• IT-Karriere:
  • Services:

Verschlüsselung: Let's Encrypt verwaltet 20 Millionen aktive Zertifikate

Die Initiative Let's Encrypt schaut auf das Jahr 2016 zurück und ist mit dem ersten vollen Jahr im Produktivbetrieb zufrieden, auch wenn es einige Probleme gab.

Artikel veröffentlicht am ,
Mit der Verschlüsselung im Web geht es voran.
Mit der Verschlüsselung im Web geht es voran. (Bild: Sean MacEntee/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 2.0)

Das erste volle Jahr als Certificate Authority im Produktivbetrieb ist abgeschlossen - und Let's Encrypt ist zufrieden mit dem erzielten Fortschritt. Habe man Anfang des Jahres etwa 240.000 aktive Zertifikate verwaltet, seien es Ende des Jahres bereits etwa 20 Millionen gewesen, heißt es in einem Blogpost.

  • Prozentzahl der über HTTPS geladenen Webseiten in Mozilla Firefox (Screenshot: Golem.de)
  • Von Let's Encrypt ausgestellte Zertifikate (Screenshot: Golem.de)
Von Let's Encrypt ausgestellte Zertifikate (Screenshot: Golem.de)
Stellenmarkt
  1. HUK-COBURG Versicherungsgruppe, Coburg
  2. Kommunaler Versorgungsverband Baden-Württemberg, Karlsruhe

Im Laufe des Jahres wurde das Root-Zertifikat von Let's Encrypt von Mozilla, Apple und Google in den Zertifikatsspeicher der entsprechenden Browser aufgenommen. Man sei außerdem "kurz davor", die Aufnahme in ein weiteres "großes Root-Programm" bekanntzugeben. Damit ist die Initiative weniger abhängig von dem Cross-Signing des Root-Zertifikats durch Identtrust.

Ein Standard für freie Zertifikate

Let's Encrypt ist derzeit dabei, das ACME-Protokoll zur Erstellung und Verwaltung von Zertifikaten durch die IETF standardisieren zu lassen. Dieser Prozess soll mit Hilfe der IETF-ACME-Arbeitsgruppe im zweiten Quartal 2017 in einem finalen Dokument münden. Man freue sich, dass der Anteil verschlüsselter Verbindungen im Firefox-Browser im vergangenen Jahr auf knapp 50 Prozent angestiegen sei.

Im Laufe des Jahres wurde die Belegschaft der Internet Security Research Group (ISRG), der Organisation hinter Let's Encrypt, von vier auf neun Vollzeitstellen vergrößert. Im Betrieb kam es aber auch zu Fehlern, so habe es mehrfach Ausfälle gegeben, die vor allem auf Probleme mit den rapide anwachsenden Datenbanken zurückzuführen seien. Außerdem gab es ein Problem beim Mailversand, wobei zahlreiche E-Mail-Adressen von Let's-Encrypt-Nutzern versehentlich geleakt wurden. Es gab auch einen Markenrechtsstreit mit Comodo, den Let's Encrypt aber für sich entscheiden konnte.

Einen großen Anteil an dem rapiden Wachstum neuer Zertifikate dürfte die Kooperation mit großen Hostern in den USA und mit Anbietern wie Wordpress haben, die die Nutzung von verschlüsselten Verbindungen automatisch und ohne weitere Kosten anbieten. Symantec hatte im vergangenen Jahr ebenfalls ein Programm für kostenfreie Zertifikate aufgelegt, das Hoster aber nur vermarkten können, wenn sie sich auf Sales-Verpflichtungen einlassen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 22,99€
  2. 5,29€
  3. 16,99€

Xiut 09. Jan 2017

Sorry, aber du hast wohl kein gutes Leseverständnis... Ich habe sogar geschrieben "ich...

SJ 09. Jan 2017

Du kannst dir eine Domain besorgen. Die macht einen CName auf deine DynDNS Adresse und...

Gonzales 09. Jan 2017

..ging's dann nach oben, als die Diskussion um StartCom und WoSign für diese CAs...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /