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Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert.
Mit Opensuse Leap wird die Distribution schrittweise mit Langzeitunterstützung aktualisiert. (Bild: Wikimedia: Ricard12 - CC-BY-SA 3.0)

Schwer umsetzbarer Kompromiss für Nutzer

Etwas mehr als 1.200 Pakete wird die neue Opensuse-Ausgabe aus SLES erben. Meist sind dies sehr kritische Komponenten wie etwa Systemd oder der Apache-Webserver. Dabei ist zu beachten, dass die Service Packs für SLES, die alle acht Monate erscheinen, auch neue Software-Versionen einführen. Nur die wenigsten der von der Enterprise-Sparte übernommenen Pakete werden also vier Jahre ohne größeres Update auskommen müssen. In Ausnahmefällen werden auch alte und aktuelle Versionen nebeneinander angeboten, etwa GCC 4.8 und 5.

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Brown erklärt in seinem Vortrag, dass Opensuse Leap damit einen Kompromiss für zwei Fraktionen von Anwendern erreichen wolle. Den einen fehlten in der stabilen Fassung 13.2 aktuelle Programme, den anderen sei der Rolling-Release-Zweig Tumbleweed dagegen in letzter Zeit zu instabil geworden. Schließlich fließe seit Sommer 2014 der gesamte experimentelle Factory-Zweig nach einem automatisierten Test dort ein. Tumbleweed hat sich damit von dem ursprünglichen Addon, das stabile Opensuse-Installationen mit ausgewählten neueren Anwendungen auffrischt, in eine vollständige Rolling-Release-Distribution verwandelt.

Der neue Ansatz für Leap wird dagegen eine ausgiebig getestete und langlebige Basis regelmäßig mit aktuellen Anwendungen versorgen - ein Kompromiss, der viele Linux-Benutzer ansprechen soll. Zeitaufwendige und vergleichsweise heikle Upgrades der gesamten Distribution gibt es nur noch alle vier bis fünf Jahre. Dennoch spielt der Paketmanager laufend aktualisierte Versionen von Programmen wie Firefox, Libreoffice und Ähnlichem ein.

Zu schön, um wahr zu sein Oft sind diese im Open-Build-Service bereits verfügbar oder wenigstens leicht zu aktualisieren. Mitunter artet der Paketbau für die veraltete Distribution aber in eine zeitraubende Fehlersuche aus oder scheitert ganz. Wenn Programme bestimmte aktuelle Bibliotheksversionen benötigen, lässt sich die Software in einer in die Jahre gekommenen Umgebung schlicht nicht mehr kompilieren.

Opensuse stehen zwar viele Beteiligte und die notwendige Erfahrung zur Verfügung, weshalb die Entwickler eventuell einzelne Bibliotheken der stabilen Basis austauschen könnten. Die Idee zur Umsetzung von Leap erscheint allerdings zu schön, um wahr zu sein.

Eine über Jahre unveränderte Basis plus aktuelle Versionen aller gängigen Anwendungen bereitstellen - dass sich dieses Vorhaben ohne Einschränkungen nur schwer bis zum Schluss umsetzen lassen wird, gibt auch Opensuse-Chairman Brown im bereits zitierten Vortrag zu. Er rechnet deshalb mit einem abnehmenden Update-Tempo gegen Ende der etwa vierjährigen Laufzeit der Basis-Distribution.

Für viele Anwender dürfte ein besserer Kompromiss aus Stabilität und Aktualität als mit dem bisherigen Release-Zyklus dennoch vielversprechend sein. Denn in den vergangenen Veröffentlichungen landeten neu erschienene Programmversionen fast zwangsläufig erst mit mehrmonatiger Verzögerung im stabilen Zweig.

Opensuse-Projekt war überlastet

Zudem hat die verspätet erschienene Version 13.2 gezeigt, dass selbst der von vielen schon als langsam empfundene Achtmonatsrhythmus der Veröffentlichungen nicht mehr gehalten werden konnte. Die Infrastruktur der Build-Service mit dem stetig anwachsenden Paketbestand forderte das vergleichsweise kleine Opensuse-Team zu sehr.

Einen Einblick in die Probleme und Verunsicherungen dieser Zeit gewährt ein Thread aus der Opensuse-Mailing-Liste vom Januar 2014, in dem Opensuse-Board-Mitglied Michal Hrusecky ankündigt, dass die Community das nächste Release ohne Mithilfe des von Suse festangestellten Teams stemmen müsse.

Stattdessen wurde die Veröffentlichung von Opensuse 13.2 verschoben. Im neuen Modell setzt Suse darauf, dass das Enterprise-Team rund 1.000 Pakete inklusive Patches in der für die Sicherheit besonders relevanten Systembasis beisteuert. Bisher war die Mitarbeit des Enterprise-Teams an Opensuse wegen des Abstands der beiden Zweige kaum möglich.

 Version 42.1: Opensuse wagt die Antwort auf den ganzen RestVertrauter Eindruck trotz ungewisser Zukunft 

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Anonymer Nutzer 28. Sep 2015

So sieht es aus! :) Nur weil er keine Ahnung hat macht er SuSE schlecht bei anderen...

mingobongo 23. Sep 2015

Die Antwort ist... ein schwarzes Loch frisst das andere und alles schwarzen Löcher...

mingobongo 23. Sep 2015

Dem kann ich mich nur anschließen. Die Sache wurde im Artikel auf dem Punkt gebracht...

Marentis 23. Sep 2015

Here sir, take my +1!



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