Wann kommen die Farmscraper?

Das alles mag überzeugend klingen. Aber es gibt auch eine Menge Unwägbarkeiten. So ist beispielsweise nicht gesichert, dass die Energiebilanz eines solchen Anbaus tatsächlich besser ausfällt als die heutiger Landwirtschaft. Schließlich benötigen die Anlagen der Farmscraper auch viel Energie.

  • Der Wolkenkratzer der Zukunft: Er bietet nicht nur Platz zum Wohnen und Arbeiten, sondern auch zum Anbau von Gemüse. (Bild: Plantagon/Sweco)
  • In einer Vertical Farm wachsen Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen, wie hier in der Brightbox in Venlo. (Foto: Philips)
  • Die Pflanzen wachsen unabhängig von den Tages- und Jahreszeiten, sie nehmen keine Schadstoffe auf. (Foto: Philips)
  • Das Konzept stammt aus der Raumfahrt: So sollen sich Astronauten auf fremden Planeten versorgen. (Bild: Nasa)
  • Es wurde auf die Erde übertragen: als vertikale Farmen für die Megacitys. (Bild: Nasa)
  • Es funktioniert: Dieser Salat wurde auf der ISS gezogen - unter Bedingungen, wie sie auch in einer Vertical Farm herrschen sollen. (Bild: Nasa)
Der Wolkenkratzer der Zukunft: Er bietet nicht nur Platz zum Wohnen und Arbeiten, sondern auch zum Anbau von Gemüse. (Bild: Plantagon/Sweco)
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Verlässliche Zahlen gibt derzeit noch keine. Die Energiebilanz sei allerdings ein wichtiges Forschungsthema, erzählt Zimmermann-Lössl. Eine neue Studie dazu soll im November veröffentlicht werden.

In der Brightbox wächst Salat

Gebaut ist aber noch wenig. In Venlo in den Niederlanden haben die HAS-Universität und mehrere Unternehmen, darunter Philips, die Brightbox eingerichtet. Dort züchten die Niederländer seit einigen Monaten in einem mehrstöckigen Regal Salat und andere Grünpflanzen. Philips hat die Beleuchtung geliefert.

In Singapur gibt es Sky Greens. Dort werden seit einigen Jahren auf 9 Meter hohen Gestellen verschiedene Grünpflanzen gezüchtet. Als Lichtquelle dient die Sonne, die Wannen, in denen die Pflanzen wachsen, rotieren hydraulisch angetrieben, damit Chinakohl, Kopfsalat oder Spinat gleichmäßig Licht bekommen. Das System nimmt laut Betreiber nur 40 Watt auf.

Sky Greens' Produkte sind beliebt

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Sky Greens produziert schon seit einigen Jahren, und die Produkte sind beliebt: Auf den Märkten des südasiatischen Stadtstaats würden diese gern gekauft, erzählt Zimmermann-Lössl. Sie hat die vertikale Farm in Singapur vor einigen Monaten besichtigt. Allerdings sei Sky Greens noch "bei weitem nicht so optimiert, wie man optimieren kann".

Weitere Projekte gibt es in den USA: In Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming etwa werden in Vertical Harvest auf einer Fläche von knapp 1.700 Quadratmetern Gemüse, Kräuter und Tomaten angebaut. Die abgelegene Kleinstadt liegt auf 1.900 Metern Höhe, weshalb der Winter dort fast ein halbes Jahr lang ist. Entsprechend wenig wächst dort. Um dennoch frisches Obst und Gemüse zu bekommen, wurde die dreistöckige Farm errichtet. Finanziert wurde das Projekt zum Teil per Crowdfunding.

Vertical Harvest nutzt auch das Sonnenlicht

Vertical Harvest hat einen geschlossenen Wasserkreislauf, die Pflanzen wachsen in Hydrokulturen. Das Haus hat eine Glasfront, damit im Sommer die Sonne Licht spendet - das soll Strom sparen. Ähnlich wie in Sky Greens rotieren auch hier die Pflanzenbehälter, damit die Pflanzen gleichmäßig beleuchtet werden. Im Winter ermöglicht künstliches Licht den Pflanzen die Photosynthese.

Größer wird es in Newark im US-Bundesstaat New Jersey: Dort baut das US-Unternehmen Aerofarms in einem stillgelegten Stahlwerk die nach eigenen Angaben "größte vertikale Farm der Welt". Auf einer Fläche von 6.500 Quadratmetern sollen Baby Leafs und Kräuter unter LED-Licht mit aeroponischer Technik angebaut werden.

Wohnen und Anbauen im gleichen Gebäude

Projekte wie die Asian Cairns, die der Belgier Callebaut in Shenzhen nahe Hongkong bauen will, oder das futuristischen Gebäude, das das schwedische Unternehmen Plantagon plant, sind jedoch noch Entwürfe. Bemerkenswert ist, dass sowohl Callebaut als auch Plantagon auch eine Mischnutzung in Betracht ziehen: Ihre Gebäude sind keine reinen Farmscraper.

Der Kern der Asian Cairns - zu Deutsch etwa: asiatische Steinhügel - sollen Wohntürme sein, um die Glasstrukturen in Form flacher Kiesel gebaut sind. Darin sollen die Bewohner der Hochhäuser ihr eigenes Obst und Gemüse anbauen. Auch Plantagons Hochhäuser sollen nur zum Teil als Farm genutzt werden. Mit dem System Plantawall sollen sogar existierende Hochhäuser nachträglich mit einer vertikalen Anbaufläche ausgestattet werden.

Dass die Form des Nutzpflanzenanbaus ein kontroverses Thema ist, darüber ist sich Zimmermann-Lössl klar. Allerdings scheint er unausweichlich: In 10 bis 15 Jahren, so glauben Wissenschaftler, werde es in jeder Stadt eine Vertical Farm geben. Zimmermann-Lössl hält das Vertical Farming auch für unausweichlich: "Es geht darum, für die Zukunft eine nachhaltige Ernährung zu sichern."

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itcomserve.net... 24. Aug 2015

An alle Technoköpfe, hier die Idee, dass Natur sich nicht einsperren läßt, es ist keine...

Analysator 22. Aug 2015

+ Risiko weil gefährlich für den Verkäufer, da würde ich so weit möglich auch...

jwh-18 17. Aug 2015

Im Grunde hast du nur bestätigt was ich bereits meinte. Gutes Outdoor aus Deutschland...

blobhopp 17. Aug 2015

Die kleinen Mänchen (und natürlich auch Weibchen) in meinem Vault "420" scheinen ganz...



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