Abo
  • Services:

Vom Weltall ins Hochhaus

Die Idee, Pflanzen ohne Mutterboden, Sonnenschein und Regen aufwachsen zu lassen, stammt nämlich aus der Raumfahrt: Sollte der Mensch tatsächlich einmal andere Planeten besiedeln, könnten die Kolonisten auf diese Art und Weise ihre Ernährung sichern - auf ihrem Weg zu dem fremden Himmelskörper und natürlich auch dort. Entsprechend forscht die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) seit Ende der 1990er-Jahre daran.

  • Der Wolkenkratzer der Zukunft: Er bietet nicht nur Platz zum Wohnen und Arbeiten, sondern auch zum Anbau von Gemüse. (Bild: Plantagon/Sweco)
  • In einer Vertical Farm wachsen Pflanzen unter kontrollierten Bedingungen, wie hier in der Brightbox in Venlo. (Foto: Philips)
  • Die Pflanzen wachsen unabhängig von den Tages- und Jahreszeiten, sie nehmen keine Schadstoffe auf. (Foto: Philips)
  • Das Konzept stammt aus der Raumfahrt: So sollen sich Astronauten auf fremden Planeten versorgen. (Bild: Nasa)
  • Es wurde auf die Erde übertragen: als vertikale Farmen für die Megacitys. (Bild: Nasa)
  • Es funktioniert: Dieser Salat wurde auf der ISS gezogen - unter Bedingungen, wie sie auch in einer Vertical Farm herrschen sollen. (Bild: Nasa)
Das Konzept stammt aus der Raumfahrt: So sollen sich Astronauten auf fremden Planeten versorgen. (Bild: Nasa)
Stellenmarkt
  1. PFALZKOM | MANET, Ludwigshafen
  2. Allianz Private Krankenversicherungs-AG, München

Ein wichtiges Labor für solche Projekte ist die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS). Seit 2002 züchten die ISS-Besatzungen beispielsweise in der Lada Validating Vegetable Production Unit, einem Gewächshaus, allerlei Grünzeug.

Guten Appetit auf der ISS

Das waren aber alles nur Versuche: Die Ernte wurde gefroren und für Untersuchungen zurück zur Erde geschickt. Bis jetzt: Dieser Tage haben die Astronauten erstmals Weltraumsalat gegessen. Im vergangenen Jahr flog das Minigewächshaus Veggie zur ISS, in dem in kleinen Kissen Salatsetzlinge gezogen werden. Nach 33 Tagen ist der Römische Salat reif.

Die erste Ernte flog wie gehabt tiefgefroren zurück zur Erde. Dort wurde sie genau untersucht. Von Interesse waren unter anderem die Mikroorganismen, die darauf wuchsen. Anfang Juli 2015 setzten die Astronauten die zweite Zucht an - und konnten dieses Mal auch ernten, was sie gezogen hatten: Am 10. August durften sie erstmals vom Weltraumsalat kosten. Eine reichhaltige Grünmahlzeit dürfte es nicht geworden sein: Die Hälfte der Ernte wurde wieder eingefroren und soll zurück zur Erde transportiert werden.

Despommier holt Raumfahrtkonzept auf die Erde

Doch während die Nasa darüber nachdachte, wie sich Raumfahrer ernähren können, überlegte Dickson Despommier, Biologe und Ökologe an der Columbia-Universität in New York City, um die Jahrtausendwende, ob sich diese Konzepte nicht auch für irdische Zwecke einsetzen ließen. Angefangen hatte es als Seminarthema an der Universität mit einer Studentengruppe. Später wurde ein Buch daraus: The Vertical Farm: Feeding the world in the 21st Century, mit dem er sich den Spitznamen des "Vater des Vertical Farming" erarbeitete. Nicht zu Unrecht: Immerhin hat er den Begriff geprägt.

Nahrung in Städten anzubauen, sagt Despomier, sei eine probate Möglichkeit, mit bestimmten Trends der Zukunft umzugehen.

 Alles wächstDie zukünftige Welt 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Gutschein: ASUSZONE (u. a. VivoBook 15.6" FHD mit i3-5005U/8 GB/128 GB für 270,74€ statt...
  2. (u. a. Canon EOS 200D mit Objektiv 18-55 mm für 477€)
  3. 12,49€
  4. 219€ + Versand (Vergleichspreis 251€)

itcomserve.net... 24. Aug 2015

An alle Technoköpfe, hier die Idee, dass Natur sich nicht einsperren läßt, es ist keine...

Analysator 22. Aug 2015

+ Risiko weil gefährlich für den Verkäufer, da würde ich so weit möglich auch...

jwh-18 17. Aug 2015

Im Grunde hast du nur bestätigt was ich bereits meinte. Gutes Outdoor aus Deutschland...

blobhopp 17. Aug 2015

Die kleinen Mänchen (und natürlich auch Weibchen) in meinem Vault "420" scheinen ganz...

teenriot* 17. Aug 2015

Ich habe nochmal nachgedacht und ein paar Einwände zu deiner Rechnung, wobei mir bewusst...


Folgen Sie uns
       


Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich

Link 300 und Link 500 von JBL, Onkyos P3, Panasonics GA10 sowie Apples Homepod treten in unserem Klangvergleich gegeneinander an. Die beiden JBL-Lautsprecher lassen die Konkurrenz blass aussehen, selbst der gar nicht schlecht klingende Homepod hat dann das Nachsehen.

Fünf smarte Lautsprecher von 200 bis 400 Euro im Vergleich Video aufrufen
Automatisiertes Fahren: Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau
Automatisiertes Fahren
Der schwierige Weg in den selbstfahrenden Stau

Der Staupilot im neuen Audi A8 soll der erste Schritt auf dem Weg zum hochautomatisierten Fahren sein. Doch die Verhandlungen darüber, was solche Autos können müssen, sind sehr kompliziert. Und die Tests stellen Audi vor große Herausforderungen.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Nach tödlichem Unfall Uber entlässt 100 Testfahrer für autonome Autos
  2. Autonomes Fahren Daimler und Bosch testen fahrerlose Flotte im Silicon Valley
  3. Kooperationen vereinbart Deutschland setzt beim Auto der Zukunft auf China

Raumfahrt: Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa
Raumfahrt
Boeing und SpaceX kämpfen mit dem Regulierungschaos der Nasa

Die neuen Raumschiffe von Boeing und SpaceX verspäten sich und werden wohl erst 2020 mit Crew fliegen. Die Aufsichtsbehörde der US-Regierung sieht einen Teil der Schuld beim Chaos im Nasa-Management.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Nasa-Teleskop Überambitioniert, überteuert und in dieser Form überflüssig
  2. Nasa Forscher entdecken Asteroiden, bevor er die Erde erreicht
  3. Nasa 2020 soll ein Helikopter zum Mars fliegen

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

    •  /