Verschlüsselter Chat: Open-Source-App Cryptocat für iOS erhältlich
Ab sofort sind Chats mit der Open-Source-Software Cryptocat(öffnet im neuen Fenster) auch auf dem iPhone möglich. Entwickler Nadim Kobeissi teilte in seinem Blog mit(öffnet im neuen Fenster) , dass Apple das Programm zugelassen habe. Noch im Dezember 2013 hatte Apple die Veröffentlichung abgelehnt . Die Gründe dafür waren wegen einer Geheimhaltungsvereinbarung nicht bekannt.
The Verge sagte Kobeissi(öffnet im neuen Fenster) , dass die Probleme mit dem App Store jetzt aus der Welt geschaffen seien. Bei den Gesprächen sei Apple sehr verständnisvoll und freundlich gewesen. Außerdem habe er Hilfe von der Electronic Frontier Foundation erhalten. Näheres könne er wegen der Vereinbarung aber nicht sagen.
Im Sommer des vergangenen Jahres war bekanntgeworden , dass sich die mit Cryptocat erzeugten privaten Schlüssel durch ein Tool leicht knacken ließen. Dafür war ein Bug im Gruppenchat des Programms verantwortlich. Kobeissi gab sich auf der anschließenden Sigint 2013 in Köln zerknirscht, kündigte aber an, das Chatsystem weiterentwickeln zu wollen.
Wenige Monate später kündigte er die Programmversionen für iPhone und Android an. Vor der Veröffentlichung in Apples App Store wurde Experten und der Sicherheitscommunity zehn Tage Zeit gegeben, sich den Code auf mögliche Fehler hin anzuschauen. Trotzdem schaffte es die iOS-Version nicht in den Store.
Cryptocat will keine privaten Daten
Cryptocat benötigt keine Klarnamen oder E-Mail-Adressen. Ein ausgedachter Name reicht, um das Programm nutzen zu können. Außerdem gibt es keine Kontaktlisten. Das Programm lege laut Kobeissi auch keine Chatverläufe oder andere Log-Files an, so dass Gespräche nicht nachverfolgt werden können.
Cryptocat gibt es neben iOS auch als Browsererweiterung für Chrome, Firefox und Safari. Außerdem ist eine native App für Mac OS X verfügbar. Eine Android-App wird von Kobeissi derzeit entwickelt. Cryptocat verwendet das Off-the-Record Messaging-Protokoll (OTR) für verschlüsselte Chats.
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