Abo
  • Services:
Anzeige
GnuPG-Entwickler Werner Koch dürfte künftig weniger Finanzsorgen haben.
GnuPG-Entwickler Werner Koch dürfte künftig weniger Finanzsorgen haben. (Bild: Philippe Teuwen, flickr, CC by-sa 2.0)

Verschlüsselung: GnuPG braucht Geld - und bekommt es

GnuPG-Entwickler Werner Koch dürfte künftig weniger Finanzsorgen haben.
GnuPG-Entwickler Werner Koch dürfte künftig weniger Finanzsorgen haben. (Bild: Philippe Teuwen, flickr, CC by-sa 2.0)

Ein Artikel über die schwierige Finanzsituation von GnuPG-Entwickler Werner Koch hat zu hohen Spenden für das Projekt geführt. Auch Facebook und der Zahlungsdienstleister Stripe erklärten wenige Stunden später, sie würden die Entwicklung mit je 50.000 US-Dollar pro Jahr unterstützen.

Anzeige

Wer E-Mails verschlüsselt, nutzt heute dafür in aller Regel GnuPG. Ein Projekt, das überwiegend von einer einzigen Person entwickelt wird - dem Softwareentwickler Werner Koch. Ein Artikel auf der Webseite Propublica erklärt, wie schwierig die finanzielle Situation des Projekts ist.

Koch wollte 2013 aufgeben

Offenbar stand Koch 2013 schon kurz davor, die Entwicklung von GnuPG aufzugeben. Doch dann sorgten die Snowden-Enthüllungen dafür, dass er an der Entwicklung festhielt. Finanziell war die Lage von GnuPG weiterhin schwierig. Im Dezember vergangenen Jahres startete Koch eine Spendenkampagne auf dem Crowdfundingportal Goteo. Die brachte 36.732 Euro ein. Koch hatte auf 120.000 Euro gehofft, um sich selbst ein akzeptables Gehalt zu zahlen und eine weitere Person zur Weiterentwicklung einzustellen. In früheren Jahren hatte Koch teilweise Geld von der Bundesregierung zur Weiterentwicklung von GnuPG erhalten, allerdings immer nur für begrenzte Zeiträume.

Die wichtigste Verschlüsselungslösung für E-Mails - nicht finanzierbar? Das schien einige Leute bewegt zu haben. In den Stunden nach der Veröffentlichung des Artikels stieg das Spendenbarometer auf der GnuPG-Webseite rapide an, die erhofften 120.000 Euro waren alleine schon dadurch erreicht. Der Zahlungsdienstleister Stripe und Facebook kündigten an, künftig 50.000 Dollar pro Jahr in die Entwicklung von GnuPG zu investieren. Die Linux Foundation hatte offenbar schon am 28. Januar beschlossen, die Entwicklung von GnuPG mit 60.000 US-Dollar ebenfalls zu unterstützen.

Im Vergleich zu den Summen, die in der IT-Industrie umgesetzt werden, sind das immer noch geringe Beträge. Doch zumindest in naher Zukunft dürften sich damit die Finanzsorgen von Werner Koch erledigt haben.

GnuPG wichtig für E-Mails und Paketsignaturen

Auch wenn die Nutzerzahlen von GnuPG-basierten Mailverschlüsselungsanwendungen trotz aller Cryptopartys weiterhin gering bleiben, ist das Projekt für die IT-Sicherheits-Community enorm wichtig. Die Kommunikation über kritische Bugs findet häufig mittels verschlüsselter Mails statt. Viele Linux-Distributionen nutzen GnuPG, um Pakete zu signieren und nach dem Download automatisch zu prüfen.

