• IT-Karriere:
  • Services:

Verwertungsgesellschaften: Urheberabgaben für Smartphones und Tablets beschlossen

Hersteller und Verwertungsgesellschaften haben sich nach jahrelangem Streit auf die Abgaben für Smartphones und Tablets geeinigt. Rückwirkend sind diese Beträge schon bezahlt und bleiben künftig Teil der Preisgestaltung.

Artikel von veröffentlicht am
Ältere Smartphones: Die Verträge gelten rückwirkend ab dem Jahr 2008
Ältere Smartphones: Die Verträge gelten rückwirkend ab dem Jahr 2008 (Bild: Damien Meyer/AFP/Getty Images)

Der IT-Branchenverband Bitkom hat sich mit den Verwertungsgesellschaften auf die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für Mobiltelefone und Tablets geeinigt. Das gaben die Organisationen am 2. Dezember 2015 bekannt. Hersteller und Importeure zahlen 6,25 Euro pro Smartphone oder Handy und 8,75 Euro pro Tablet.

Stellenmarkt
  1. Sagemcom Dr. Neuhaus GmbH, Rostock
  2. Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt am Main

Die Verträge gelten rückwirkend ab dem Jahr 2008 für Mobiltelefone und ab dem Jahr 2012 für Tablets und laufen bis Ende 2018. Nach Bitkom-Schätzungen erhalten die Verwertungsgesellschaften zusätzliche Zahlungen in Höhe von rund 170 Millionen Euro pro Jahr. Das Geld erhalten die Kreativen und deren Verlage ungefähr jeweils zur Hälfte.

Mit den urheberrechtlichen Abgaben wird das legale Kopieren von urheberrechtlich geschützten Inhalten wie Musik, Film, Foto oder Text für den privaten Gebrauch bezahlt.

Die Vertreter der Verwertungsgesellschaften, Harald Heker (Zentralstelle für private Überspielungsrechte ZPÜ), Robert Staats (VG Wort) und Urban Pappi (VG Bild-Kunst) erklärten, die lange Dauer von Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten zeige die Notwendigkeit gesetzgeberischen Handelns zur Verbesserung des Systems. Wichtig sei eine vorgesehene Sicherheitsleistung, die die Rechtsinhaber mit anderen Gläubigern gleichstelle.

Bitkom will keine Abgaben

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder beklagte, dass die Verwertungsgesellschaften ursprünglich bis zu 36 Euro für Mobiltelefone und 15 Euro für Tablets gefordert hätten. Der Bitkom hatte jede Zahlung verweigert.

Der Bitkom kritisiert das gesetzlich festgelegte System der Pauschalabgaben auf Geräte, weil es die Gewinne der IT-Branche schmälere. Vorbild seien Länder wie Spanien oder Finnland, die Abgaben auf Geräte abgeschafft hätten. Deutlich niedrigere Abgaben als in Deutschland würden in Österreich und den Niederlanden fällig. Dort sind elektronische Geräte deswegen nicht billiger, die Gewinne der IT-Hersteller jedoch höher.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Xbox Series S für 290,99€, Xbox Wireless Controller Carbon Black/Robot White/Shock Blue...

Dwalinn 07. Dez 2015

Ich darf mir jetzt also weiterhin Private Kopien machen darf aber dafür keinen...

Schnarchnase 03. Dez 2015

Na bei den Verwertungsgesellschaften. Die verwerten das dann...

wasdeeh 03. Dez 2015

Ja, aber eben nicht für welche, für die nicht ohnehin schon kassiert wurde. Und nachdem...

Lasse Bierstrom 03. Dez 2015

Und zwingen per Pauschalabgabe Hersteller von Geräten gleich mal die für die...

Anonymer Nutzer 03. Dez 2015

Dann hätte ich die Pauschale gern zurück... (Ja, ja ich weiß, geht nicht)


Folgen Sie uns
       


E-Book-Reader Pocketbook Color im Test

Das Pocketbook Color ist der erste E-Book-Reader mit einem Farbbildschirm. Wir haben uns das Gerät angeschaut.

E-Book-Reader Pocketbook Color im Test Video aufrufen
Tutorial: Wie elektrifiziere ich eine Tiefgarage?
Tutorial
Wie elektrifiziere ich eine Tiefgarage?

Werkzeugkasten Am 1. Dezember 2020 tritt ein Rechtsanspruch auf eine Ladestelle in privaten Tiefgaragen in Kraft. Wie gehen Elektroautofahrer am besten vor?
Eine Anleitung von Friedhelm Greis

  1. Elektroauto Lexus UX 300e mit 1 Million km Akkugarantie
  2. Elektroautos GM steigt offiziell nicht bei Nikola ein
  3. Elektroautos Förderprogramm für private Ladestellen gestartet

IT-Teams: Jeder möchte wichtig sein
IT-Teams
Jeder möchte wichtig sein

Teams bestehen in der IT häufig aus internen und externen, angestellten und freien Mitarbeitern. Damit alle zusammenarbeiten, müssen Führungskräfte umdenken.
Von Miriam Binner

  1. Digital-Gipfel Wirtschaft soll 10.000 zusätzliche IT-Lehrstellen schaffen
  2. Weiterbildung Was IT-Führungskräfte können sollten
  3. IT-Profis und Visualisierung Sag's in Bildern

RCEP: Warum China plötzlich auf Freihandel setzt
RCEP
Warum China plötzlich auf Freihandel setzt

China und andere wichtige asiatische Herstellerländer von Elektronikprodukten haben ein Freihandelsabkommen geschlossen. Dessen Bedeutung geht weit über rein wirtschaftliche Fragen hinaus.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Berufungsverfahren in weiter Ferne Tesla wirbt weiter mit Autopilot
  2. Warntag BBK prüft Einführung des Cell Broadcast neben Warn-Apps
  3. Bundesverkehrsministerium Keine Abstriche beim geplanten Universaldienst

    •  /