Verwaltungsdigitalisierung: Agenten in der Amtsstube
Das Digitalministerium schickt KI-Agenten in die deutsche Verwaltung. Die Idee ist gut. Fraglich ist, ob der Rahmen stimmt.
Am 9. März 2026 versammelten sich in Berlin Vertreter aus 17 deutschen Kommunen, zehn Start-ups und dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Anlass: der Startschuss für den Agentic AI Hub – ein Programm, das autonome KI-Agenten in die deutsche Verwaltung bringen soll. Rund 400 Start-ups und knapp 200 Kommunen hatten sich beworben, 18 Pilotprojekte wurden ausgewählt. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger gibt die Richtung vor: "KI nicht nur diskutieren, sondern machen."
Was diese Agenten konkret machen sollen, klingt zunächst unspektakulär: Anträge auf Vollständigkeit prüfen, fehlende Dokumente anfordern, Unterlagen analysieren, Entscheidungsvorschläge machen.