Abo
  • Services:

Verwaltungsgericht: Google spart 1,1 Milliarden Euro Steuern

Laut einem Pariser Gericht ist Google Frankreich keine "dauerhafte Niederlassung". Steuern müssen deswegen nicht gezahlt werden, weil formal alles im Steuerparadies Irland bestätigt werden musste.

Artikel veröffentlicht am ,
Google Frankreich
Google Frankreich (Bild: JACQUES BRINON/Getty Images AFP)

Der Pariser Verwaltungsgerichtshof hat entschieden, dass Google in Frankreich Steuern in Höhe von 1,1 Milliarden Euro doch nicht nachzahlen muss. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf das Gericht. Der Suchmaschinenkonzern habe in Frankreich keine "dauerhafte Niederlassung". Die Europa-Zentrale von Google hat ihren Sitz aus steuerlichen Gründen in Irland.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Bonn
  2. Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, Stuttgart

Google hatte die innerorganisatorischen Formalien eingehalten, um seine Europa-Zentrale in Irland auch vor den Steuerprüfern zu rechtfertigen. Google France habe nicht die Autonomie, ohne die Zustimmung der Europa-Zentrale Werbeaufträge anzunehmen. Alles habe zuvor das Einverständnis aus Irland benötigt.

Berufung ist möglich

Die französische Finanz-Staatsanwaltschaft hatte zuvor erklärt, dass Google Steuern in Frankreich nachzahlen müsse, da der US-Konzern über Google Irland Dienstleistungen für Werbung an französische Kunden verkaufe. Es geht um den Zeitraum von 2005 bis 2010. Das Pariser Verwaltungsgericht hat für die Entscheidung jedoch Berufung zugelassen.

Im Mai 2016 hatten französische Ermittler wegen des Verdachts auf Steuerbetrug Büros von Google in Paris durchsucht. Beteiligt waren Finanz-Ermittler der Polizei und 25 Informatik-Experten. Das Vorermittlungsverfahren war bereits im vergangenen Juni infolge einer Klage der französischen Finanzverwaltung eröffnet worden.

"Wir halten uns an die Steuergesetzgebung in Frankreich genauso wie in allen anderen Ländern, in denen wir tätig sind. Wir kooperieren umfänglich mit den Behörden in Paris, um auch ihre Fragen zu beantworten", erklärte Google. Googles Büro in Paris war bereits 2011 bei Steuerermittlungen durchsucht worden.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  2. 5€ inkl. FSK-18-Versand
  3. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

neocron 15. Jul 2017

Lieber Hakuro, niemand von uns beiden hat hier auch nur ansatzweise etwas derartiges...

monosurround 15. Jul 2017

Ja das wird sicher helfen Märkte zu regulieren... wenn ich mein digitales Leben aufgebe...

der_wahre_hannes 14. Jul 2017

https://abload.de/img/yagpxpdlbs1z.png

Emulex 14. Jul 2017

Irland mit Steuermilliarden retten, damit sie uns Steuermilliarden vorenthalten können.

daarkside 14. Jul 2017

Wir könnten morgen einen Mensch auf dem Mars landen, aber ein nicht komplett asozialles...


Folgen Sie uns
       


Google Nexus One in 2019 - Fazit

Das Google Nexus One ist zehn Jahre alt - und damit unbenutzbar, oder?

Google Nexus One in 2019 - Fazit Video aufrufen
Marsrover Opportunity: Mission erfolgreich abgeschlossen
Marsrover Opportunity
Mission erfolgreich abgeschlossen

15 Jahre nach der Landung auf dem Mars erklärt die Nasa das Ende der Mission des Marsrovers Opportunity. Ein Rückblick auf das Ende der Mission und die Messinstrumente, denen wir viele neue Erkenntnisse über den Mars zu verdanken haben.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mars Insight Nasa hofft auf Langeweile auf dem Mars
  2. Astronomie Flüssiges Wasser auf dem Mars war Messfehler
  3. Mars Die Nasa gibt den Rover nicht auf

Raumfahrt: Aus Marzahn mit der Esa zum Mond
Raumfahrt
Aus Marzahn mit der Esa zum Mond

Die Esa versucht sich an einem neuen Ansatz: der Kooperation mit privaten Unternehmen in der Raumforschung. Die PT Scientists aus Berlin-Marzahn sollen dafür bis 2025 einen Mondlander liefern.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. SpaceIL Israelischer Mondlander ist unterwegs
  2. Raumfahrt Die Nasa will schnell eine neue Mondlandefähre
  3. Chang'e 4 Chinesische Sonde landet auf der Rückseite des Mondes

Carsharing: Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken
Carsharing
Regierung will Mobilitätsdienste per Gesetz stärken

Die digitalen Plattformen für Carsharing und Carpooling sollen Rechtssicherheit bekommen. BMW, Daimler und VW sowie Uber & Co. stehen in den Startlöchern.
Ein Bericht von Daniel Delhaes und Markus Fasse

  1. Lobbyregister EU-Parlament verordnet sich mehr Transparenz
  2. Contract for the web Bundesregierung unterstützt Rechtsanspruch auf Internet
  3. Initiative D21 E-Government-Nutzung in Deutschland ist rückläufig

    •  /