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Video-App: EU überprüft Datenschutz bei Tiktok

Die chinesische App Tiktok gehört zu den beliebtesten Smartphone-Anwendungen. Nun soll geprüft werden, ob sie die DSGVO-Vorgaben einhält.

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Tiktok wird genauer untersucht.
Tiktok wird genauer untersucht. (Bild: Dado Ruvic/Reuters)

Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) will den Datenschutz bei der populären chinesischen Kurzvideo-App Tiktok überprüfen. Dazu werde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um mögliche Aktionen gegen die App zu koordinieren und ein besseres Verständnis von deren Datenverarbeitung und Praktiken zu erhalten, teilten die europäischen Datenschützer nach einer Sitzung am Mittwoch mit.

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Eine entsprechende Anfrage war vom Europaabgeordneten Moritz Körner (FDP) im Dezember 2019 gestellt worden. Hintergrund waren Berichte über Datenschutzverstöße bei Tiktok. "Massenüberwachung durch Chinas Regierung und Zensur von Demonstranten und fettleibigen Menschen sind Hauptkritikpunkte", twitterte Körner damals.

Der Ausschuss verwies in diesem Zusammenhang auf bereits veröffentlichte Richtlinien und Empfehlungen, die die Übermittlung personenbezogener Daten in Drittstaaten beträfen. Das gelte vor allem für die Verarbeitung von Daten Minderjähriger. Die EU-Datenschutzschutzgrundverordnung (DSGVO) müsse auch dann angewendet werden, wenn die Daten nicht innerhalb der EU verarbeitet würden, solange die Produkte und Dienste in der EU angeboten würden.

Tiktok wird vom chinesischen Anbieter Bytedance betrieben. Die Anwendung gehört laut Angaben der Analytics-Plattform Sensor Tower zu den am häufigsten heruntergeladenen Apps. Die Playback-App Musical.ly wurde im November 2017 laut Medienberichten für rund 800 Millionen US-Dollar von Bytedance übernommen und mit Tiktok zusammengeführt. Bei Musical.ly sollen in maximal 15 Sekunden langen Clips die Lippen synchron zu Songs oder Filmzitaten bewegt werden. Die US-Komikerin Sarah Cooper ist mit lippensynchronen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump populär geworden.

In einem Statement teilte Tiktok dem Wirtschaftsdienst Bloomberg mit, dass Datenschutz und Sicherheit der Nutzer "höchste Priorität" genössen und dass sich das Unternehmen freue, mit den EU-Datenschützern zu kooperieren. Körner sagte auf Anfrage von Golem.de: "Das Einrichten der Tiktok-Task-Force ist eine gute Nachricht und führt hoffentlich dazu, dass dem Daten-Drachen aus China die Zähne gezogen werden."

Darüber hinaus äußerte sich der EU-Datenschutzausschuss kritisch, was die mögliche Nutzung von Gesichtserkennungssystemen betrifft. Der Ausschuss bezweifle, dass es in irgendeinem EU-Mitgliedstaat eine legale Grundlage für die Nutzung von Diensten gebe, wie sie das US-Unternehmen Clearview AI anbiete. Daher könne die Rechtmäßigkeit einer Nutzung durch europäische Ermittlungsbehörden nicht zugesichert werden.

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Neremyn 18. Jun 2020

Dem sollten sie auch nochmal nachgehen gibt zwar schon Leute wie MrWissen2Go(https://www...

ElMario 11. Jun 2020

Bitte mal die ganzen Abzock Apps prüfen...ach nee, wo das ganze Geld landet is ja egal...


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