Abo
  • Services:
Anzeige
Start Encrypt will auch kostenfreie Zertifikate anbieten.
Start Encrypt will auch kostenfreie Zertifikate anbieten. (Bild: Sean MacEntee/Wikimedia Commons)

Verschlüsselung: Sicherheitslücke bei Start Encrypt

Start Encrypt will auch kostenfreie Zertifikate anbieten.
Start Encrypt will auch kostenfreie Zertifikate anbieten. (Bild: Sean MacEntee/Wikimedia Commons)

Sicherheitsforscher haben im Client der Let's Encrypt-Alternative Start Encrypt zahlreiche Probleme gefunden, die die Ausstellung gültiger Zertifikate für beliebige URLs ermöglichte. Der Client hatte zudem zahlreiche weitere Probleme, die jetzt behoben sein sollen.

Eine Sicherheitslücke in dem Dienst Start Encrypt ermöglicht das Ausstellen gültiger Zertifikate für URLs, die nicht unter der Kontrolle der Angreifer sind. Betreiber Startcom wurde über das Problem informiert und hat die Lücke mittlerweile geschlossen. Die Sicherheitslücken wurden von der niederländischen Sicherheitsfirma Computest gefunden.

Anzeige

Ähnlich wie Let's Encrypt bietet Start Encrypt kostenfreie einfache Zertifikate an, bei denen nur die Domain, nicht aber erweiterte Eigentümerinformationen geprüft werden. Bei der Domainprüfung ließ Start Encrypt jedoch offenbar auch Quellen zu, die außerhalb der zu überprüfenden Domain lagen. Nutzer müssen zum Beweis, dass sie eine Domain kontrollieren eine Datei unter der abzusichernden Domain platzieren. Doch offenbar genügte es, die entsprechende Datei bei Diensten wie Dropbox oder Github hochzuladen, weil die entsprechende Einstellung vom Client und nicht vom Start Encrypt-Server vorgegeben wurden und somit unter Kontrolle der Angreifer war.

Auch Umleitungen werden akzeptiert

Außerdem akzeptierte die API des Dienstes auch Weiterleitungen. Angreifer hätten demnach URLs mit Redirects eintragen können. Die Überprüfung der Datei am Ende der Weiterleitung wurde dabei von Start Encrypt ohne Beanstandung durchgeführt, gleichzeitig wurde ein gültiges Zertifikat für die URL im vorderen Teil ausgestellt. Nach Angaben der Entdecker ließen sich so gültige Zertifikate für Seiten wie Facebook.com ausstellen. Weil Facebook aber Certificate-Pinning einsetzt, können Angreifer keine Man-In-The-Middle-Angriffe durchführen.

Die Client-Software enthielt zahlreiche weitere Fehler. Aufgelistet wurden nach Angaben von Computest nur solche, die vom Betreiber schon geschlossen wurden. So soll der Client nicht die Validität des vom Start Encrypt-Server übermittelten Zertifikates überprüft haben. Außerdem wurden die Privaten Schlüssel der Nutzer mit der Berechtigung "Mode 0666" gespeichert, so dass alle lokalen Nutzer die Datei lesen und verändern können.

Anders als bei Let's Encrypt handet es sich bei Start-Encrypt-Betreiber Startcom um ein kommerzielles Unternehmen. Die Firma hat ihren Sitz in Eilat in Israel, wo es zahlreiche Tech-Startups gibt. Das Unternehmen hat die Clientsoftware wegen der zahlreichen Fehler vorläufig zurückgezogen.


eye home zur Startseite
SJ 04. Jul 2016

... und wollte kurzerhand einen ähnlichen Service aufbauen....



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Zweckverband Kommunales Rechenzentrum Niederrhein (KRZN), Kamp-Lintfort
  2. Fresenius Medical Care Deutschland GmbH, Schweinfurt
  3. Hochschule Esslingen, Esslingen
  4. DIgSILENT GmbH, Gomaringen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  2. (u. a. The Revenant 7,97€, James Bond Spectre 7,97€, Der Marsianer 7,97€)

Folgen Sie uns
       


  1. Sicherheitslücke

    Caches von CDN-Netzwerken führen zu Datenleck

  2. Open Source

    Microsoft tritt Cloud Native Computing Foundation bei

  3. Q6

    LGs abgespecktes G6 kostet 350 Euro

  4. Google

    Youtube Red und Play Music fusionieren zu neuem Dienst

  5. Facebook Marketplace

    Facebooks Verkaufsplattform kommt nach Deutschland

  6. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test

    Harte Gegner für Intels Core i3

  7. Profitbricks

    United Internet kauft Berliner Cloud-Anbieter

  8. Lipizzan

    Google findet neue Staatstrojaner-Familie für Android

  9. Wolfenstein 2 angespielt

    Stahlskelett und Erdbeermilch

  10. Streaming

    Facebooks TV-Shows sollen im August starten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ausprobiert: JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent
Ausprobiert
JPEGmini Pro komprimiert riesige JPEGs um bis zu 80 Prozent
  1. Google KI erstellt professionelle Panoramen
  2. Bildbearbeitung Google gibt Nik Collection auf

Kryptowährungen: Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
Kryptowährungen
Bitcoin steht vor grundlegenden Änderungen
  1. Linux-Distributionen Mehr als 90 Prozent der Debian-Pakete reproduzierbar
  2. Die Woche im Video Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole
  3. Kryptowährung Bitcoin notiert auf neuem Rekordhoch

Matebook X im Test: Huaweis erstes Ultrabook glänzt
Matebook X im Test
Huaweis erstes Ultrabook glänzt
  1. Porsche Design Huaweis Porsche-Smartwatch kostet 800 Euro
  2. Smartphone Neues Huawei Y6 für 150 Euro bei Aldi erhältlich
  3. Huawei Neue Rack- und Bladeserver für Azure Stack vorgestellt

  1. Re: Braucht man das?

    Rulf | 20:43

  2. Re: Welche GPU?

    ArcherV | 20:41

  3. Re: YouTube Red würde ich sofort nehmen

    attitudinized | 20:40

  4. Re: Wo ist nun die Sicherheitslücke...

    Technik Schaf | 20:38

  5. Re: Sehr sicher...

    Rulf | 20:33


  1. 18:56

  2. 17:35

  3. 16:44

  4. 16:27

  5. 15:00

  6. 15:00

  7. 14:45

  8. 14:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel