Victoria Neumann von Fedivariety: "Der Widerstand gegen die Tech-Milliardäre läuft"
Victoria Neumann ist transdisziplinäre Wissenschaftlerin und Forschungsleiterin des Fedivariety-Projekts(öffnet im neuen Fenster) . Unterstützt von Mitteln der NLnet Foundation(öffnet im neuen Fenster) arbeitet sie gerade an einer Studie, die den Einsatz freier, föderierter und dezentraler sozialer Netzwerke in Einrichtungen der öffentlichen Hand untersucht.
Gerade in der Welt von Elon Musks X, Mark Zuckerbergs Facebook, Instagram und Whatsapp oder des vom chinesischem Staat kontrollierten Tiktok stelle sich die Frage, wie beispielsweise Kommunen vorgehen sollten, wenn sie gemäß ihres Auftrages digital souveräne, nachhaltig offene, diverse und inklusive Social-Media-Portale anbieten möchten, sagt Neumann in der aktuellen Ausgabe des Golem-Newsletters. Und: "Das Fediverse passt perfekt zu öffentlichen Einrichtungen."
Schließlich sei es eine der definierten Aufgaben aller öffentlichen Stellen, Kommunikation zugänglich zu machen. "Wenn Sie einen Fediverse-Server anbieten, etwa Mastodon, dann sind Sie innerhalb des Fediverse immer und von überall her erreichbar, ohne dass Sie Ihre Bürger dazu zwingen, ein Konto in einem geschlossenen Netzwerk wie Facebook oder X einzurichten" , sagt Neumann.
Die Fediverse-Dienste – ohne Werbung, fremdgesteuerte Algorithmen und Verhaltensüberwachung – werden mittlerweile von Millionen Anwendern geschätzt. "Alle, mit denen wir gesprochen haben, berichteten von sehr viel Spaß im Fediverse. Die Freundlichkeit und Nettheit innerhalb ihrer Interaktionen war ein oft genanntes Highlight," sagt Neumann.
Was sie im Laufe ihrer Studie sonst noch herausgefunden hat und warum sie findet, dass "der Widerstand gegen die Tech-Milliardäre bereits greifbar, ja allgegenwärtig" sei, könnt ihr im Newsletter nachlesen, den ihr hier kostenlos abonnieren könnt. Ihr habt ihn dann morgen früh in eurem Mail-Postfach .
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Golem organisiert eine neue Konferenz zu IT-Souveränität! Die Rack & Stack(öffnet im neuen Fenster) findet im April statt – bis Ende Januar gelten noch günstigere Ticket-Preise(öffnet im neuen Fenster) .



