• IT-Karriere:
  • Services:

Verwertungsgesellschaft: Bis zu 14 Euro Urheberrechtsabgabe pro Drucker

Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben einen alten Streit durch einen Kompromiss gelöst. Für Drucker werden rückwirkend Abgaben von rund 200 Millionen Euro fällig. Der Bitkom findet die Forderungen übertrieben.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Bundesgerichtshof entschied vor einem Jahr für die Urheber.
Der Bundesgerichtshof entschied vor einem Jahr für die Urheber. (Bild: Bundesgerichtshof)

Der Bitkom und die Verwertungsgesellschaften haben sich nach einem langjährigen Streit über die Höhe der urheberrechtlichen Abgaben für Drucker auf einen Vergleich geeinigt. Das gab der IT-Branchenverband am 24. Juli 2015 bekannt. Die Vereinbarung gilt für die Jahre 2001 bis 2007. Je nach Leistungsfähigkeit der Drucker werden Abgaben in Höhe von 4 bis 14 Euro pro Gerät gezahlt.

Stellenmarkt
  1. Allianz Lebensversicherungs - AG, Stuttgart
  2. Marc Cain GmbH, Bodelshausen

Insgesamt überweisen die Hersteller und Importeure von Druckern rund 200 Millionen Euro an die VG Wort und die VG Bild-Kunst. Die VG Wort soll 300 Euro pro Gerät gefordert haben, erklärte der Bitkom, und sprach von "übertriebenen Forderungen der Verwertungsgesellschaften". Mit der Gebühr sollen Autoren oder Journalisten dafür entschädigt werden, dass Nutzer mit den Geräten Kopien von Büchern und Artikel anfertigen können. Die Werke von Autoren, Übersetzern oder Journalisten sind urheberrechtlich geschützt und Kopien davon in der Regel kostenpflichtig. Die Verwertungsgesellschaft VG Wort hatte vier Gerätehersteller verklagt.

Abgaben sind heute in den Verkaufspreisen berücksichtigt

Der Bundesgerichtshof hatte vor einem Jahr entschieden, dass die rückwirkenden Abgaben rechtmäßig sind. Seit dem Jahr 2008 gilt ein Gesetz, das Abgaben von 5 bis 12,50 Euro pro Gerät vorsieht. Diese Abgaben sind heute in den Verkaufspreisen berücksichtigt.

Die IT-Industrie hält Urheberrechtsabgaben grundsätzlich nicht für gerechtfertigt. Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder erklärte, die Diskussion um die Zukunft urheberrechtlicher Abgaben sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene müsse weitergeführt werden. "Das derzeitige System der Pauschalabgaben sollte zugunsten der Urheber, Verbraucher und Unternehmen an die Erfordernisse der digitalen Zeit angepasst werden. Eine gerätebezogene Abgabe ist kein taugliches Modell mehr", sagte Rohleder.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Gigabyte Radeon RX 6800 Gaming OC 16G für 878,87€)

Funbreak 27. Jul 2015

Die 12,50 ¤ bezieht sich hier lediglich auf die Abgabe für einen einfachen Drucker. Dies...

Dwalinn 27. Jul 2015

Wenn dein Trafik aufgebraucht ist und deine 386 kbit real nur schwankende max. 80 kbits...

plutoniumsulfat 26. Jul 2015

Also denkst du, OSS ist generell Billigschrott?

M. 26. Jul 2015

Und sogar noch mehr: du darfst dir auch ein Buch (oder eine DVD, oder eine CD, etc.) von...

Rulf 25. Jul 2015

dito ebenso die abgabe auf leerkassetten und optische medien... die fehlt nicht, die...


Folgen Sie uns
       


Data-Mining: Wertvolle Informationen aus Datenhaufen ziehen
Data-Mining
Wertvolle Informationen aus Datenhaufen ziehen

Betreiber von Onlineshops wollen wissen, was sich verkauft und was nicht. Mit Data-Mining lassen sich aus den gesammelten Daten über Kunden solche und andere nützliche Informationen ziehen. Es birgt aber auch Risiken.
Von Boris Mayer


    Elektromobilität: Diese E-Autos kommen 2021 auf den Markt
    Elektromobilität
    Diese E-Autos kommen 2021 auf den Markt

    2020 war ein erfolgreiches Jahr für die Elektromobilität. Dieser Trend wird sich fortsetzen: ein Überblick über die Neuerscheinungen 2021.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. Prototyp vorgestellt VW-Laderoboter im R2D2-Style kommt zum Auto
    2. E-Auto VDA-Chefin fordert schnelleren Ausbau von Ladesäulen
    3. Dorfauto im Hunsrück Verkehrswende geht auch auf dem Land

    Google vs. Oracle: Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten
    Google vs. Oracle
    Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten

    Der Prozess Google gegen Oracle wird in diesem Jahr enden. Egal welche Seite gewinnt, die Entscheidung wird die IT-Landschaft langfristig prägen.
    Eine Analyse von Sebastian Grüner


        •  /