Verschlüsselung: Netflix wird mit TLS 1.3 schneller

Vorteile gibt es mit dem neuen TLS vor allem bei einer schlechten Verbindung.

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Der neue Verschlüsselungsstandard TLS 1.3 hat Vorteile bei schlechten Verbindungen.
Der neue Verschlüsselungsstandard TLS 1.3 hat Vorteile bei schlechten Verbindungen. (Bild: Bingham Self-Storage/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Der Videostreaminganbieter Netflix nutzt nun auf neueren Consumer-Geräten das Verschlüsselungsprotokoll TLS 1.3, wie das Unternehmen in seinem Technikblog mitteilt. Die Version 1.3 wurde vor rund zwei Jahren von der IETF als Standard verabschiedet, wird bisher aber noch vergleichsweise wenig eingesetzt. Wie Netflix weiter schreibt, führe die Nutzung des neuen Verschlüsselungsstandards zu genau den Ergebnissen, die sich die Entwickler des Standards erhofft haben. Für den Streamingservice heißt das konkret, dass das Abspielen von Inhalten etwas schneller geschieht als mit TLS 1.2.

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Diese bislang am weitesten verbreite Variante von TLS bietet Entwicklern eine Vielzahl von Auswahlmöglichkeiten in Bezug auf Algorithmen für den Schlüsselaustausch oder Ciphersuites. Der sogenannte Handshake benötigt deshalb viele Nachrichten und vor allem zwei Roundtrips. Mit TLS 1.3 wird dies deutlich verbessert. Durch das vereinfachte Design wird damit nur noch ein Roundtrip zwischen Server und Client benötigt.

Darüber hinaus bietet TLS 1.3 aber auch 0-RTT (Zero-Round-Trip-Time-Resumption), also die Wiederaufnahme einer verschlüsselten Verbindung, ohne dass diese vollständig neu aufgebaut werden müsste. Genau das macht sich Netflix nun eigenen Angaben zufolge zunutze, um die Zeit bis zum Abspielen zu reduzieren.

Dies war zunächst nur eine Annahme des Unternehmens, weshalb die Techniker dies mit einem großangelegten Test mit jeweils rund einer halben Million Nutzern überprüft haben. Selbst bei den besten Verbindungen liege die Verbesserung bei rund 3,5 Prozent dank TLS 1.3. Insbesondere bei langsamen Verbindungen wird die Zeit bis zum Abspielen dank der neuen Verschlüsselung jedoch deutlich verkleinert. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass bereits gesendete Mediendateien erneut gepuffert werden müssen, etwa weil die CPU die Daten nicht schnell genug verarbeiten konnte. Auch diese Vorkommnisse kann Netflix mit TLS 1.3 reduzieren, womit letztlich auch die CPU-Last des Dienstes verringert wird.

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In seinem Blog geht Netflix auch auf die kryptographischen Neuerungen von TLS 1.3 ein. Auch hier sei sich das Unternehmen sicher, dass Verbesserungen der Sicherheit erreicht werden. Der Streaminganbieter geht davon aus, TLS 1.3 in Kürze auf vielen weiteren Geräten zu nutzen.

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