microsoft vorgelegt hat, während weiterhin ein zweites Konsortium, zu dem Oracle gehört, Tiktok kaufen will. Walmart hatte laut Wall Street Journal zunächst an einem Angebot mit dem Google-Dachkonzern Alphabet und dem in Tokio ansässigen Technologieinvestor Softbank gearbeitet. Google habe sich erst Anfang dieser Woche an den Gesprächen beteiligt, sagten mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Diese Verhandlungen seien aber ergebnislos beendet worden und Softbank aus dem Prozess ausgeschieden.
Präsident Donald Trump hat die Abschaltung vom Tiktok angeordnet, wenn sich nicht bis Mitte November ein US-Unternehmen als Käufer findet. Bytedance will sich wehren und hat eine Klage gegen den Erlass angekündigt, der das chinesische Unternehmen zwingen soll, das US-Geschäft von Tiktok zu verkaufen. In der kommenden Woche soll die Klage eingereicht werden, erklärte das Unternehmen nach Angaben mehrerer US-Medien.
Anfang August hat Microsoft öffentlich bekannt gegeben, Gespräche über den Kauf von Tiktok in den USA, Kanada, Australien- und Neuseeland zu führen. Microsoft wolle auch Tiktok in Europa und Indien übernehmen.
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