Abo
  • Services:

Versionskontrolle: Emacs wechselt von Bazaar zu Git

Die Entwickler des Editors Emacs verwenden künftig das Tool Git zur Versionskontrolle. Das von Canonical gesponserte Gnu-Projekt Bazaar hat damit ausgedient.

Artikel veröffentlicht am ,
Emacs verwendet nun Git zur Versionskontrolle.
Emacs verwendet nun Git zur Versionskontrolle. (Bild: GNU)

Statt des offiziellen Versionskontrollsystems des Gnu-Projekts, Bazaar (Bzr), werden die Entwickler des GNU-Editors Emacs künftig das Werkzeug Git verwenden. Begonnen hat die Überführung der Quellcodeverwaltung bereits, und sie soll in Kürze komplett abgeschlossen sein. Noch fehlt ein kleiner Patch, der in der Migrationsphase eingereicht worden ist und der schnell in die neuen Quellen eingepflegt werden soll.

Stellenmarkt
  1. Ultratronik GmbH, Gilching bei München
  2. ENERCON GmbH, Aurich, Bremen

Der Wechsel des bevorzugten Werkzeugs ist den Entwicklern von Emacs mehrfach vorgeschlagen worden, so auch Anfang dieses Jahres von Eric S. Raymond. Er schrieb zur Begründung: "Das Bzr-Versionskontrollsystem stirbt; nach gängigen Maßstäben ist es bereits todgeweiht. Die Dev-Liste stagniert, die meisten von Canonicals selbst erstellten Projekten haben Bzr durch Git ersetzt, und einer seiner erfahrensten Entwickler hat eine aufrichtige Einschätzung darüber geschrieben, warum Bzr gescheitert ist."

Sehr oft ist der Vorschlag zum Wechsel abgelehnt worden, der von Raymond jedoch nicht. Sogar der GNU-Gründer Richard Stallman hatte nichts gegen einen Wechsel einzuwenden, so dass Raymond gemeinsam mit einigen anderen begann, an dem Umzug des Quellcodes zu arbeiten. Nachdem der Code gespiegelt in mehreren Zweigen verfügbar gehalten worden ist, hat nun die letzte Phase mit dem kompletten Verzicht auf Bzr begonnen.

Die Webseiten und Verweise auf die Quellen von Emacs sind inzwischen umgestaltet worden und auch der Code steht problemlos via Git zum Download bereit. Git ist ursprünglich von Linux-Erfinder Linus Torvalds aus Unzufriedenheit über die zu der Zeit bestehenden Alternativen entwickelt worden und erfreut sich mittlerweile wohl auch wegen Diensten wie Github sehr großer Beliebtheit in der Open-Source-Community.



Anzeige
Blu-ray-Angebote

Folgen Sie uns
       


Google Pixel 3 XL - Test

Das Pixel 3 XL ist eines von zwei neuen Smartphones von Google. Das Gerät soll dank Algorithmen besonders gute Fotos machen - in unserem Test kann Google dieses Versprechen aber nur bedingt halten.

Google Pixel 3 XL - Test Video aufrufen
Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Coachingbuch: Metapher mit Mängeln
Coachingbuch
Metapher mit Mängeln

Der Persönlichkeitscoach Thomas Hohensee plädiert in seinem neuen Buch dafür, problematische Kindheitsmuster zu behandeln wie schadhafte Programme auf einem Rechner: mit Reset, Updates und Neustart. Ein origineller Ansatz - aber hält er dem Thema stand?
Von Cornelia Birr

  1. Elektronisch Arzneimittelrezept kommt auf Smartphone
  2. Relayr Rückstandsglaube als Startup-Vorteil
  3. Liberty Global Ericsson übernimmt Netzwerkbetrieb bei Unitymedia

E-Mail-Verschlüsselung: 90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir
E-Mail-Verschlüsselung
"90 Prozent des Enigmail-Codes sind von mir"

Der Entwickler des beliebten OpenPGP-Addons für Thunderbird, Patrick Brunschwig, hätte nichts gegen Unterstützung durch bezahlte Vollzeitentwickler. So könnte Enigmail vielleicht endlich fester Bestandteil von Thunderbird werden.
Ein Interview von Jan Weisensee

  1. SigSpoof Signaturen fälschen mit GnuPG
  2. Librem 5 Purism-Smartphone bekommt Smartcard für Verschlüsselung

    •  /