Die Geschichte von GnuPG erinnert in vielen Punkten an die Entwicklung bei OpenSSL. Erst nach dem Heartbleed-Bug wurde in größerem Maße bekannt, dass das Projekt von wenigen Personen getragen wird, die kaum Geld damit verdienten. In Folge dieser Diskussion entschied sich eine Reihe von großen IT-Firmen, unter dem Dach der Linux Foundation die Core Infrastructure Initiative zu gründen, die freie Projekte, die für die Sicherheit des Internets zentral sind, unterstützt. OpenSSL konnte daraufhin mehrere neue Entwickler einstellen.


eye home zur Startseite
Schnarchnase 12. Feb 2015

Im Grunde genommen scheinst du das BGE nicht anders zu sehen als ich, du wirfst nur...

DerVorhangZuUnd... 10. Feb 2015

Ich meinte damit, dass man vieles Geheim hält und den Bürgern die das Ganze immerhin...

zilti 08. Feb 2015

https://emailselfdefense.fsf.org/de/ Ist mal ein guter Anfang.

KritikerKritiker 07. Feb 2015

Ergebnis: selbsterklärend: Klassifizierung: in diesem Fall Einordnung der...

KritikerKritiker 07. Feb 2015

Ich finde, dass Leute die Ihre Zeit einer Sache derartig widmen einen sehr wichtigen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf
  2. BSH Hausgeräte GmbH, Traunreut
  3. Wilken Neutrasoft GmbH, Greven bei Münster
  4. Schwarz Zentrale Dienste KG, Neckarsulm


Anzeige
Hardware-Angebote

Folgen Sie uns
       


  1. Sackgasse

    EU-Industriekommissarin sieht Diesel am Ende

  2. Riesenbestellung

    Uber will mit 24.000 Volvo autonom Taxi fahren

  3. SuperSignal

    Vodafone Deutschland schaltet Smart-Cells ab

  4. Top Gun 3D

    Mit VR-Headset kostenlos ins Kino

  5. Übernahme

    Marvell kauft Cavium für 6 Milliarden US-Dollar

  6. Wilhelm.tel

    Weiterer Kabelnetzbetreiber schaltet Analog-TV ab

  7. Grafiktreiber

    AMDs Display-Code in Linux-Kernel aufgenommen

  8. Oneplus 5T im Test

    Praktische Änderungen ohne Preiserhöhung

  9. Vito, Sprinter, Citan

    Mercedes bringt Lieferwagen als Elektrofahrzeuge heraus

  10. JoltandBleed

    Oracle veröffentlicht Notfallpatch für Universitäts-Software



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Smartphoneversicherungen im Überblick: Teuer und meistens überflüssig
Smartphoneversicherungen im Überblick
Teuer und meistens überflüssig
  1. Winphone 5.0 Trekstor will es nochmal mit Windows 10 Mobile versuchen
  2. Librem 5 Das freie Linux-Smartphone ist finanziert
  3. Aquaris-V- und U2-Reihe BQ stellt neue Smartphones ab 180 Euro vor

Erneuerbare Energien: Siemens leitet die neue Steinzeit ein
Erneuerbare Energien
Siemens leitet die neue Steinzeit ein
  1. Siemens und Schunk Akkufahrzeuge werden mit 600 bis 1.000 Kilowatt aufgeladen
  2. Parkplatz-Erkennung Bosch und Siemens scheitern mit Pilotprojekten

Cubesats: Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
Cubesats
Startup steuert riesigen Satellitenschwarm von Berlin aus
  1. Arkyd-6 Planetary Resources startet bald ein neues Weltraumteleskop
  2. SAEx Internet-Seekabel für Südatlantikinsel St. Helena
  3. Sputnik Piep, piep, kleiner Satellit

  1. Re: Für den Kurs...

    knoxxi | 07:35

  2. Re: Fährt der E-Golf auch ohne die 148...

    ArcherV | 07:31

  3. Re: Spionage/Privacy

    Memo99 | 07:30

  4. Re: mit 136 PS nur 155 Km/h?

    ArcherV | 07:30

  5. Re: Bundeskanzlerin Frau Dr. Weidel

    Noppen | 07:29


  1. 07:38

  2. 07:10

  3. 17:26

  4. 17:02

  5. 16:21

  6. 15:59

  7. 15:28

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel