Abo
  • Services:
Anzeige
Laserkommunikationsanlage von VLC: 100 GBit/s in den kommenden Jahren
Laserkommunikationsanlage von VLC: 100 GBit/s in den kommenden Jahren (Bild: VLC)

Vialight Communications: Die Daten kommen per Laser vom Himmel

Laserkommunikationsanlage von VLC: 100 GBit/s in den kommenden Jahren
Laserkommunikationsanlage von VLC: 100 GBit/s in den kommenden Jahren (Bild: VLC)

Wie das Wetter auch sein mag: Die Internetversorgung sollen künftig Satelliten, Drohnen und Ballons übernehmen - mit Technik aus Bayern. Bedarf dafür gibt es nicht nur in Afrika oder Asien, sondern auch bei uns.
Ein Bericht von Werner Pluta

Google hat ein neues Navigationskonzept für seine Ballons vorgestellt. Facebook will seine Solardrohne Aquila wieder fliegen lassen. Das Internet soll künftig von oben kommen - per Laser. Die Technik dafür kommt unter anderem aus Deutschland, von Vialight Communications (VLC).

Anzeige

Übertragen werden die Daten optisch. Optisch bedeutet hohe Übertragungsraten, aber über Glasfaser auch hohe Kosten, weshalb die Netzbetreiber den Ausbau außerhalb der Metropolregionen nur zögerlich betreiben. Vielleicht muss aber keine Infrastruktur verbuddelt werden: Mit drahtloser optischer Datenübertragung ließe sich eine schnelle und deutlich günstigere Kommunikationsinfrastruktur aufbauen. Die könnte weltumspannend oder auch nur regional sein. Außerdem soll sie sicher genug sein, dass Unternehmen beruhigt ihre Firmendaten darüber versenden können.

Daten werden durch die Luft übertragen

VLC, ein Unternehmen aus Gilching bei München stellt die dafür notwendigen Geräte her: Sendeanlagen für fliegende Basisstationen sowie das Gegenstück, die optische Bodenstation. Die Übertragung funktioniert ähnlich wie über Glasfaser, nur eben mit einem Laser durch den freien Raum - der Laser ist laut VLC unschädlich. Derzeit sei bidirektional eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 GBit/s möglich, sagt VLC-Finanzchef Wolfram Peschko im Gespräch mit Golem.de. In den kommenden Jahren werde die Technik aber Datenraten bis zu 100 GBit/s zulassen.

  • Stratosphärengleiter wie Facebooks Aquila sollen als fliegende Kommunikationsstationen eingesetzt werden. (Foto: Facebook)
  • VLC baut die Systeme, um Daten per Laser zu übertragen. (Foto: VLC)
  • Damit können die Gleiter untereinander kommunizieren. (Foto: VLC)
  • Mit diesem System werden die Daten zur Erde gesendet. (Foto: VLC)
  • Dort werden sie von einer Bodenstation empfangen. (Foto: VLC)
  • Die Geschwindigkeit liegt derzeit bei 10 GBit/s. Möglich sind 100 GBit/s in den kommenden Jahren .(Foto: VLC)
  • Die Zukunft: Mit dieser Sendeanlage hat das DLR Daten mit 1,72 TBit/s... (Foto: Bernd Müller/DLR)
  • ... an einen Emprfänger übertragen. (Foto: Bernd Müller/DLR)
Stratosphärengleiter wie Facebooks Aquila sollen als fliegende Kommunikationsstationen eingesetzt werden. (Foto: Facebook)

Das Konzept sieht vor, unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) oder Ballons mit Laserkommunikation an Bord in die Stratosphäre aufsteigen zu lassen. Das bedeutet für die Kommunikationsanlagen einige wichtige Anforderungen erfüllen müssen: Sie müssen leicht sein - sie wiegen um die zehn Kilogramm -, sie dürfen nicht nicht viel Leistung aufnehmen, da sie von Solarzellen mit Strom versorgt werden. Außerdem müssen sie sehr robust sein, damit sie sowohl die Temperaturen am Boden als auch in der Stratosphäre aushalten. Sie müssen in einem Bereich zwischen minus 80 Grad und plus 40 Grad funktionieren.

