Versicherung: Asiatische Axa-Partner von Ransomware getroffen

Teile des Versicherungskonzerns Axa in Asien wurden von einem Ransomware-Angriff getroffen, es soll um 3 Terabyte Daten gehen.

Artikel veröffentlicht am , Anna Biselli
Der Versicherungskonzern Axa bietet auch Cyberversicherungen an.
Der Versicherungskonzern Axa bietet auch Cyberversicherungen an. (Bild: Martin Pettitt/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Versicherungskonzern Axa hat bestätigt, dass Teile des Unternehmens in Asien von einem Ransomware-Angriff getroffen wurden. Beeinträchtigt seien laut Axa Partners IT-Dienste in Thailand, Malaysia, Hongkong und auf den Philippinen, berichtet Financial Times.

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Den Vorfall soll die Ransomware Avaddon ausgelöst haben. 3 Terabyte Daten seien laut einer Ransomware-Gruppe abgegriffen worden, darunter auch Kundendaten wie Ausweiskopien, Krankenhausrechnungen und medizinische Diagnosen. Laut Axa Partners seien ausschließlich Daten kompromittiert worden, die in einem thailändischen Geschäftsbereich von Inter Partners Asia verarbeitet wurden. Das Unternehmen hat angekündigt, betroffene Personen und Unternehmen zu benachrichtigen, wenn sich bestätigen sollte, dass persönliche Daten abgeflossen sind.

Bleeping Computer berichtet außerdem, dass die Websites der entsprechenden Axa-Niederlassungen aufgrund eines DDoS-Angriffs nicht erreichbar waren. Auch diese Angriffe soll die verantwortliche Ransomware-Gruppe für sich beansprucht haben, wohl um den Konzern zusätzlich unter Druck zu setzen. Wie hoch die Lösegeld-Forderung im Fall von Axa ist, ist bisher nicht bekannt.

Erst kürzlich hatten das US-amerikanische FBI und das australische Cyber Security Centre vor der Avaddon-Ransomware gewarnt. Die Ransomware werde Kriminellen als Dienstleistung angeboten. Die Erpressungsversuche verliefen laut dem IT-Sicherheitsunternehmen Malwarebytes typischerweise nach dem gleichen Schema: Die Betroffenen erhalten eine Benachrichtigung, gleichzeitig erscheint eine Leak-Warnung auf der Avaddon-Seite im Darknet. Diese enthält Screenshots abgegriffener Dateien. Wird das Lösegeld nicht innerhalb weniger Tage gezahlt, veröffentlicht die Gruppe einen kleinen Teil der Daten als weitere Drohung. Dem folgt ein vollständiger Dump der Dateien, wenn die Zahlung weiterhin ausbleibt.

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Anfang Mai hatte Axa angekündigt, dass es bei neuen Cyber-Versicherungspolicen in Frankreich künftig keine Erstattung von gezahltem Ransomware-Lösegeld geben wird. Laut Financial Times soll der Ransomware-Angriff jedoch bereits vor dieser Mitteilung erfolgt sein.

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max.pecu 17. Mai 2021

3TB ist auch nicht sonderlich viel, wenn man mitbekommt was man in Deutschland als...

Prof.Dau 17. Mai 2021

Ob die für solche Fälle gut versichert sind? Und wenn ja, bei sich selbst oder bei der...



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