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Verteidigung: Neue Wege in der Drohnenabwehr

Drohnen , KI -gestützte und neue Abwehrsysteme verändern Verteidigung, Grenzschutz, Kriegsführung und innere Sicherheit rasant. Eine Übersicht.
/ Friedrich List
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Ein ukrainischer Soldat bereitet Ende Januar 2026 eine Abfangdrohne vor. (Bild: Tetiana DZHAFAROVA / AFP via Getty Images)
Ein ukrainischer Soldat bereitet Ende Januar 2026 eine Abfangdrohne vor. Bild: Tetiana DZHAFAROVA / AFP via Getty Images
Inhalt
  1. Verteidigung: Neue Wege in der Drohnenabwehr
  2. Neue Abwehrmittel für das Militär
  3. Zivile Drohnenabwehr – Lösungen für die Polizei
  4. Die fünf Trends aus 2025
  5. KI treibt die Entwicklung von Drohnen voran

Dieser Golem-Plus-Text ist 48 Stunden lang frei verfügbar.

Der massenhafte Einsatz von Drohnen hat die Kriegsführung nachhaltig verändert. Im Ukrainekrieg gehen mittlerweile 70 Prozent der Kriegsopfer(öffnet im neuen Fenster) auf das Konto von Drohnen. Im Hinterland ist die Bedrohung durch Drohnenangriffe allgegenwärtig.

Vermutlich plant das russische Militär(öffnet im neuen Fenster) für den Winter eine großangelegte Drohnenoffensive. Die USA wollen im kommenden Jahr rund 30.000 Drohnen bauen(öffnet im neuen Fenster) und sie zum Teil der normalen Ausrüstung auch der kleinsten Infanterieeinheit machen – was Russland und die Ukraine längst getan haben.

Auch die Bundeswehr stellt sich mehr und mehr auf eine drohnengestützte Kriegsführung um und führt spezialisierte Verteidigungssysteme ein. Die europäischen Länder reagieren mit der European Drone Defence Initiative(öffnet im neuen Fenster) , deren Ziel der Aufbau eines Systems zur Drohnenabwehr speziell an den europäischen Außengrenzen im Osten ist.

Drohnenabwehr auch zum EU-Grenzschutz

Das System soll nicht nur vor unerlaubt einfliegenden Drohnen schützen, sondern auch die Grenzschützer der einzelnen Länder bei der Grenzüberwachung und dem Erkennen illegaler Einwanderung unterstützen. Geplant ist ein räumlich gestaffeltes Netzwerk, das feindliche Drohnen orten, verfolgen und außer Gefecht setzen kann.

Es soll auch über die Fähigkeit zu Präzisionsangriffen mit fortgeschrittenen Drohnensystemen verfügen. Gleichzeitig kann es auch nicht-militärische, also polizeiliche oder zivile Überwachungsaufgaben erfüllen, etwa Grenzschutz sein, aber auch Unterstützung bei Naturkatastrophen. Der Aufbau soll im ersten Quartal 2026 beginnen und zu einer begrenzten Einsatzbereitschaft Ende 2026 führen. Ein Jahr später soll der Aufbau abgeschlossen sein.

Ein Teil davon ist die Eastern Flank Watch, die das Baltikum und die europäischen Grenzen im Osten schützen soll – ein rein militärisches Vorhaben, das die Fähigkeiten zur Drohnenabwehr mit Fähigkeiten zur herkömmlichen Luftverteidigung kombiniert. Teil des entstehenden Abwehrnetzes sind darüber hinaus Systeme zur elektronischen Kriegsführung, zur maritimen Sicherheit und für Operationen am Boden. Der Aufbau soll 2026 beginnen und 2028 abgeschlossen sein.


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