Satelliten, Stratosphärengleiter und Ballons übertragen Daten

Die Stratosphärengleiter oder Ballons können untereinander Daten über eine Entfernung zwischen 200 bis 300 Kilometern übertragen, aber wegen der Erdkrümmung nicht weiter. Um größere Entfernungen zu überbrücken - etwa von einem Kontinent zum anderen -, sollen die Netze durch Satelliten im Low Earth Orbit (Leo) ergänzt werden. In etwa 1.000 Kilometern Höhe über der Erde schaffen die Satelliten eine Datenübertragung über Entfernungen zwischen 4.000 und 5.000 Kilometern. In diesen global entstehenden Netzwerken in der Luft und im Weltraum kommunizieren die Knoten in den verschiedenen Höhenstufen miteinander und natürlich mit den Bodenstationen, die die Daten dann in das Glasfasernetz am Boden einspeisen.

Aber bedeutet das nicht, dass es schnelles Internet nur bei schönem Wetter gibt?

Der Laser muss stabil sein 

eye home zur Startseite
TheDragon 09. Mär 2017

Das mit dem Abhörsicher stimmt nur bedingt. Zuerst mal kann man sich sehr wohl in einen...

Themenstart

langmartin 08. Mär 2017

D.h. ab sofort hat kein Mensch mehr sein privates WLAN? Oder wie sehen deine Straßenzüge...

Themenstart

Sharra 06. Mär 2017

1,7TB/s im Labor. In der Realität ziehst du dann gleich mal 30-40% ab, was eben leider...

Themenstart

redmord 05. Mär 2017

https://www.google.de/search?q=%22glasfaserdraht%22 Ist mir irgendwie kein begriff.

Themenstart

Eheran 04. Mär 2017

- nicht der Anschluss des Hauptverteilers. Also was genau soll das hier suggerieren...

Themenstart

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, Paderborn
  2. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt, Berlin
  3. USU AG, Möglingen bei Stuttgart oder Home-Office deutschlandweit
  4. redblue Marketing GmbH, Ingolstadt, München


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,00€
  2. 59,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. (-20%) 23,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Energielabels

    Aus A+++ wird nur noch A

  2. Update 1.2

    Gog.com-Client erhält Cloud-Speicheroption und fps-Zähler

  3. HTTPS

    US-Cert warnt vor Man-In-The-Middle-Boxen

  4. Datenrate

    Facebook und Nokia bringen Seekabel ans Limit

  5. Grafikkarte

    Zotac will die schnellste Geforce GTX 1080 Ti stellen

  6. Ab 2018

    Cebit findet künftig im Sommer statt

  7. Google

    Maps erlaubt Teilen des eigenen Standortes in Echtzeit

  8. Datengesetz geplant

    Halter sollen Eigentümer von Fahrzeugdaten werden

  9. Nintendo Switch

    Leitfähiger Schaumstoff löst Joy-Con-Probleme

  10. Stack Overflow

    Deutsche Entwickler fühlen sich unterbezahlt



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
BSI: Schützt euer Owncloud vor Feuer und Wasser!
BSI
Schützt euer Owncloud vor Feuer und Wasser!
  1. VoIP Deutsche Telekom hatte Störung der IP-Telefonie
  2. Alte Owncloud und Nextcloud-Versionen Parteien und Ministerien nutzen unsichere Cloud-Dienste
  3. NFC Neuer Reisepass lässt sich per Handy auslesen

P10 und iPhone im Porträttest: Huawei machts besser als Apple
P10 und iPhone im Porträttest
Huawei machts besser als Apple
  1. AgilePOL Huawei sieht FTTH als "die Zukunft für Netzbetreiber"
  2. Smartphone Huaweis P10 Lite kommt für 350 Euro
  3. Android-Smartphone Huawei Y6 II Compact bei Aldi-Süd für 130 Euro

Vernetztes Fahren: Die Pseudo-Tests auf der Autobahn 9
Vernetztes Fahren
Die Pseudo-Tests auf der Autobahn 9
  1. Autonomes Fahren Die Ära der Kooperitis
  2. Neue Bedienungssysteme im Auto Es kribbelt in den Fingern
  3. Amazon Alexa im Auto, im Kinderzimmer und im Kühlschrank

  1. Re: Leider alternativ-los...

    Neuro-Chef | 05:24

  2. Re: Vertrauen in die Menschheit

    Johnny Cache | 04:46

  3. Re: schöne Sache

    Sharra | 04:09

  4. Re: Ja und?

    kaliberx | 03:59

  5. Re: Problem erkannt, Problem wiederholt.

    topo | 03:57


  1. 18:59

  2. 18:42

  3. 18:06

  4. 17:39

  5. 17:10

  6. 16:46

  7. 16:26

  8. 16:24


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel