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Verzögerte KI-Siri: Apple will Urteil mit 250 Millionen US-Dollar abwenden

Mit einer Millionen-Vergleichszahlung will Apple eine Verurteilung vor Gericht verhindern. Es geht um einen nicht eingehaltenen Termin.
/ Ingo Pakalski und dpa
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Apple will eine Verurteilung wegen Verzögerungen bei der KI-Siri verhindern. (Bild: Samuel Boivin via Reuters Connect)
Apple will eine Verurteilung wegen Verzögerungen bei der KI-Siri verhindern. Bild: Samuel Boivin via Reuters Connect

Apple will eine Klage wegen der Verzögerungen bei neuen KI-Funktionen für den digitalen Assistenten Siri mit einer Zahlung von 250 Millionen US-Dollar beilegen.

Die Vergleichsvereinbarung(öffnet im neuen Fenster) wurde der zuständigen Richterin im US-Bundesstaat Kalifornien zur Bestätigung vorgelegt. Profitieren sollen US-Kunden, die sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums eines der damals neu eingeführten iPhone-Modelle gekauft haben.

Hintergrund der Klage ist die stockende Weiterentwicklung einer verbesserten Siri-Version mit künstlicher Intelligenz, die längst hätte verfügbar sein müssen: Apple hatte diese bei der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2024 angekündigt. Zum Start der iPhone-16-Modellreihe im Herbst 2025 wurde zeitweise auch Werbung dafür gemacht.

Die Verzögerungen bei KI-Siri

Die verbesserte Siri-Version soll für Nutzer hilfreich sein, weil sie Zugang zu persönlichen Informationen hat und quer über verschiedene Apps auf Apple-Geräten aktiv sein soll.

Im März 2025 musste das Unternehmen eingestehen, dass die neue Siri-Version nicht planmäßig fertiggestellt werden könne. Sie habe nicht verlässlich genug funktioniert, um sie zu veröffentlichen, hieß es später. Inzwischen stellt Apple die Veröffentlichung der KI-Siri-Variante für dieses Jahr in Aussicht.

Andere angekündigte KI-Funktionen wie Liveübersetzungen und Textkorrekturen führte Apple seitdem schrittweise ein.

Apple-Kunden sollen von der Vergleichszahlung profitieren

Von der Vergleichsvereinbarung sollen US-Kunden profitieren, die sich zwischen der WWDC-Präsentation am 10. Juni 2024 und Apples Verzögerungs-Eingeständnis Anfang März 2025 eines der iPhone-16-Modelle oder ein iPhone 15 Pro kauften. Mit dem Vergleich werde aber kein Fehlverhalten eingeräumt, betonte der Konzern.

Apples Softwarechef Craig Federighi präsentierte bei der WWDC 2024 ein Beispiel für die neuen KI-Funktionen: Ein Arbeitstermin solle verschoben werden; Siri solle ihm sagen, ob er es trotzdem zur Theateraufführung seiner Tochter schaffe.

Um diese Frage zu beantworten, muss die Software unter anderem wissen, wo der verschobene Termin stattfindet und wie weit der Fahrweg zur Aufführung ist. Dabei muss die Fahrzeit anhand des erwarteten Verkehrsaufkommens errechnet werden.


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