Verschlüsselung: Open SSL 1.1.1 überzeugt im Sicherheitsaudit
Gute Nachrichten für OpenSSL-Nutzer und -Entwickler: Ein unabhängiger Audit bestätigt der Version 1.1.1, keine ernsten Probleme mit sich zu bringen. Der Code ließe sich zwar an einigen Stellen noch optimieren, sei aber "funktional, sicher und schnell", hieß es im Fazit zur Untersuchung.
Diese konzentrierte sich vor allem auf die neuen Fuktionen für TLS 1.3 und den überarbeiteten Pseudo Random Number Generator (PRNG). Das Audit-Team fand laut der Ankündigung in einem Blogpost(öffnet im neuen Fenster) nur kleinere clientseitige Denial-of-Service-Schwachstellen. Über die hätten Angreifer OpenSSL zum Absturz bringen können. Auch das Benachrichtigen beim Scheitern von Verbindungen und im Zusammenhang mit TLS 1.3 wies kleinere Fehler auf.
Der neue PRNG und das SRP-Authentifizierungsprotokoll sind korrekt implementiert, der Code ließe sich aber noch mit hilfreichen Kommentaren und eindeutiger benannten Funktionen verbessern.
NULL-Checks fehlen
An einigen internen Funktionen fehlen im Code auch NULL-Checks: Software verhält sich mitunter unberechenbar, wenn NULL-Werte übergeben werden. Die fehlenden NULL-Checks seien allerdings Absicht, um die Leistung zu verbessern, argumentierten die OpenSSL-Entwickler. Unabhängige Experten bestätigten den Sicherheitsforschern, dass es unwahrscheinlich sei, dass das Fehlen der NULL-Checks den von außen nicht aufrufbaren Code tangiere.
Der unter anderem von Private Internet Access und Duckduckgo über den Fonds Ostif gesponserte Audit führte letztlich zu 16 Empfehlungen und Änderungen an OpenSSL. Die Software soll künftig zudem Teil eines Bug-Bounty-Programms werden. Der vollständige Test lässt sich in einem PDF(öffnet im neuen Fenster) nachlesen.
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