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FBI-Direktor James Comey mit US-Präsident Barack Obama (Archivbild)
FBI-Direktor James Comey mit US-Präsident Barack Obama (Archivbild) (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

Verschlüsselung: US-Regierung verzichtet auf Hintertüren

FBI-Direktor James Comey mit US-Präsident Barack Obama (Archivbild)
FBI-Direktor James Comey mit US-Präsident Barack Obama (Archivbild) (Bild: Saul Loeb/AFP/Getty Images)

IT-Firmen in den USA werden nun doch nicht gezwungen, Hintertüren in Verschlüsselung einzubauen. Doch FBI und NSA bohren weiter Löcher in gesicherte Kommunikation.

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Die amerikanische Regierung hat es sich vorerst anders überlegt. Sie will nun doch keine gesetzlichen Vorgaben schaffen, die IT-Unternehmen verpflichten würden, Behörden und Geheimdiensten verschlüsselte Nutzer- und Kommunikationsdaten zu geben. Nach Berichten der Washington Post hat das Kabinett bereits am 1. Oktober diese Entscheidung getroffen. FBI-Direktor James B. Comey bestätigte das am Donnerstag in einer Anhörung im Senat, verwies aber gleichzeitig auf fortlaufende Gespräche mit Vertretern der Industrie.

Die Debatte darum gibt es seit fünf Jahren. Kritiker der Regierungspläne sehen in ihnen die Drohung eines neuen "Kryptokriegs". Im September 2010 wurde erstmals berichtet, es gebe Gesetzespläne, mit denen die US-Regierung einheimische Unternehmen dazu zwingen könnte, Hintertüren in ihre Produkte einzubauen. Über diese könnten Ermittler und Geheimdienste auf Daten zugreifen, selbst wenn sie verschlüsselt sind.

Firmen, die beispielsweise Kommunikationssoftware mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten, können nicht in die Daten ihrer Kunden schauen, die über die Firmenserver laufen. Damit können sie die entsprechenden Informationen auch nicht an Ermittler herausgeben, wenn diese mit einem Gerichtsbeschluss kommen. Daher hatte die US-Regierung die Forderung aufgestellt, dass die Schlüssel, die zur Ver- und Entschlüsselung notwendig sind, an mehreren Stellen gespeichert werden sollten. Damit hätte es einen "Zweitschlüssel" für Behörden gegeben.

Nach Ansicht von Sicherheits- und Geheimdiensten wie NSA und FBI, aber auch von Politikern wie dem britischen Premierminister David Cameron ist Verschlüsselung ein Problem. Mit der Technik schützen Bürger ihre Privatsphäre, Firmen ihre Geschäftsgeheimnisse und Dissidenten ihr Leben. Doch Leute wie Cameron sehen Verschlüsselung nur unter dem Aspekt der Kriminalität. Er warnte daher vor den angeblichen Gefahren und forderte Gesetze, um sichere Schlüssel praktisch zu verbieten.

Als etwa Apple im vergangenen Herbst ankündigte, die Nutzerdaten auf iOS-Geräten besser verschlüsseln zu wollen, äußerten NSA und FBI Bedenken. Verschlüsselung, sagte FBI-Direktor Comey, erschwere die Polizeiarbeit und helfe gleichzeitig Terroristen bei der Kommunikation. "Wir suchen keinen Hintertüransatz. Wir wollen die Vordertür benutzen, mit Transparenz und klaren gesetzlichen Vorgaben", sagte Comey.

Unsichere Verschlüsselung schadet der USA 

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Jasmin26 13. Okt 2015

das ist doch Quatsch ! warum versucht man ständig Politiker als dumpfbacken...

User_x 12. Okt 2015

...oder einfuhrsperren aufgrund gestohlenem know-how, keine auslieferungen von Personen...

divStar 12. Okt 2015

Ich kann die Totschlagargumente Terrorismus und Kinderpornografie einfach nicht mehr...

Schnarchnase 12. Okt 2015

Als ob die US-Regierung die Macht hätte das durchzusetzen. Der Cryptowar 1 hat gezeigt...

Prinzeumel 12. Okt 2015

Der war gut. ^-^



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