Verwertungsgesellschaften: EU will Gema & Co. stärker disziplinieren

Die EU-Kommission will die europaweite Lizenzierung von Musik vereinfachen und hat dazu Maßnahmen zur Modernisierung der Verwertungsgesellschaften vorgelegt.

Artikel veröffentlicht am ,
EU-Kommissar Michel Barnier bei einer Pressekonferenz am 11. Juli 2012
EU-Kommissar Michel Barnier bei einer Pressekonferenz am 11. Juli 2012 (Bild: Georges Gobet/AFP/Getty Images)

Einige Verwertungsgesellschaften tun sich schwer damit, sich an die Anforderungen zur Verwaltung von Rechten für die Onlinenutzung von Musik anzupassen, vor allem, wenn es dabei um Grenzüberschreitungen geht. Das will EU-Kommissar Michel Barnier ändern, um es Onlinemusikanbietern einfacher zu machen, Musik für die Nutzung in der gesamten EU zu lizenzieren. Er legt dazu ein neues, recht komplexes Regelwerk vor. Verwertungsgesellschaften, die Musik grenzüberschreitend lizenzieren wollen, müssen sich an die neuen Regeln halten.

Diese Regeln sehen eine bessere Kontrolle der Verwertungsgesellschaften durch die Rechteinhaber und mehr Transparenz vor. Es soll verhindert werden, dass für Rechteinhaber eingesammeltes Geld durch "schlechte Investmententscheidungen" verloren geht und dass die Auszahlung der Tantiemen sehr lange dauert.

Rechteinhaber sollen ein direktes Mitspracherecht bei der Verwaltung ihrer Rechte erhalten und schneller vergütet werden. Zudem sollen sie in die Lage versetzt werden, sich unter verschiedenen Verwertungsgesellschaften die für ihre Zweige effizienteste auszusuchen.

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ZeroSama 29. Jul 2012

Es wurde nie gesagt, dass sie kein Geld verdienen, sondern dass sie keinen GEWINN...

redwolf 11. Jul 2012

Für das was aus der Privatkopie geworden ist, lohnen sich die Abgaben einfach nicht mehr.

lester 11. Jul 2012

Auf jeden Fall dürfte das Eis für die Gema da wohl bald etwas dünner werden. ES wäre auch...



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