Abo
  • Services:
Anzeige
Spezialchip zum Angriff auf das Verschlüsselungsverfahren DES
Spezialchip zum Angriff auf das Verschlüsselungsverfahren DES (Bild: Electronic Frontier Foundation)

AES - die Geschichte eines Standards

Anzeige

Der wichtigste symmetrische Verschlüsselungsalgorithmus ist heutzutage der Advanced Encryption Standard (AES). AES war das Ergebnis eines Wettbewerbs, den die US-Behörde NIST (National Institute of Standards and Technology) veranstaltet hat. Im Jahr 2001 wurde der Algorithmus Rijndael zum neuen Kryptostandard gekürt.

Auch wenn viele Kryptographen damals den Wettbewerb und die Arbeit des NIST lobten: Die Entscheidung war nicht unumstritten. Insbesondere der Microsoft-Mitarbeiter Niels Ferguson kritisierte Rijndael. Ferguson störte sich an der simplen mathematischen Struktur des Algorithmus. In einem Vortrag, den er 2001 auf der Hackers-at-Large-Konferenz gehalten hat, sagte Ferguson, wenn einer der AES-Finalisten in den nächsten fünf Jahren gebrochen würde, würde es ihn bei Rijndael am wenigsten verwundern. Ferguson selbst hatte zusammen mit Bruce Schneier und anderen den Algorithmus Twofish entwickelt, der Rijndael in der AES-Auswahl unterlag.

AES erwies sich dann tatsächlich als nicht so sicher wie erhofft. Nicht wenige Kryptographen sind der Meinung, dass man besser auf Twofish oder Serpent, einen weiteren AES-Finalisten, hätte setzen sollen. Trotz allem sind jedoch sämtliche Angriffe auf AES weit davon entfernt, das Verfahren wirklich brechen zu können. AES gibt es in drei Varianten: 128, 192 oder 256 Bit.

Alex Biryukov und Johann Großschädl haben 2012 einmal versucht auszurechnen, wie aufwendig ein Angriff auf AES mit 128 Bit mit Hilfe von Supercomputern wäre. Das Ergebnis hinterlässt zumindest ein ungutes Gefühl: Es ist zwar enorm aufwendig, aber nicht unmöglich. Die Kosten für die Chipproduktion lägen im Bereich von etwa 80 Milliarden Dollar. Der größte Flaschenhals wäre jedoch die Energieversorgung. Ein solcher Spezialrechner würde die Leistung von 4 Terawatt benötigen. Das ist mehr, als die Vereinigten Staaten insgesamt an Strom verbrauchen.

Klar dürfte also sein: Eine solche Anlage lässt sich zwar theoretisch von Menschen bauen, aber mit Sicherheit nicht in den Geheimanlagen der NSA. Dafür ist dort schlicht nicht genug Platz.

Fazit: AES gilt als sicher, ist aber nicht der beste verfügbare Algorithmus. Wer paranoid ist, kann auf AES mit 256 Bit setzen. Mögliche Alternativen sind Twofish und die Stromverschlüsselung Salsa20.

 RC4 - schnell, einfach - und unsicher?Verschlüsselungsmodi - CBC und HMAC 

eye home zur Startseite
krüptoscheff 13. Mai 2015

Auch deine tollen "Regierungsmittel" bringen rein garnichts bei AES256. Selbst wenn du...

nur so 28. Jan 2014

Was sind bei dir "echte Zufallszahlen"? Nur weil etwas aus der Natur per Geräusch...

hardwerker 09. Dez 2013

Arcady, du schreibst an den Fakten vorbei, Enigma hat sich nicht bewährt, sondern wurde...

Tiberius Kirk 08. Dez 2013

He, die Seite gibt's ja wirklich! Allerdings hat die wohl eine ganz eigene...

Goody 19. Okt 2013

Sqrt(2^256) = 2^(256 / 2) = 2^128 Hier geht es um Bit Verschlüsselung. Richtig...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. IT Services mpsna GmbH, Herten
  2. AKDB, München
  3. HIT Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH, Hamburg
  4. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. jetzt bei Alternate
  2. jetzt bei Caseking

Folgen Sie uns
       


  1. E-Mail

    Adobe veröffentlicht versehentlich privaten PGP-Key im Blog

  2. Die Woche im Video

    Schwachstellen, wohin man schaut

  3. UAV

    Matternet startet Drohnenlieferdienst in der Schweiz

  4. Joint Venture

    Microsoft und Facebook verlegen Seekabel mit 160 Terabit/s

  5. Remote Forensics

    BKA kann eigenen Staatstrojaner nicht einsetzen

  6. Datenbank

    Börsengang von MongoDB soll 100 Millionen US-Dollar bringen

  7. NH-L9a-AM4 und NH-L12S

    Noctua bringt Mini-ITX-Kühler für Ryzen

  8. Wegen Lieferproblemen

    Spekulationen über Aus für Opels Elektroauto Ampera-E

  9. Minix

    Fehler in Intel ME ermöglicht Codeausführung

  10. Oracle

    Java SE 9 und Java EE 8 gehen live



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test: Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
Lenovo Thinkstation P320 Tiny im Test
Viel Leistung in der Zigarrenschachtel
  1. Adware Lenovo zahlt Millionenstrafe wegen Superfish
  2. Lenovo Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust
  3. Lenovo Patent beschreibt selbstheilendes Smartphone-Display

Wireless Qi: Wie die Ikealampe das iPhone lädt
Wireless Qi
Wie die Ikealampe das iPhone lädt
  1. Noch kein Standard Proprietäre Airpower-Matte für mehrere Apple-Geräte

Apples iPhone X in der Analyse: Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
Apples iPhone X in der Analyse
Ein iPhone voller interessanter Herausforderungen
  1. Smartphone Apple könnte iPhone X verspätet ausliefern
  2. Face ID Apple erlaubt nur ein Gesicht pro iPhone X
  3. iPhone X Apples iPhone mit randlosem OLED-Display kostet 1.150 Euro

  1. Re: Und bei DSL?

    bombinho | 11:04

  2. Re: War das im Video das Kabel oder der Zugdraht?

    Eheran | 11:03

  3. Re: Geringwertiger Gütertransport

    logged_in | 11:03

  4. Re: Frage

    logged_in | 11:00

  5. Re: Absicht?

    ArcherV | 10:48


  1. 11:03

  2. 09:03

  3. 17:43

  4. 17:25

  5. 16:55

  6. 16:39

  7. 16:12

  8. 15:30


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel