Verschlüsselung: Google schmeißt Symantec aus Chrome raus

Wer ein von Symantec ausgestelltes Zertifikat hat, sollte überprüfen, wie lange es noch funktioniert. Zahlreiche Altfälle werden bis April 2018 entsorgt, spätestens im Oktober nächsten Jahres ist dann bei Chrome-Nutzern Schluss für alle Symantec-Zertifikate.

Artikel veröffentlicht am ,
Zertifikate von Symantec werden nicht mehr lange akzeptiert - zumindest in Chrome.
Zertifikate von Symantec werden nicht mehr lange akzeptiert - zumindest in Chrome. (Bild: AfP/Getty Images)

Google hat angekündigt, den Zertifikaten von Symantecs Zertifikatsstelle (CA) künftig nicht mehr vertrauen zu wollen. Die Maßnahme war bereits länger diskutiert worden und wurde jetzt öffentlich gemacht.

Stellenmarkt
  1. Senior IT-Architect Datensicherung (m/w/d)
    BWI GmbH, deutschlandweit
  2. (Junior) Backend Developer (m/w/d) C# / DevOps
    ecovium GmbH, Neustadt am Rübenberge
Detailsuche

Betroffen sind Zertifikate, die vor dem 1. Juni 2016 ausgestellt wurden. Die Änderung soll erstmals mit dem Release von Chrome in der Version 66 am 17. April 2018 wirksam werden. Am 1. Dezember 2017 wird Symantec im Rahmen des Verkaufs der eigenen Zertifikatsstelle alle Operationen an Digicert übertragen. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Zertifikate mehr akzeptiert, die von Symantecs alter Infrastruktur ausgestellt werden.

Symantes gesamte Infrastruktur wird aus Chrome entfernt

Ab der Chrome-Version 70 schließlich soll Symantecs gesamte alte Infrastruktur aus dem Truststore entfernt werden. Damit soll allen Zertifikaten das Vertrauen entzogen werden, die sich auf Symantec-Root-Zertifikate beziehen. Nur eine "kleine Anzahl" von Zertifikatsstellen mit unabhängigen Audits soll von dieser Maßnahme ausgenommen werden. Chrome 70 wird vermutlich um den 23. Oktober 2018 herum vorgestellt.

Aktuell ausgestellte Zertifikate von Symantec werden eine maximale Lebensdauer von 13 Monaten haben. Die im Oktober dieses Jahres fällige Version von Chrome (62) wird in den Developer-Werkzeugen darauf hinweisen, wenn Zertifikate von den Maßnahmen betroffen sind.

Golem Akademie
  1. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    , Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    09./10.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Symantec betreibt unter den Markennamen Thawte, Verisign, Equifax, Geotrust und Rapidssl Zertifizierungsstellen. In der Vergangenheit hatte es zwischen Symantec und Google immer wieder Streit um fälschlicherweise ausgestellte Zertifikate gegeben. Weil Symantec damit gegen die Bestimmungen des CA/Browser-Forums verstoßen hat, hatte Google immer wieder mit drastischen Schritten gedroht.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


My1 21. Sep 2017

ähm dir ist schon klar dass auch DV eine gewisse prüfung (der kontrolle über die domain...

Proctrap 13. Sep 2017

Rate mal wer nicht (mehr) ? Ne, falsch, Google. https://de.wikipedia.org/wiki...

My1 12. Sep 2017

Das aufkaufen der ca sehe ich nicht als das kernproblem, das die ca mehrere namen führt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Heimkino und Hi-Fi
Onkyo meldet Konkurs an

Onkyo hat beim Bezirksgericht Osaka Konkurs angemeldet. Ob das überschuldete Unternehmen gerettet werden kann, ist ungewiss.

Heimkino und Hi-Fi: Onkyo meldet Konkurs an
Artikel
  1. Flughafen BER: Drohne über Teslas Gigafactory behindert Flugverkehr
    Flughafen BER
    Drohne über Teslas Gigafactory behindert Flugverkehr

    Über dem Gelände der Gigafactory Berlin ist es zu einem Zwischenfall mit einer Drohne und einem Passagierflugzeug gekommen.

  2. Mission USB Cable: Neues Apple-TV-Netzteil mit Akku ersetzt Stromkabel
    Mission USB Cable
    Neues Apple-TV-Netzteil mit Akku ersetzt Stromkabel

    Das Apple TV kann mit dem Mission USB Cable ohne eigenes Stromkabel betrieben werden. Im neuen Netzteil steckt ein Akku, der über USB geladen wird.

  3. DVB-T2: Telefónica will schnell an Spektrum des Antennenfernsehens
    DVB-T2
    Telefónica will schnell an Spektrum des Antennenfernsehens

    Auf der nächsten Weltfunkkonferenz sollten alle offen für Neues sein, fordert die Cheflobbyistin von Telefonica Deutschland. Was sie wirklich meint, wird in einem Positionspapier deutlicher.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Gaming-Monitore mit bis zu 400€ Rabatt • Jubiläumsangebote bei MediaMarkt • MSI Optix MAG342CQR ab 389,90€ • MindStar (u. a. AMD Ryzen 7 5700X 269€, AMD Ryzen 9 5950X 509€ und LC-Power LC-M35-UWQHD-120-C 339€) [Werbung]
    •  /