Verteidigungsministerium: Ursula von der Leyen will 13.500 Cyber-Soldaten einstellen

Deutschland wird demnächst auch im Cyber-Raum verteidigt. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will bei der Bundeswehr einen Organisationsbereich Cyber schaffen. Bereits jetzt hat die Bundeswehr ein eigenes CERT.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Ursula von der Leyen auf der Münchener Sicherheitskonferenz
Ursula von der Leyen auf der Münchener Sicherheitskonferenz (Bild: Lennart Preiss/Getty Images)

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Bundeswehr für Angriffe aus dem Internet rüsten. Sie kündigte am Dienstag an, innerhalb der nächsten fünf Jahre eine neue Abteilung Cyber- und Informationsraum mit 13.500 Soldaten und zivilen Mitarbeitern aufzustellen. Derzeit soll es pro Tag rund 6.500 Angriffe auf das Netzwerk des Bundes geben.

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Die Bundeswehr mit ihren rund 177.000 Soldaten und 87.000 zivilen Mitarbeitern wird damit künftig in sechs Organisationsbereiche mit eigenen militärischen Chefs, sogenannten Inspekteuren, aufgeteilt sein: Neben Heer, Marine und Luftwaffe gibt es jetzt schon den Sanitätsdienst und die Streitkräftebasis, die sich um Logistik kümmert. Jetzt kommt die Cyber-Truppe hinzu. Das Personal soll zu 90 Prozent aus der Streitkräftebasis rekrutiert werden.

Die Bundeswehr hat ein eigenes CERT

Die Bundeswehr betreibt ein eigenes Computer Emergency Response Team (CERT) mit rund 60 Mitarbeitern, außerdem gibt es ein Betriebszentrum IT-System der Bundeswehr (BITS) mit 50 weiteren Mitarbeitern. Beide Stellen arbeiten nach Auskunft der Bundeswehr mit dem Nationalen Cyberabwehrzentrum (NCAZ), dem Militärgeheimdienst MAD, dem Bundesnachrichtendienst und anderen Behörden zusammen.

Der Schwerpunkt der neuen Einheit soll auf der Verteidigung liegen. Die Bundeswehr übt allerdings schon seit vielen Jahren auch Cyber-Angriffe. Eine kleine, geheim agierende Einheit in Rheinbach bei Bonn mit derzeit rund 60 Soldaten ist dafür zuständig. Ein offensiver Einsatz dieser Einheit - etwa das Überwinden der Schutzsysteme für das Datennetz eines Gegners - müsste aber vom Bundestag genehmigt werden, genauso wie Kampf- oder Stabilisierungseinsätze in Afghanistan oder Mali.

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Derzeit wirbt die Bundeswehr mit einer breit angelegten Werbekampagne um Nachwuchskräfte im IT-Bereich. Auf Werbeplakaten wird gefragt: "Wie zieht man eigentlich eine Firewall um ein Feldlager?".

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jaykay2342 28. Apr 2016

+1

DooMMasteR 28. Apr 2016

sind die denn auf Familiengerecht? also mit Kindersitz usw.?

larsda 27. Apr 2016

Bester Kommentar auf einer Zeitungsseite war, daß die 13.500 Mann dann DDoS per F5...

unbuntu 27. Apr 2016

Ne, die Internetseite wird am besten jetzt nur noch offline per Post verfügbar gemacht.



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