Viaeuropa Deutschland: Plattform für billige Glasfaserzugänge gegründet

Günstige Glasfaserzugänge für alle soll es durch Viaeuropa Deutschland der Domscheit-Bergs geben. FTTH-Netze der Gemeinden sollen durch eine offene Plattform an die Nutzer vermittelt werden, was die Preise drücken würde.

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Glasfaserausbau bei Mnet in München
Glasfaserausbau bei Mnet in München (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Das Netzaktivistenpaar Domscheit-Berg gründet eine Plattform, die Glasfasernetze von Gemeinden mit Unternehmen und Nutzern zusammenbringen soll. Viaeuropa Deutschland hat seinen Sitz in Fürstenberg im Bundesland Brandenburg, teilten Anke und Daniel Domscheit-Berg am Wochenende mit. Nach dem Beispiel Schweden soll ein Open Services Exchange großen und kleinen Diensteanbietern gleiche Rahmenbedingungen bieten, um den Endkunden ihre Dienste anzubieten. Den Nutzern soll es durch SDN (Software Defined Networking) ermöglicht werden, flexibel und mit wenigen Klicks Angebote anzunehmen, zu wechseln oder zu stornieren. Die Unternehmensgruppe sei in Schweden, Norwegen, Schweiz, Costa Rica, Brasilien, Österreich, Israel und Deutschland aktiv.

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Geschäftsführerin Anke Domscheit-Berg sagte: "Schweden hat uns gezeigt, wie der Glasfaserausbau dezentral funktioniert und ein Win-Win-Win für Kommunen, Wirtschaft und Endkunden bedeutet. Etwa zwei Drittel aller schwedischen Kommunen haben ein eigenes Glasfasernetz, 40 Prozent aller Breitbandanschlüsse basieren inzwischen auf dieser Zukunftstechnologie. Deutschland liegt immer noch bei 1,2 Prozent."

Schwedisches Modell bekanntmachen

In Schweden würden so symmetrische Datenraten von 100 MBit/s, 200 MBit/s bis zu 1 GBit/s geboten. Anke Domscheit-Berg verwies im Gespräch mit Golem.de darauf, dass es in Bayern und Schleswig-Holstein viele Gemeinden gebe, die selbst Glasfaser ausbauen würden. "Wir merken in Gesprächen, dass die meisten Kommunen von dem schwedischen Modell noch nie gehört haben. Wir wollen das Wissen darüber verbreiten." Die Glasfaser muss die Stadt selbst besitzen. Der offene Marktplatz auf dieser Grundlage "senkt die Preise um zwei Drittel." Die Internetanbieter bieten oft Verträge ohne Kündigungsfrist, einige bieten auch Fristen bis zu drei Monaten an.

Das Geschäftsmodell sei eine Kampfansage an die bestehende Breitbandstrategie der Bundesregierung, die immer noch mit vielen Millionen Euro Steuergeldern das Vectoring fördere. Dies zementiere veraltete Geschäftsmodelle, um Großkonzerne finanziell zu unterstützen, behindere aber gleichzeitig den Ausbau zukunftssicherer Infrastrukturen, sagte Mitgründer Daniel Domscheit-Berg.

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"Breitband ist die Lebensader der Kommunen, ohne schnelles Internet gibt es keine Entwicklung", sagte Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Habbel sprach sich jedoch nicht gegen Vectoring aus, forderte aber Glasfaser bis an jedes Haus.

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