Verschwörungstheorien: Facebook entfernt Accounts von QAnon-Anhängern

Soziale Medien wie Facebook und Twitter gehen gegen die QAnon-Bewegung vor. US-Präsident Trump scheint mit deren Anhängern keine Probleme zu haben.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Anhänger der QAnon-Bewegung auf einem Protestmarsch in Oregon
Anhänger der QAnon-Bewegung auf einem Protestmarsch in Oregon (Bild: USA Today Network)

Nach Twitter geht auch Facebook gegen die amerikanische Verschwörungstheorien-Bewegung QAnon vor. 790 Gruppen, 100 Seiten und 1.500 Anzeigen mit Verbindung zu QAnon seien entfernt worden, teilte das soziale Netzwerk am Mittwoch mit. Zudem seien bei 1.950 Facebook-Gruppen und 10.000 Accounts der Foto-Plattform Instagram Einschränkungen verhängt worden.

Stellenmarkt
  1. IT-Mitarbeiter (m/w/d) mit Schwerpunkt IT-Sicherheit
    NMI Reutlingen, Reutlingen
  2. Data Solution Engineer (m/w/d)
    BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
Detailsuche

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger besteht darin, dass es eine Verschwörung gegen US-Präsident Donald Trump im US-Regierungsapparat gebe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden.

Facebook sehe Bewegungen, "die Gewaltakte befürworten, die zeigen, dass sie Waffen haben und andeuten, dass sie diese auch einsetzen würden", erklärte das Online-Netzwerk.

Der Kurznachrichtendienst Twitter war bereits vor einem Monat als erste Online-Plattform in großem Stil gegen QAnon vorgegangen. Ihr Verhalten könne Schaden im realen Leben anrichten, hieß es zur Begründung. Mehr als 7.000 Accounts, die QAnon-Unterstützern zugerechnet würden, seien in den vergangenen Wochen dauerhaft gesperrt worden, sagten Twitter-Sprecher der New York Times. Die Verbreitung der Inhalte von rund 150.000 weiteren Profilen werde eingeschränkt.

Golem Akademie
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    26.–28. Oktober 2021, Virtuell
Weitere IT-Trainings

QAnon-Symbole wurden in den vergangenen Jahren von Anhängern immer wieder in die Kamera bei Auftritten von Trump gehalten. Unterstützer der Verschwörungsmythen sind inzwischen auch verstärkt in der Republikanischen Partei aktiv.

Trump hat keine Probleme mit QAnon

Trump selbst distanzierte sich am Mittwoch ausdrücklich nicht von der Bewegung. Auf die Frage einer Journalistin, was er von der Bewegung halte, sagte Trump im Weißen Haus: "Ich verstehe nicht viel von der Bewegung, außer dass ich mitbekommen habe, dass sie mich sehr mögen. Was ich gut finde." Nach Darstellung Trumps zeichnen sich die Anhänger der Bewegung dadurch aus, "dass sie nicht mögen, was sie in Portland sehen". Damit spielte Trump auf die wochenlangen Proteste gegen Polizeigewalt nach der Tötung des schwarzen US-Bürgers George Floyd in Minneapolis an.

Trump sagte weiter: "Ich habe gehört, dass diese Leute unser Land lieben und nicht mögen, was sie sehen. Ich weiß wirklich überhaupt nichts darüber, abgesehen davon, dass sie mich möglicherweise mögen und wollen, dass die Probleme in diesen Gebieten gelöst werden." Auf den Hinweis der Reporterin, dass die QAnon-Bewegung Trump für den heimlichen Retter der Welt vor angeblichen satanistischen Kulten und Kannibalismus halte, sagte der US-Präsident: "Ich habe davon noch nichts gehört. Aber ist das etwas Gutes oder etwas Schlechtes? Wenn dabei helfen kann, die Welt von Problemen zu befreien, möchte ich das gerne machen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Clown 27. Aug 2020

Ja, woran denn? Erklär mal bitte.

Clown 27. Aug 2020

Ich halte es für eine blöde Idee diese Leute/Gruppen zu sperren. Solange sie sich nämlich...

Emanuele F. 22. Aug 2020

Auch für dich würde es sich lohnen, "Q" einmal kritischer zu betrachten.

Eheran 21. Aug 2020

+1 Entweder alle oder keinen zensieren.

quineloe 21. Aug 2020

Man muss also Trump gut finden, weil Hillary eine ganz schlechte Wahl der Demokraten...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lieferengpässe
Ist es moralisch okay, eine PS5 auf Ebay zu kaufen?

Kein Warten mehr, 200 bis 300 Euro Aufpreis: Wer eine Playstation 5 will, kann sie sofort haben. Falls das Gewissen mitspielt.
Ein IMHO von Peter Steinlechner

Lieferengpässe: Ist es moralisch okay, eine PS5 auf Ebay zu kaufen?
Artikel
  1. Samsung Odyssey Neo G9 im Test: Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied
    Samsung Odyssey Neo G9 im Test
    Mini-LED im Ultrawide-Format macht den Unterschied

    Samsungs Odyssey Neo G9 ist riesig und durch Mini-LED auch kontraststark. Es gibt derzeit keinen besseren (und teureren) 32:9-Monitor für Gaming.
    Ein Test von Oliver Nickel

  2. Tastatur: Cherry präsentiert Stream ohne Nummernblock
    Tastatur
    Cherry präsentiert Stream ohne Nummernblock

    Cherry bringt seinen Tastatur-Klassiker Stream als kompakte TKL-Version auf den Markt. An der Technik ändert der Hersteller nichts.

  3. Coronapandemie: Leuchtende Maske erkennt Corona-Infektion
    Coronapandemie
    Leuchtende Maske erkennt Corona-Infektion

    Ein japanisches Team hat einen Corona-Test mit einem Farbstoff entwickelt. Der leuchtet, wenn eine Person mit dem Corona-Virus infiziert ist.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM-Module und SSDs von Crucial im Angebot • Acer-Monitore zu Bestpreisen (u. a. 27" FHD 165Hz OC 199€) • Kingston PCIe-SSD 1TB 69,90€ & 2TB 174,90€ • Microsoft Flight Simulator Xbox 29,99€ • Alternate (u. a. Kingston A400 480 GB SSD 37,99€) • Release: Halo Infinite 68,99€ [Werbung]
    •  /