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Verteidigungsministerium: Pentagon schließt KI-Abkommen mit Nvidia und Microsoft

Das US-Vereidigungsministerium weitet seine KI-Infrastruktur aus und setzt künftig auf Technik von Nvidia, Microsoft und Amazon.
/ Nils Matthiesen
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Pentagon setzt auf KI. (Bild: Mandel NGAN / AFP via Getty Images)
Pentagon setzt auf KI. Bild: Mandel NGAN / AFP via Getty Images

Das US-Verteidigungsministerium hat Vereinbarungen mit mehreren führenden Technologieunternehmen unterzeichnet, um den Einsatz künstlicher Intelligenz innerhalb der Streitkräfte massiv auszuweiten. Wie das Pentagon mitteilte(öffnet im neuen Fenster), wurden Verträge mit Nvidia, Microsoft, Amazon Web Services (AWS) und Reflection AI geschlossen.

Diese Kooperationen erlauben es dem Militär, KI-Modelle und entsprechende Hardware in seinen klassifizierten Netzwerken für den "rechtmäßigen operativen Einsatz" zu implementieren. Laut offizieller Stellungnahme des Ministeriums soll dies den Wandel des US-Militärs hin zu einer "AI-first fighting force" beschleunigen.

Ziel sei es, die Entscheidungsfähigkeit der Soldaten in allen Domänen der Kriegsführung zu stärken und einen "Entscheidungsvorsprung" ("decision superiority") zu sichern, hieß es.

KI in hochgesicherten Umgebungen

Die Integration der Technologie erfolgt in hochgesicherten Umgebungen der Stufen Impact Level 6 (IL6) und Impact Level 7 (IL7). Diese Klassifizierungen sind für Daten reserviert, die als kritisch für die nationale Sicherheit eingestuft werden, und erfordern strenge physische Zugangskontrollen sowie kontinuierliche Audits.

Die neuen Partner ergänzen bereits bestehende Vereinbarungen, die das Pentagon bereits mit Google, SpaceX und OpenAI getroffen hat. Das Ministerium erklärte, dass der Zugriff auf eine vielfältige Suite von KI-Kapazitäten aus dem "resilienten amerikanischen Technologie-Stack" notwendig sei, um die Nation gegen Bedrohungen zu schützen.

Abkehr von Anthropic und Fokus auf Flexibilität

Hintergrund der Diversifizierung ist auch ein anhaltender Rechtsstreit mit dem KI-Unternehmen Anthropic. Das Pentagon strebt eine uneingeschränkte Nutzung von Anthropic-Tools an, während der Anbieter auf Sicherheitsvorkehrungen besteht. Diese sollen verhindern, dass die Technologie für inländische Massenüberwachung oder autonome Waffen eingesetzt wird.

Infolge dieses Konflikts stufte das Ministerium Anthropic zwischenzeitlich als "Lieferkettenrisiko" ein. Dagegen erwirkte das Unternehmen im März eine einstweilige Verfügung.

Das Pentagon verfolgt nun dezidiert eine Architektur, die eine Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen verhindern soll. Durch die Verteilung auf viele Anbieter will die Joint Force langfristige Flexibilität wahren.

Aktuell nutzen bereits über 1,3 Millionen Mitarbeiter des Ministeriums die sichere Plattform GenAI.mil(öffnet im neuen Fenster). Diese bietet Zugang zu großen Sprachmodellen für nicht-klassifizierte Aufgaben wie Forschung, Dokumentenerstellung und Datenanalyse. Mit den neuen Verträgen wird diese Kapazität auf die obersten Geheimhaltungsstufen ausgeweitet.


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