Abo
  • Services:
Anzeige
2013 gab es viele schlechte Nachrichten zur Verschlüsselung.
2013 gab es viele schlechte Nachrichten zur Verschlüsselung. (Bild: CCC/Piraten)

Schlüssel per Smartphone aushorchen

Anzeige

Als erschreckend, aber durchaus realistisch und ausbaufähig schätzen Heiniger, Lange und Bernstein den akustischen Angriff GnuPG ein. Über das Mikrofon eines etwa in einem Radius von 30 Zentimetern entfernt liegenden Smartphones ließ sich ein bis zu 4.096 Bit langer RSA-Schlüssel abfangen. Für den Angriff zeichneten israelische Forscher das unvermeidbare Vibrieren der Elektronik auf, die für Menschen nicht vernehmbar sind.

Den Zeitpunkt, an dem die Forscher in den Aufnahmen nach Mustern suchten, bestimmten sie selbst, indem sie an den Rechner des Opfers regelmäßig die gleiche verschlüsselte E-Mail verschickten. Damit ist RSA aber nicht geknackt. Entwickler der dabei verwendeten Software GnuPG haben bereits reagiert und die Verschlüsselungssoftware so umgeschrieben, dass sie mit sich ständig verändernden Algorithmen arbeitet und so ein wiederkehrendes Vibrieren der Hardware verhindern soll. Die Entwickler von GnuPG haben das in der neuen Version 1.4.16 bereits berücksichtigt. GnuPG 2.x und Gpg4win sind laut den Programmierern durch Verwendung einer anderen RSA-Bibliothek ohnehin nicht von dem Problem betroffen.

Schwache Dementis

Zum Schluss zerlegten Heiniger, Lange und Bernstein das Schlusswort zum Thema Verschlüsselung in dem von US-Präsident Barack Obama in Auftrag gegebenen Bericht zum NSA-Skandal. Die Kommission, heißt es da, habe keine Hinweise, dass die US-Regierung Schwachstellen in kommerzielle Software habe einbauen lassen, die ausländischen Regierungen und kriminellen Hackern den Zugriff auf verschlüsselte Nutzerdaten ermögliche. Im Umkehrschluss, so die drei Experten, schließe das jedoch nicht aus, dass die US-Regierung Nutzerdaten entschlüsseln könne. "Ferner scheint es so, dass in der meisten weitverbreiteten Verschlüsselungssoftware keine Schwachstelle oder Backdoor ist, über die sich die US-Regierung oder jemand anders unberechtigten Zugang zu Nutzerdaten verschaffen kann", heißt es weiter in dem Bericht. Ein eindeutiges Dementi sehe anders aus, sagten Heiniger, Lange und Bernstein.

Zuvor war schon aufgefallen, dass es in dem Anhang über Verschlüsselung keinerlei Hinweise auf Dual_EC_DRBG gibt. Heiniger, Lange und Bernstein weisen auf einen Patentantrag vom August 2007 zu dem umstrittenen Zufallszahlengenerator hin. Dort wird die Schwachstelle sogar explizit erwähnt. Die Hinweise seien von Anfang an dagewesen, sagten die drei Kryptoexperten. Es habe nur niemand hingesehen.

Heiniger, Lange und Bernstein kommen trotz der zahlreichen schlechten Nachrichten 2013 zu dem Schluss, dass Verschlüsselung noch weitgehend sicher ist. Einen Überblick, welche Kryptographie noch funktioniert, bietet ein ausführlicher Artikel von Hanno Böck auf Golem.de.

 Die elektronischen Hintertüren der NSA

eye home zur Startseite
chris m. 04. Jan 2014

ich habs einfach so gelesen :D

chris m. 04. Jan 2014

die kryptokatzlypse

Julius Csar 03. Jan 2014

Bei mir hängt es nach Betreten der Seite ebenfalls für eine kurze Zeit (beim Browser...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, Blomberg
  2. über Nash Direct GmbH, Südschwarzwald
  3. Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, Köln, Bochum
  4. Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG), Bad Nenndorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Echo Dot für 34,99€ statt 59,99€)
  2. für 79,99€ statt 119,99€
  3. für 49,99€ statt 69,99€

Folgen Sie uns
       


  1. FixFifa

    Fans von Fifa 18 drohen mit Boykott

  2. Samsung

    Erste Details zum Galaxy S9

  3. Cyber Monday

    Streiks an drei Amazon-Standorten

  4. Echo Show vs. Fire HD 10 im Test

    Alexa, zeig's mir!

  5. Apple

    Teure Lederhülle für iPhone X deckt Mikrofon ab

  6. Notruf

    Siri ruft unnötig die Feuerwehr

  7. Netzneutralität

    US-Behörde FCC will Internetprovidern alles erlauben

  8. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  9. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  10. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
Fire TV (2017) im Test
Das Streaminggerät, das kaum einer braucht
  1. Neuer Fire TV Amazons Streaming-Gerät bietet HDR für 80 Euro
  2. Streaming Update für Fire TV bringt Lupenfunktion
  3. Streaming Amazon will Fire TV und Echo Dot vereinen

Oneplus 5T im Test: Praktische Änderungen ohne Preiserhöhung
Oneplus 5T im Test
Praktische Änderungen ohne Preiserhöhung
  1. Smartphone Neues Oneplus 5T kostet weiterhin 500 Euro
  2. Sicherheitsrisiko Oneplus-Smartphones kommen mit eingebautem Root-Zugang
  3. Smartphone-Hersteller Oneplus will Datensammlung einschränken

Universal Paperclips: Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
Universal Paperclips
Mit ein paar Sexdezillionen Büroklammern die Welt erobern
  1. Disney Marvel Heroes wird geschlossen
  2. Starcraft 2 Blizzard lästert über Pay-to-Win in Star Wars Battlefront 2
  3. Free to Play World of Tanks bringt pro Nutzer und Monat 3,30 Dollar ein

  1. Re: Steht auf meiner Weihnachtswunschliste.

    Markus08 | 10:28

  2. Re: Generelles Problem

    DarkWildcard | 10:28

  3. Re: Mehr als 640 Kilobyte Speicher braucht kein...

    neocron | 10:27

  4. Re: Lootboxen der 90er und 2000er

    daviedave | 10:27

  5. Re: komisch demokratie

    Menplant | 10:26


  1. 10:39

  2. 10:30

  3. 10:20

  4. 08:55

  5. 07:41

  6. 07:30

  7. 07:12

  8. 17:45


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel