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Die Digitalisierung sollte den Gang in die Bibliothek eigentlich überflüssig machen.
Die Digitalisierung sollte den Gang in die Bibliothek eigentlich überflüssig machen. (Bild: Stuart Butterfield, flickr.com/CC-BY 2.0)

Nur physische Kopien und Links sind erlaubt

Zunächst halten Richtlinien fest, dass Dozenten weiterhin selbstständig erstellte Skripte oder Präsentationen verteilen dürfen, ebenso Links auf externe Quellen oder auf E-Books oder Journale, die zum Beispiel zentral von der Bibliothek beschafft werden. Wie in der Zeit vor dem Internet sind auch physische Kopien und das Verteilen von ausgedruckten Texten in den Seminaren erlaubt, da diese anders mit der VG Wort abgerechnet werden.

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Damit das auch eingehalten wird, empfiehlt etwa die Ruhr-Universität Bochum, sämtliche in der Lernplattform Moodle bisher hinterlegten Texte für Kurse zu sichern und die Kurse dann zu löschen beziehungsweise den Zugriff darauf zu beschränken. Um mögliche Probleme bei solch einem Vorgehen auszuschließen, übernimmt diese Arbeit das IT-Team der Uni-Potsdam einfach selbst. In einer E-Mail an alle Hochschulangehörigen heißt es: "Zur Verringerung des Arbeitsaufwands für alle Lehrenden werden in Moodle eingestellte Kurse aus vergangenen Semestern automatisiert als 'nicht verfügbar' geschaltet."

Faulheit siegt

Schon in wenigen Wochen müssen Lehrkräfte, deren Mitarbeiter oder Studenten sich also sehr genau überlegen, was sie etwa über Plattformen wie Moodle oder andere Kanäle anderen bereitstellen dürfen, im Zweifel in Leitfäden nachschlagen oder schlimmstenfalls gar die Rechtsbeauftragten der Universitäten konsultieren.

Selbst bei vermeintlich frei zugänglichen Werken, die von Forschern auf ihren persönlichen Webseiten veröffentlicht werden, ist eine Weitergabe nur in seltenen Fällen erlaubt. Denn diese Werke müssten explizit mit einer freien Lizenz als Open-Access-Werk markiert werden, was aber nur sehr selten gemacht wird.

Darüber hinaus ist es einfach weniger praktisch, Texte physisch zu vervielfältigen oder nur über Links zu verteilen. Plattformen wie Moodle sind ja gerade deshalb so beliebt, weil sie derartige Umwege unnötig machen und damit einen schnelleren Zugang zu Wissen ermöglichen. Kombiniert mit der erwähnten komplizierten Recherche ist es nur schwer vorstellbar, dass sich plötzlich zum Jahreswechsel Hunderttausende Studenten und Lehrkräfte völlig anders verhalten als bisher.

 VG Wort Rahmenvertrag: Unis starten in die Post-Urheberrecht-ÄraIllegale Wissenschaft 

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My1 22. Jan 2017

ich weiß nicht wie das mit patenten genau läuft aber mit dem Uhrheberrecht ist es wohl...

bombinho 22. Jan 2017

Und so wird die Folge sein, dass die Unis auf gemeinfreie Werke umsatteln und es sich...

Rulf 16. Dez 2016

nö...ganz und garnicht...und schon überhaupt gar nicht wenn der "künstler" schon 70...

thinksimple 11. Dez 2016

Was für ein Jammern. Immer die armen Studenten. Studenten bekommen ihr Studium kostenlos...

thinksimple 11. Dez 2016

Was kostet ein Studium in den USA und was in DE?



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