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Versatel: United Internet kauft Glasfasernetz für 586 Millionen Euro

United Internet (1&1) kauft das Glasfasernetz Versatel und sieht sich damit als zweitgrößter Betreiber nach der Deutschen Telekom. Nun sollen 145 Millionen Euro in den Netzausbau investiert werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Versatel-Zentrale in Düsseldorf
Versatel-Zentrale in Düsseldorf (Bild: Versatel)

United Internet übernimmt den Glasfasernetzbetreiber Versatel komplett. Das gab das Unternehmen am 3. September 2014 bekannt. Seit November 2012 hält United Internet bereits 25,1 Prozent Anteile an dem Glasfasernetzbetreiber, wobei Kohlberg Kravis Roberts (KKR) der größte Aktionär von Versatel blieb.

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Nun kaufte der Provider die ausstehenden 74,9 Prozent von dem Investor KKR für 586 Millionen Euro durch die Komplettübernahme der Versatel-Obergesellschaft Victorianfibre in Düsseldorf. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Kauf noch zustimmen.

Zudem müssen Schulden in Höhe von 361 Millionen Euro aus neuen Krediten abgelöst werden. "Das heutige Versatel-Management hat in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und mit KKR in den vergangenen Jahren ein profitables Unternehmen entwickelt. United Internet hat die positive Unternehmensentwicklung im Beirat der Gesellschaft begleitet", erklärte United Internet. Für 2014 erwartet Versatel Umsätze in Höhe von circa 548 Millionen Euro nach 547 Millionen Euro im Vorjahr und ein EBITDA von rund 164 Millionen Euro. Im Vorjahr lag das EBITDA bei 155 Millionen Euro.

Mit der Übernahme von Versatel erhalte United Internet Zugriff auf das mit rund 37.000 km Länge zweitgrößte deutsche Glasfasernetz, berichtet das Unternehmen. Es sei in 226 Städten verfügbar, darunter 19 der 25 größten deutschen Städte. An das Versatel-Glasfasernetz seien über 5.000 Standorte von Firmen und Institutionen direkt angeschlossen. Zudem betreibe Versatel rund 440.000 ADSL- und SDSL-Anschlüsse, wodurch die Anzahl der DSL-Kunden in der United-Internet-Gruppe auf insgesamt 4,12 Millionen steige. Das Versatel-Management werde das Unternehmen weiterhin eigenständig führen. Die Marke Versatel bleibe erhalten und der Geschäftskundenbereich soll weiter ausgebaut werden. Zusätzlich sollen Firmenkunden zukünftig auch über die zu United Internet gehörende Marke 1&1 gewonnen werden.

Durch von Versatel produzierte DSL-Vorleistungen will United Internet jährlich bis zu 55 Millionen Euro einsparen. Die dafür bis 2019 vorgesehenen Investitionen für den Ausbau der Versatel-DSL-Infrastruktur sollen ungefähr 145 Millionen Euro betragen.

Versatel war aus einem Zusammenschluss von 21 Stadtnetzbetreibern entstanden. Der Finanzinvestor KKR hatte über seine Tochter Victorianfibre das Unternehmen für rund 300 Millionen Euro von den Großaktionären von Versatel, der Apax-Tochter Vienna II, Cyrte Investments und United Internet gekauft. Versatel wurde mit der Übernahme "Netzwerkpartner für Groß- und Geschäftskunden" und bot Internetzugänge an Privatkunden nur noch über Weiterverkäufer (Wholesale-Geschäft) an.

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Koto 03. Sep 2014

Na ja wobei nach dem Oligopol oft auch das Monopol kommt.

M.P. 03. Sep 2014

"Größter Eigentümer von verlegten Glasfaserkabeln (Glasfaserstraßen-Kilometer, diese...


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