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Die fünf Trends aus 2025

Diese fünf Technologie-Trends(öffnet im neuen Fenster) prägten die Entwicklung im vergangenen Jahr und werden 2026 weiter wirksam sein:

KI-gestützte Drohnenortung

Die Kombination von künstlicher Intelligenz mit maschinellem Lernen und neuronalen Netzen ermöglicht ein System, das sehr schnell Drohnen und andere Luftfahrzeuge voneinander unterscheiden und identifizieren kann. Mit diesem System steigt die Leistungsfähigkeit von Radargeräten, da es so ungleich schneller möglich ist, falsche Signale auszusortieren und Verteidigungsmaßnahmen zu ergreifen.

Abwehr durch Laser

Hier steht die Entwicklung noch am Anfang. Allerdings existieren bereits die ersten Systeme zur Verteidigung von Schiffen und militärischen Zielen an Land. Der Vorteil dieser Waffen: Sie sind sehr präzise und zerstören eine Drohne und verursachen nur geringen zusätzlichen Schaden. Selbst wenn sie eine Drohne nicht zerstören können, blenden sie ihre optischen Sensoren. Allerdings sind diese Systeme bisher nur im absoluten Nahbereich wirksam.

Elektromagnetische Impulse

Diese Waffe neutralisiert eine Drohne durch einen starken elektromagnetischen Impuls. Dieser zerstört die Elektronik. So genannte Drohnengewehre, die eine Drohne durch gerichtete Radiowellenimpulse neutralisieren, existieren bereits(öffnet im neuen Fenster) .

Elektromagnetische Waffen können mehrere Drohnen gleichzeitig ausschalten und wirken effektiv gegen Drohnenschwärme. Sie eignen sich nicht nur für den militärischen Einsatz, sondern auch für Polizeikräfte, die zivile Infrastruktur wie Flughäfen oder Bahnhöfe schützen.

Krieg aus dem Cyberspace

Drohnen im Einsatz sind Teil eines größeren elektronischen Verbunds. Mit dem zunehmenden Einsatz von KI wachsen auch die Bedrohungen durch Cyberangriffe. Drohnen, die über Funknetze geführt werden, können gehackt, ihre Datenverbindungen gestört werden.

Außerdem kann sie der Gegner unter seine Kontrolle bringen oder einfach nur belauschen. Sobald das gelingt, ergeben sich taktische Vorteile. Man erkennt, was die andere Seite sieht und tut. Das führt zu größerem Handlungsspielraum. Deswegen bauten viele Streitkräfte ihre Fähigkeiten aus, feindliche Drohnenkommunikation zu überwachen und zu stören.

KI-gestützte Gegenmaßnahmen wirken nicht nur den weitverbreiteten GPS-Störungen entgegen. Ein Drohnenabwehrsystem auf KI-Basis erkennt Bedrohungen aus dem Cyberspace in Echtzeit und kann sie neutralisieren, bevor eine echte Gefahr entsteht.

Satellitenüberwachung

Drohnenabwehr bezieht ihre Daten aus vielen Quellen. Daten militärischer Aufklärungssatelliten machen das Gefechtsfeld noch transparenter, denn Satelliten sehen auch dorthin, wo Bodenradar, Aufklärungsdrohnen oder Flugzeuge nicht hinschauen können. So hat der Nutzen von Überwachungsradar am Boden seine Grenzen, weil Drohnen außerhalb des Sichtbereichs fliegen – zum Beispiel extrem tief oder im Radarschatten von Gebäuden oder Hindernissen im Gelände.

Den Sensoren eines Satelliten dagegen können Drohnen kaum entgehen. Auch schlechtes Wetter oder Wolken schützen nicht vor der Entdeckung.

Durch KI lassen sich größere Gebiete, etwa Grenzregionen, überwachen. Außerdem wird ein Blick in die Zukunft möglich. Aktuelle Daten kombiniert mit älteren Informationen ermöglichen Vorhersagen von zukünftigen Aktivitäten und Rückschlüsse auf bevorstehende Aktionen des Gegners.

Das Online-Fachmagazin Defence Industries schreibt dazu(öffnet im neuen Fenster) : "Die Kombination von KI-basierter Drohnenortung mit gerichteten Energiewaffen für UAVs und Drohnenverteidigung durch Cybersecurity-Systeme wird zukünftige militärische Operationen prägen." Zudem verschwimmen die Grenzen zwischen Angriff und Verteidigung. Drohnen werden zum dominierenden Faktor, weil ihre Bekämpfung und ihr geschickter Einsatz höchste Priorität genießen.


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