Abo
  • Services:

Verwaltungsgericht Köln: Kein vierter Mobilfunkbetreiber in Deutschland

Liquid Broadband kann das Versteigerungsverfahren der Bundesnetzagentur nicht verhindern. Das Verwaltungsgericht Köln hat alle Argumente für ein viertes Mobilfunknetz in Deutschland abgewiesen.

Artikel veröffentlicht am ,
Netstations
Netstations (Bild: Liquid Broadband)

Das Verwaltungsgericht Köln hat den Antrag von Liquid Broadband abgelehnt (Aktenzeichen 9 L 538/15). Das teilte das Gericht am 30. April 2015 mit. Der alternative Netzbetreiber wollte im Eilverfahren die Versteigerung von Frequenzen für mobiles Breitband durch die Bundesnetzagentur verhindern.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Das Verfahren schließe Neueinsteiger im Mobilfunkmarkt faktisch aus und sei klar rechtswidrig, argumentierte das Unternehmen. Liquid Broadband versucht, ein neuer, vierter Mobilfunkbetreiber in Deutschland zu werden. Im Vordergrund der Netztopologie stehen Netstations, kleine Funkstationen (eNodeB), die ein 4G-Netz (LTE) aufbauen. Sie können in Privathaushalten, öffentlichen Gebäuden und Unternehmen aufgestellt werden und sollen die Mobilfunkversorgung im Umkreis mehrerer hundert Meter gewährleisten. Ergänzend würden Makro-Funkzellen für eine bundesweite Netzabdeckung auch außerhalb von Ballungsgebieten sorgen.

700 MHz, 900 MHz, 1800 MHz und Bereich von 1452-1492 MHz

Das Gericht war anderer Ansicht. Zur Begründung hieß es, "die für die Anordnung eines Versteigerungsverfahrens erforderliche Frequenzknappheit liege nach der im Eilverfahren nur möglichen summarischen Prüfung vor". Ferner sei nicht feststellbar, dass der Bundesnetzagentur bei der Festlegung der Vergabe- und Auktionsbedingungen Fehler unterlaufen seien, die zur offensichtlichen Rechtswidrigkeit dieser Anordnung führten. Die Interessenabwägung gehe ebenfalls zu Lasten der Antragstellerin aus, denn bei einer Entscheidung im Interesse von Liquid Broadband käme es zu einer nicht hinnehmbaren Verzögerung der Frequenzvergabe. Rechtsmittel sind gegen den Beschluss nicht möglich.

Die Frequenzauktion für mobiles Internet beginnt damit wie geplant am 27. Mai 2015. Es geht um die Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen, deren Laufzeit endet, sowie Rundfunkfrequenzen, die durch die Umstellung auf DVB-T2 frei werden. Durch die Umstellung der Rundfunkausstrahlung wird ab 2017 schrittweise ein zusammenhängendes Frequenzband frei. Die besonders geeigneten Frequenzen im 700-MHz-Bereich, auch als die Digitale Dividende 2 bezeichnet, ermöglichen laut Bundesnetzagentur den Netzausbau mit relativ wenigen Funkstationen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Niko 2, Willkommen bei den Sch'tis, Der Mann aus dem Eis)
  2. (u. a. FIFA 19, Battlefield V, NFL 19)
  3. (u. a. New Super Mario Bros. U Deluxe, Super Mario Party, Pokemon)
  4. 39,99€ (Release am 23.01.)

Icestorm 02. Mai 2015

"die für die Anordnung eines Versteigerungsverfahrens erforderliche Frequenzknappheit...

Rababer 01. Mai 2015

Krasse Sache. Hört sich für mich irgendwie nach Diktatur an. Ich hätte jetzt gedacht...

Squirrelchen 01. Mai 2015

Nun ja, habe ich. Aber erstens versuchen das auch andere wie beispielsweise Freifunker...


Folgen Sie uns
       


Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay

Wir zeigen die ersten 10 Minuten von Bright Memory, dem actionreichen Indie-Ego-Shooter mit spektakulären Schwertkampf-Einlagen.

Bright Memory Episode 1 - 10 Minuten Gameplay Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Datenleak: Die Fehler, die 0rbit überführten
Datenleak
Die Fehler, die 0rbit überführten

Er ließ sich bei einem Hack erwischen, vermischte seine Pseudonyme und redete zu viel - Johannes S. hinterließ viele Spuren. Trotzdem brauchte die Polizei offenbar einen Hinweisgeber, um ihn als mutmaßlichen Täter im Politiker-Hack zu überführen.

  1. Datenleak Bundestagsabgeordnete sind Zwei-Faktor-Muffel
  2. Datenleak Telekom und Politiker wollen härtere Strafen für Hacker
  3. Datenleak BSI soll Frühwarnsystem für Hackerangriffe aufbauen

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /