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Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert.
Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert. (Bild: Wikimedia: Ricard12 - CC-BY-SA 3.0)

Version 42.1: Opensuse wagt die Antwort auf den ganzen Rest

Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert.
Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert. (Bild: Wikimedia: Ricard12 - CC-BY-SA 3.0)

Die Opensuse-Variante Leap kombiniert die Basis von Suses Enterprise Linux mit aktuellen Anwendungen. Die Frage nach dem Sinn dieses Konzepts beantworten die Verantwortlichen zwar scherzhaft mit "42" - es soll aber den Bedürfnissen der Nutzer ernsthaft entsprechen.
Von Peter Kreussel

Schon die erste offizielle Ausgabe von Suse-Linux erschien nicht als Version 1.0, sondern als 4.2. Mit dem für Anfang November geplanten Opensuse Leap 42.1 spielt Community erneut auf Douglas Adams' Per Anhalter durch die Galaxis an: Die Zeichen stehen auf Neustart und für einen nach Meinung vieler nötigen Innovationssprung. Die Distribution wird dabei völlig umgebaut.

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In dem Roman steht die Zahl 42 bekanntlich für die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, genauer des Lebens, des Universums und des ganzen Rests. In ähnlicher Weise stellt sich die Sinnfrage bei dem neuen Konzept von Opensuse in mehrfacher Hinsicht: Was bedeutet es für die Zukunft von Suse, wenn die Community-Distribution nicht mehr wie bisher als Vorstufe für die Enterprise-Produkte eingebunden ist, die Geld einspielen? Und was bringt eine Linux-Distribution auf Basis des konservativen Suse-Enterprise-Linux den Mainstream-Anwendern?

Leap ist nicht der erste Neustart

Vor etwa zehn Jahren hat Suse sein Entwicklungs- und Geschäftsmodell grundlegend umgestellt. Die Firma reagierte auf den durch das DSL-Zeitalter verursachten starken Rückgang der Verkäufe von Installations-CDs und -DVDs plus Handbuch, indem sie ihre Hauptdistribution in Opensuse umbenannte und deren Entwicklungsprozess für die Community öffnete.

Kurz darauf ermöglichte der öffentliche Opensuse-Build-Service jedem Anwender, der erfahren ist im Bau von Softwarepaketen, die Mitarbeit an dem Projekt. Die Installations-Images waren frei im Netz verfügbar, Gewinne erbrachten fortan die Enterprise-Produkte, die Teile der Vorarbeit aus Opensuse übernehmen.

Mit Leap organisiert Suse seine Arbeitsweise nun ein zweites Mal um: Die nächste Opensuse-Ausgabe wird in ihrer Systembasis auf Enterprise-Linux basieren, das mit konservativen Softwareversionen ausgestattet ist. Der bereits existierende Rolling-Release-Zweig Tumbleweed soll aktuelle Software beisteuern, vor allem für Desktop-Nutzer.

Suse löst sich also zum Teil von dem bewährten Modell nach dem Vorbild von Redhat mit Fedora. Bei diesem bietet eine offene, auf aktuelle Programmversionen ausgerichtete Community-Distribution die Test-und Entwicklungsbasis für Enterprise-Produkte mit Langzeit-Support. Opensuse Leap soll künftig synchron zu den Enterprise-Produkten SLES und SLED mit einer Laufzeit von über vier Jahren samt Service-Packs im 18-Monats-Rhythmus erscheinen. Die Community hat für den Neuansatz den Namen Leap gewählt, um die "sprungweise" Aktualisierung im Gegensatz zu dem rollenden Tumbleweed zu betonen. Die erste Versionsnummer wird 42.1 lauten, mit dem nächsten SLES-Service-Pack erscheint dann 42.2 und so weiter.

Konservativ und progressiv zugleich

Opensuses Chairman Richard Brown hat Anfang Mai in einem Vortrag auf der Opensuse Conference erstmals die Mischung aus getesteten Paketen von Suses Enterprise Linux und den aktuellen aus Tumbleweed vorgestellt. Demnach sollen etwa 1.000 Pakete inklusive der Updates aus SLE übernommen werden, etwa 6.000 weitere werden wie bisher durch das Opensuse-Community-Projekt beigesteuert.

Die Verteilung aus stabilem Distributionsunterbau und aktuellen Anwendungen soll dabei flexibel bleiben. Das Opensuse-Team kann jederzeit alte Software-Versionen aus SLE durch eine aktuellere Fassung ersetzen. Lediglich der Arbeitsaufwand beim Bereitstellen von Fehlerkorrekturen begrenzt deren Zahl.

Ein Beispiel, wo dies bereits auffällig in den ersten Meilensteinen von Leap geschehen ist, ist der Linux-Kernel 4.1, der die Unterstützung von neuer Hardware sicherstellen soll. In SLES 12 Service Pack 1 kommt dagegen Linux 3.12 zum Einsatz. Zudem bringt Leap wie etwa Kubuntu oder Fedora aktuelle Versionen des KDE-Plasma-Desktops und von Gnome mit.

Schwer umsetzbarer Kompromiss für Nutzer 

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Anonymer Nutzer 28. Sep 2015

So sieht es aus! :) Nur weil er keine Ahnung hat macht er SuSE schlecht bei anderen...

mingobongo 23. Sep 2015

Die Antwort ist... ein schwarzes Loch frisst das andere und alles schwarzen Löcher...

mingobongo 23. Sep 2015

Dem kann ich mich nur anschließen. Die Sache wurde im Artikel auf dem Punkt gebracht...

Marentis 23. Sep 2015

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