Vibe-Coding: Copilot hilft, alten Radeon-Treiber am Leben zu halten
Die R600-Reihe war 2007 nach der Übernahme von ATI die erste Radeon-Generation, die AMD herausbrachte. Unter Linux werden GPUs der Reihen HD 2000 bis 6000 bis heute durch den R600-Treiber des Mesa-Projekts unterstützt. Doch die OpenGL- und Vulkan-Treiber für die alten GPUs werden nur noch von wenigen Entwicklern gewartet. Bei Änderungen im Mesa-Code sollen sie zudem vermehrt zu Problemen mit der CI-Pipeline führen(öffnet im neuen Fenster).
Ein möglicher Ausweg: die Nutzung von KI. Wie das Linux-Portal Phoronix berichtet(öffnet im neuen Fenster), reichte Entwickler Gert Wollny eine Reihe von Änderungen ein – alle erstellt mittels Copilot. Allzu weit geht der KI-Einsatz aber nicht. Die 59 Commits umfassenden Änderungen beschränken sich auf Umstrukturierungen (Refactorings) und räumen den Code stellenweise auf.
Das beleuchtet KI-Nutzung im Open-Source-Bereich aus einem anderen Winkel: Vibe-Coding kann helfen, Code in einem aktiven Entwicklungszweig zu halten, obwohl sich um diesen nur noch wenige Entwickler kümmern. Gleichzeitig sehen sich Open-Source-Entwickler allerdings neuen Herausforderungen wie wegbrechenden Einnahmen, Massen von Bug Reports und dem automatisierten Entfernen von Lizenzen gegenüber.
Alternative: Entfernung aus Haupt-Code-Zweig und Tod auf Raten
Zuvor war bereits diskutiert worden, ältere Treiber – neben R600 noch virgl, svga, i915g, lima, r300 sowie die Nouveau-Treiber nv30 und nv50 – in ein eigenes Repository zu verschieben.
Es wäre das zweite Mal, dass die Mesa-Entwickler alte Treiber aus der aktiv entwickelten Code-Basis entfernen. Wie Phoronix berichtet(öffnet im neuen Fenster), wird der daraus hervorgegangene Amber-Branch aber seit Jahren nicht mehr gepflegt.
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