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Viagra aus Saudi-Arabien: Schlimmster Spam-Tag mit fast 90 Prozent gemessen

Ein E-Mail-Filter in Deutschland verzeichnete am 29. Juni 2012 eine gigantische Spamwelle. Der Viagra-Werbemüll kam aus Saudi-Arabien.
/ Achim Sawall
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Bild: Eleven

Der deutsche E-Mail-Sicherheitsanbieter Eleven hat mit fast 90 Prozent an einem Tag einen auffallend hohen Spam-Anteil gemessen. Am 29. Juni 2012 verzeichnete Eleven das höchste Spam-Aufkommen des gesamten ersten Halbjahres, wie das Berliner Unternehmen am 17. Juli 2012 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster). Mit einem Anteil von 89,2 Prozent war der größte Teil des E-Mail-Volumens unerwünschter Werbemüll.

Das Spam-Volumen lag wegen einer besonders großen Viagra-Kampagne um 234 Prozent über dem Halbjahresdurchschnitt. Im gesamten Juni 2012 wuchs das Spam-Aufkommen um 56,6 Prozent gegenüber dem Wert im Vormonat Mai.

Frank Rickert berichtete im Unternehmensblog von Eleven, dass die Spamwelle aus Saudi-Arabien kam, einem Land, das bisher nicht durch starken Spam-Versand aufgefallen war.

Eine einzige Textzeile in der Spam-Mail enthielt einen Link auf die Zielseite, der Rest der Nachricht bestand aus einem Random-Text. Am nächsten Tag nach der Versandwelle blieb der Viagra-Spam aus. Die Spam-Landschaft wurde von unseriösen Jobangeboten und gefälschten Luxuswaren dominiert. "Die Lage änderte sich erst am Abend, als neue Viagra-Spam-Wellen auftauchten. Sie setzten nun mit geändertem Design darauf, Spam-Filter zu passieren, die das Muster der letzten Tage zur Spam-Filterung nutzten", so Rickert. In der neuen Version kam der Viagra-Spam in der Vorlage eines Newsletters aber ohne Text, jedoch mit Verweis auf die Onlineversion des Newsletters.

Eleven bietet einen Spam-Filter und E-Mail-Kategorisierungsdienst. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben 45.000 Unternehmenskunden. Täglich werden über 1 Milliarde E-Mails geprüft und kategorisiert.


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