Abo
  • IT-Karriere:

Verschlüsselung: TLS 1.0 und 1.1 sollen "sterben, sterben, sterben"

Ein aktueller Entwurf der IETF sieht vor, dass die alten TLS-Versionen 1.0 und 1.1 künftig nicht mehr benutzt werden dürfen. Ein Fallback ist explizit nicht vorgesehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die alten TLS-Versionen sollen abgeschafft werden.
Die alten TLS-Versionen sollen abgeschafft werden. (Bild: Andres Gonzalez, flickr.com/CC-BY 2.0)

Die Standardisierung von TLS 1.3 ist nach mehreren Jahren so gut wie abgeschlossen und die Veröffentlichung als RFC 8446 nur noch eine Formsache. Die aktuelle Version TLS 1.2 ist auch schon fast zehn Jahre alt. Trotzdem werden immer noch die älteren und potenziell unsicheren Versionen 1.0 aus dem Jahr 1999 und 1.1 von 2006 verwendet. Ein aktueller Entwurf der Internet Engineering Task Force (IETF) sieht nun vor, diese sehr alten Versionen auszumustern.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Meckenheim, München
  2. Stadtwerke München GmbH, München

Der Vorschlag stammt von Kathleen Moriarty, die für Dell EMC an dessen Technologie- und Standardstrategie arbeitet und zurzeit Vorsitzende des Sicherheitsbereichs der IETF ist, sowie von Forscher Stephen Farrell des Trinity Colleges Dublin. Der Entwurf zum Abschaffen von TLS 1.0 und 1.1 trägt zurzeit scherzhaft noch den Namen "diediedie", also "stirb, stirb, stirb". Das wiederum ist ein direkter Bezug zu dem Standard, mit dem SSL 3.0 abgeschafft wurde. Der Entwurf dazu trug ebenfalls den Zusatz "diediedie".

Veraltet und kaum noch verwendet

Als Gründe für das Abschaffen der alten Protokollversionen wird vorgebracht, dass diese Standards Cipher-Suites vorsehen, die nach heutigen Kriterien nicht mehr wünschenswert seien. Vor allem fehle die Unterstützung für AEAD-Cipher. Darüber hinaus verstärke die Unterstützung von vier Versionen die Wahrscheinlichkeit für Fehlkonfigurationen.

Die Autoren führen außerdem an, dass die Nutzungsrate der beiden alten Protokollversionen zurzeit vergleichsweise gering sei und die Versionen künftig von vielen großen Diensten nicht mehr verwendet würden. Dazu gehörten unter anderem Amazon und Cloudflare. Auch der Verband, der die Sicherheitsregeln im Zahlungsverkehr mit Kreditkarten regelt, das PCI Security Standards Council, will noch in diesem Sommer offiziell die Verwendung der alten TLS-Versionen verbieten.

Der aktuelle IETF-Vorschlag sieht vor, dass weder TLS 1.0 noch 1.1 verwendet werden dürfen. Auch das Aushandeln dieser Versionen darf nicht erlaubt werden. Letzteres soll für sämtliche Implementierungen gelten. Zusätzlich zu dem eigentlichen Standard, in dem die Versionen abgeschafft werden, sieht der Entwurf auch vor, die sogenannten Best Current Practices (BCP) der IETF zu aktualisieren. Die veralteten Versionen wären damit auch offiziell nicht mehr Teil des aktuellen Stands der Internettechnik.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (PC-Spiele bis zu 85% reduziert)

RipClaw 21. Jun 2018

Es gibt soweit ich weiß sogar eine angepasste Version von Java 6 mit überarbeitetem TLS...

pinjiz 20. Jun 2018

Falls du mit der Backdoor die Schwächungsversuche durch Banken meinst: Das ist vom Tisch...


Folgen Sie uns
       


Huawei P30 Pro - Test

5fach-Teleobjektiv und lichtstarker Sensor - das Huawei P30 Pro hat im Moment die beste Smartphone-Kamera.

Huawei P30 Pro - Test Video aufrufen
Azure Speech Service: Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller
Azure Speech Service
Microsofts Demos entstehen im fensterlosen Nerd-Keller

Build 2019 Moderne Architektur, große Fenster, ein Zen-Garten: Microsofts Campus wirkt außen modern und aufgeräumt. Präsentationen entstehen trotzdem in einem fensterlosen Raum, in dem sich Hardware und Werkzeug stapeln. Microsoft zeigt dort auch eine ungeskriptete Version seiner Spracherkennungssoftware.
Von Oliver Nickel

  1. Beta Writer Algorithmus schreibt wissenschaftliches Buch
  2. Google Neuer KI-Rat soll Googles ethische Richtlinien umsetzen
  3. Affectiva KI erkennt die Gefühle von Autofahrern

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

Mobile-Games-Auslese: Games-Kunstwerke für die Hosentasche
Mobile-Games-Auslese
Games-Kunstwerke für die Hosentasche

Cultist Simulator, Photographs, Dungeon Warfare 2 und mehr: Diesen Monat lockt eine besonders hochkarätige Auswahl an kniffligen, gruseligen und komplexen Games an die mobilen Spielgeräte.
Von Rainer Sigl

  1. Spielebranche Auch buntes Spieleblut ist in China künftig verboten
  2. Remake Agent XIII kämpft wieder um seine Identität
  3. Workers & Resources im Test Vorwärts immer, rückwärts nimmer

    •  /