Abo
  • Services:

Verschlüsselte Kommunikation: Vodafone stellt Secure E-Mail ein

Einfache Lösungen für verschlüsselte Kommunikation gibt es viele - Vodafone konnte sich bei Firmenkunden offenbar nicht mit seinem Dienst Secure E-Mail durchsetzen - das Angebot wird eingestellt. Zunächst gab es widersprüchliche Angaben zur Verschlüsselung.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafones neuer E-Mail-Dienst Secure-E-Mail verwendet offenbar selbstgebaute Kryptolösungen.
Vodafones neuer E-Mail-Dienst Secure-E-Mail verwendet offenbar selbstgebaute Kryptolösungen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Vodafone stellt den Dienst Secure E-Mail zum 31.03.2017 ein, wie das Unternehmen in einer Mail an Kunden bekannt gegeben hat, die Golem.de vorliegt. Bestehende Kunden können den Dienst bis dahin wie gewohnt nutzen, aber keinen neuen Nutzerkonten mehr anlegen.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Württembergische Krankenversicherung AG, Stuttgart

Mit Secure E-Mail wollte Vodafone eine einfache Möglichkeit zum Austausch verschlüsselter Nachrichten bieten. Das Angebot richtet sich vor allem an Firmenkunden und wurde vor rund einem Jahr gestartet. Auf Nachfrage von Golem.de zu Details der verwendeten Verschlüsselungsverfahren hatte ein von Vodafone mit der Umsetzung beauftragtes Unternehmen zunächst grob falsche Angaben gemacht, die später korrigiert wurden.

Alle Daten werden gelöscht

In der Mail an die Kunden schreibt Vodafone: "Zum 01.04.2017 werden alle Vodafone Secure E-Mail Accounts und die dahinterliegenden persönlichen Daten in vollem Umfang von unseren Servern gelöscht. Dazu gehören alle Texte, Anhänge, ihre persönlichen und verschlüsselten Passwörter sowie jegliche Metadaten. Bitte stellen Sie daher sicher, dass Sie bis zu diesem Zeitpunkt alle noch benötigten Daten lokal auf Ihrem System gespeichert haben. Jegliche Vodafone Secure E-Mail Software wie App und Microsoft Outlook Add-In, ist ab dem 01.04.2017 nicht mehr nutzbar und kann von Ihren Geräten gelöscht werden."

Die Entscheidung sei "Im Rahmen einer Anpassung unseres Produktportfolios für Firmenkunden" getroffen worden. Secure E-Mail setzt nicht auf etablierte Verfahren wie PGP oder S/MIME, sondern eine eigene Lösung auf Basis von der Kryptobibliothek Bouncy Castle. Damit ist das Produkt mit gängigen Lösungen inkompatibel, was zu der Einstellung beigetragen haben dürfte.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 72,99€
  2. (aktuell u. a. Samsung 860 Evo 500-GB-SSD 119€, externer DVD-Brenner 25€, 2-TB-HDD extern 66€)
  3. 99,99€

Cok3.Zer0 31. Dez 2016

Verschlüsselt ja, sicher nein. Es muss nur sicher aussehen bzw. zertifiziert sein.


Folgen Sie uns
       


Hackerangriff auf die Bundesregierung - Interview

Golem.de-Security-Redakteur Hauke Gierow klärt über den Hackerangriff auf die Bundesregierung auf.

Hackerangriff auf die Bundesregierung - Interview Video aufrufen
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

Underworld Ascendant angespielt: Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge
Underworld Ascendant angespielt
Unterirdische Freiheit mit kaputter Klinge

Wir sollen unser Können aus dem bahnbrechenden Ultima Underworld verlernen: Beim Anspielen des Nachfolgers Underworld Ascendant hat Golem.de absichtlich ein kaputtes Schwert bekommen - und trotzdem Spaß.
Von Peter Steinlechner

  1. Otherside Entertainment Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

Filmkritik Ready Player One: Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke
Filmkritik Ready Player One
Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Steven Spielbergs Ready Player One ist eine Buchadaption - und die Videospielverfilmung schlechthin. Das liegt nicht nur an prominenten Statisten wie Duke Nukem und Chun-Li. Neben Action und Popkulturreferenzen steht im Mittelpunkt ein Konflikt zwischen leidenschaftlichen Gamern und gierigem Branchenriesen. Etwas Technologieskepsis und Nostalgiekritik hätten der Handlung jedoch gutgetan.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Filmkritik Tomb Raider Starke Lara, schwacher Film
  2. Filmkritik Auslöschung Wenn die Erde außerirdisch wird
  3. Vorschau Kinofilme 2018 Lara, Han und Player One

    •  /