Versionskontrolle: Git 2.0 verändert Semantik leicht
Die Versionsverwaltung Git 2.0(öffnet im neuen Fenster) enthält einige neue Funktionen, die nicht abwärtskompatibel sind. Entwickler Felipe Contreras schreibt in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) allerdings, dass die meisten Nutzer davon wohl wenig überrascht sein würden. Immerhin weise die Software seit einiger Zeit auf das neue Verhalten hin.
Anderes Verhalten bei git push
So benutzt die Versionsverwaltung bei dem Kommando git push ohne dazugehöriges Objekt nun standardmäßig die sogenannte einfache Semantik. Das heißt, es wird nur der aktuelle Entwicklungszweig vom lokalen Rechner an die entfernte Ressource übertragen. Bisher versuchte Git, entsprechend der Matching-Semantik, alle lokalen Entwicklungszweige an den entfernten Rechner zu übertragen.
Seit etwa zwei Jahren werden Git-Nutzer allerdings auf die geplante Änderung des Verhaltens hingewiesen und dazu aufgerufen, die Konfigurationsoption push.default zu setzen. Contreras geht deshalb davon aus, dass die meisten Anwender von der neuen Semantik wohl nicht betroffen sein würden.
Der Befehl git add beschränkte sich bisher einzig auf das jeweilige Unterverzeichnis. Die Befehle git add -u und git add -A arbeiten nun ohne Pfadangabe aber auf dem gesamten Baum. Darüber hinaus bedeuten git add -A und git add nun das Gleiche. Das Entwicklerteam hat auch die Option -q abgeschafft und das Standard-Präfix für git svn verändert. Mit einer eigenen Option lassen sich nun alle Commits automatisch mit GPG signieren, was sich wiederum über einen Kommandozeilenparameter ausschalten lässt.
Der Quellcode für Git steht über die Server des Projekts zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit. Binärversionen für Windows, OS X und Linux sollten demnächst folgen.
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