• IT-Karriere:
  • Services:

VG Wort: "Hunderte Musiktitel und Profi-Fotos auf Speicherkarten"

Ein EU-Gerichtsurteil hat zur geplanten Erhöhung der Abgaben auf USB-Sticks und Speicherkarten durch die Gema geführt. Grundlage für die Festlegung war eine TNS-Studie.

Artikel veröffentlicht am ,
USB-Sticks mit weniger Speicher könnten deutlich teurer werden.
USB-Sticks mit weniger Speicher könnten deutlich teurer werden. (Bild: Kingston)

Gema-Sprecher Peter Hempel erläutert die Pläne der Verwertungsgesellschaften für höhere Abgaben auf USB-Sticks und Speicherkarten. Die durch die Gema vertretene Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hatte zusammen mit der VG Wort und der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst den neuen Tarif im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Stellenmarkt
  1. Basler Versicherungen, Hamburg
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Hempel: "Im Jahr 2010 hatten die ZPÜ, die VG Wort und die VG Bild-Kunst mit den Verbänden IM, Bitkom, Vere (Verband zur Rücknahme und Verwertung von Elektro- und Elektronikaltgeräten) und BWL (Bundesverband Werbeartikel Lieferanten) Gesamtverträge über die Vergütungen für USB-Sticks und Speicherkarten geschlossen." Diese Vergütung betrug für diese Speicher 10 Cent pro Stück und galt unabhängig davon, ob diese an private oder an gewerbliche Abnehmer geliefert wurden und unabhängig vom konkreten Einsatzzweck. "Beispielsweise waren von der vertraglichen Vereinbarung auch Speicherkarten erfasst, die in Fotokameras eingesetzt wurden. Aufgrund dieser breiten Bemessungsgrundlage war es möglich, eine vergleichsweise niedrige Vergütung pro Stück zu vereinbaren. Diese pauschalisierende Vorgehensweise konnte nach den in den Jahren 2010 und 2011 ergangenen Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs nicht mehr beibehalten werden. Die Verwertungsgesellschaften haben die Gesamtverträge deshalb zum 31. Dezember 2011 gekündigt", sagte der Sprecher, weil das Gericht eine Differenzierung der Nutzung von Speichermedien angeordnet hatte.

Eine Ende 2011 im Auftrag der ZPÜ von der TNS Infratest durchgeführte empirische Untersuchung habe ergeben, dass mit einem USB-Stick während seiner Gesamtlebensdauer durchschnittlich 677 Musiktitel, 541 professionelle Fotografien, Bilder oder Kunstwerke, 93 Grafiken und 66 Teile aus Büchern vervielfältigt werden. Bei einer Speicherkarte seien es im Vergleich 390 Musiktitel, 579 professionelle Fotografien, Bilder oder Kunstwerke, 24 Grafiken und zehn Teile aus Büchern.

Piraten: Verbot der Umgehung von Kopierschutz macht Abgabe sinnlos

Bei Speicherkarten seien dies Durchschnittswerte, die einer gemittelten Nutzung entsprächen, auch derjenigen, die in Mobiltelefonen zusätzlich zum Festspeicher zum Einsatz kämen, sagte Hempel Golem.de. Die Studie ist nur in kurzen Auszügen veröffentlicht.

Die Piratenpartei hat die geplante Gebührenerhöhung für Speichermedien kritisiert. Der Zweck von Abgaben ist es, einen Ausgleich für die Erlaubnis der Privatkopie nach Paragraf 53/54 Urheberrechtsgesetz zu schaffen. Allerdings sei dieses Recht durch Kopierschutzmaßnahmen und ein Verbot ihrer Umgehung faktisch ausgehebelt, wodurch die Abgaben ihre Legitimation verlieren würden. Piratenchef Bernd Schlömer: "Auf der einen Seite werden den Nutzern die Rechte entzogen und auf der anderen Seite die Abgaben drastisch erhöht. Das können wir so nicht akzeptieren."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 299,90€
  2. (u. a. Crysis 3 für 4,99€, Battlefield 4 für 4,99€, Titanfall 2 für 4,99€)
  3. (u. a. 3er Pack Lüfter LL120 RGB für 102,90€, Crystal 680X RGB Gehäuse für 249,90€)
  4. (u. a. Switch + Just Dance 2020 für 339,98€, Switch + FIFA 20 für 336,90€)

Pjörn 28. Jan 2016

Derartige Nachrichten sind ja aktuell wieder in aller Munde und der Artikel zeigt in...

ImBackAlive 31. Mai 2012

Echt? Das ist ja mal... what now? Kann mir übrigens jemand kurz erklären, woraus die...

Zerberus76 31. Mai 2012

Das sehe ich genauso. 17¤ sind zuviel. überlegt mal was Sky oder ähnlich nehmen und was...

Hyvin 30. Mai 2012

Die sollten das mal an mir durchführen. Dann würden die feststellen, dass es Leute gibt...

Muaddib 30. Mai 2012

Das Endgültige Aus der der Demokratie: Die EU Gerichte spielen der Abzocker-GEMA in die...


Folgen Sie uns
       


Looking Glass Holo-Display angesehen (CES 2020)

Der Looking Glass 8K ist ein Monitor, der mittels Lichtfeldtechnologie 3D-Inhalte als Hologramm anzeigen kann. Golem.de hat sich das Display auf der CES 2020 genauer angeschaut.

Looking Glass Holo-Display angesehen (CES 2020) Video aufrufen
Galaxy-S20-Serie im Hands-on: Samsung will im Kameravergleich an die Spitze
Galaxy-S20-Serie im Hands-on
Samsung will im Kameravergleich an die Spitze

Mit der neuen Galaxy-S20-Serie verbaut Samsung erstmals seine eigenen Isocell-Kamerasensoren mit hoher Auflösung, auch im Zoombereich eifert der Hersteller der chinesischen Konkurrenz nach. Wer die beste Kamera will, muss allerdings zum sehr großen und vor allem wohl teuren Ultra-Modell greifen.
Ein Hands on von Tobias Költzsch, Peter Steinlechner und Martin Wolf

  1. Galaxy Z Flip Samsung stellt faltbares Smartphone im Folder-Design vor
  2. Micro-LED-Bildschirm Samsung erweitert The Wall auf 583 Zoll
  3. Nach 10 kommt 20 Erste Details zum Nachfolger des Galaxy S10

Unitymedia: Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS
Unitymedia
Upgrade beim Kabelstandard, Downgrade bei Fritz OS

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia stellt sein Netz derzeit auf Docsis 3.1 um. Für Kunden kann das viel Arbeit beim Austausch ihrer Fritzbox bedeuten, wie ein Fallbeispiel zeigt.
Von Günther Born

  1. Hessen Vodafone bietet 1 GBit/s in 70 Städten und kleineren Orten
  2. Technetix Docsis 4.0 mit 10G im Kabelnetz wird Wirklichkeit
  3. Docsis 3.1 Magenta Telekom bringt Gigabit im Kabelnetz

Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

    •  /