Video: 4K-Videokamera in Eiswürfelgröße
Videoaufnahmen in hoher Auflösung verspricht die Flea3 FL3-U3-88S2C-C des kanadischen Spezialkameraherstellers Point Grey. Sie soll mit Sonys CMOS-Sensor IMX121 ausgerüstet sein, der zur Exmor-R-Produktfamilie gehören soll. In Sonys Produktdatenbank ist er allerdings noch nicht zu finden. Die Videoauflösung liegt bei 4.096 x 2.160 Pixeln. Die Kamera nimmt pro Sekunde 21 Bilder auf, was etwas zu wenig für flüssige Bewegungsabläufe bei der Wiedergabe ist. Sie ist vornehmlich für die Überwachung von Maschinen und Räumen gedacht, bei denen es auf hohe Auflösung ankommt. Das Gehäuse ist mit einem C-Mount-Gewinde ausgestattet, mit dem entsprechende Objektive angebracht werden können.
Umgedrehte Sensor-Technik für hohe Empfindlichkeit
Der Exmor-R-Sensor soll zudem auch bei schlechten Lichtverhältnissen rauscharm bleiben. Das liegt an der rückwärtigen Belichtung (backside illumination). Dabei wird die Sensor-Technik umgedreht: Herkömmliche Sensoren werden von vorn (front side illumination) belichtet und die Menge an Licht, die auf den Sensor trifft, durch darüberliegende Schichten reduziert. Bei der rückwärtigen Belichtung wird die Abfolge der Schichten umgedreht, so dass metall- und nichtleitende Schichten unter dem Sensor liegen. So trifft das Licht auf möglichst direktem Weg auf den Sensor. 2009 stellte Sony die ersten beiden Sensoren dieses Typs vor.
Anschluss über USB 3.0
Die 29 x 29 x 30 mm große Kamera ist mit einem USB-3.0-Anschluss und mit einem 32 MByte großen Zwischenspeicher ausgerüstet. Die Firmware der Flea3 lässt sich vom Anwender aktualisieren.
Der Preis der Grey Flea3 FL3-U3-88S2C-C(öffnet im neuen Fenster) liegt bei 945 US-Dollar. Für den Betrieb ist ein C-Mount-Objektiv(öffnet im neuen Fenster) erforderlich. Die Kamera soll ab sofort verfügbar sein. Sie wird mit dem Flycapture-SDK ausgeliefert, das mit Microsoft Windows (32 und 64 Bit) sowie Linux Ubuntu kompatibel ist.