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Vertrag: 1&1 Drillisch kann 5G bei Telefónica sofort nutzen

Der Vertrag für die Nutzung des Telefónica-Netzes schließt für United Internet auch 5G mit ein. Doch wann wird die Telefónica mit dem Ausbau beginnen?

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Antennen für 5G
Antennen für 5G (Bild: EU-Kommission)

1&1 Drillisch hat anders als die Konkurrenz einen garantierten schnellen Zugriff auf die Mobilfunktechnologie der 5. Generation. United-Internet- Sprecher Mathias Brandes sagte Golem.de auf Anfrage: "Im Vertrag von 1&1 Drillisch mit Telefónica steht, dass wir genauso gestellt werden wie Telefónica und Zugriff auf maximal 30 Prozent des Netzes haben, inklusive aller Neuerungen. Das bezieht sich auch auf 5G."

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Durch die Übernahme von Drillisch für über zwei Milliarden Euro hat United Internet garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität der Mobilfunknetze von O2 und E-Plus. Man habe die Option, Full MVNO (Mobile Virtual Network Operator) oder sogar MNO (Mobile Network Operator) zu werden, hatte das Unternehmen zuvor erklärt. Doch die Telefónica Deutschland plant einen späten 5G-Ausbau, daher ist der Vorteil nur relativ.

Die 5G-Pläne des MVNO 1&1

United-Internet-Chef Ralph Dommermuth hatte angekündigt, den 5G-Ausbau durch eine Kooperation mit Gemeinden und anderen Dienstleistern vorantreiben zu wollen. Bei einem solchen gemeinsamen Investitionsmodell könnten die Städte und Kommunen die Flächen für die Antennen zur Verfügung stellen, Dienstleister die Technik aufbauen und 1&1 das Netz betreiben, das der Provider auch anderen zur Verfügung stellen würde.

Die Telefónica Deutschland wird 5G als Fixed Wireless Access für die Überwindung der letzten Meile und für mehr Kapazität einsetzen. Vorstandschef Markus Haas sagte im April 2018: "Als Test wollen wir dieses Jahr in München und Hamburg jeweils bis zu 50 Haushalte per 5G-Mobilfunk mit Internet versorgen. Dafür bauen wir in den Straßen entlang der vorhandenen Glasfasertrassen kleine Mobilfunkstationen, die dann WLAN-Router in den Wohnungen versorgen. So ähnlich plant es der US-Mobilfunkgigant Verizon in mehreren Städten."

Die Telefónica wolle bis zum Jahr 2022 rund 70 Prozent ihrer 26.000 Funkstationen mit Glasfaser anschließen. 5G würde dann erlauben, immer mehr Haushalten extrem schnelles Internet per Mobilfunk mit mehr als einem Gigabit pro Sekunde anzubieten. Nach den Vorstellungen von Haas könnten perspektivisch viele Hunderttausend Kunden mit 5G zu Hause versorgt werden.



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