Versagen des Autopiloten: Verletzte Polizisten wollen von Tesla 20 Millionen US-Dollar

Fünf Polizisten, die bei einem Unfall mit einem Tesla verletzt wurden, dessen Autopilot sich wohl vom Blaulicht ablenken ließ, verklagen den Hersteller.

Artikel veröffentlicht am ,
Streifenwagen mit Warnleuchten (Symbolfoto)
Streifenwagen mit Warnleuchten (Symbolfoto) (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Das Assistenzsystem Tesla Autopilot ist durch das Blaulicht von US-Streifenwagen offenbar verwirrt worden und rammte Fahrzeuge der Polizei, so dass es auch zu Verletzten kam. Fünf verletzte Polizisten wollen nun Schmerzensgeld von Tesla. Dabei geht es um insgesamt 20 Millionen US-Dollar.

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Im Februar 2021 geschah auf einem Highway in Texas ein Unglück. Ein Model X mit aktiviertem Autopiloten fuhr in eine Gruppe aus mehreren Polizisten und einem Schäferhund sowie zwei Polizeifahrzeugen. Fünf Polizisten wurden schwer verletzt. Der Fahrer war während der Fahrt angetrunken und auch die Restaurantkette, die ihm weiter Alkohol verkaufte, wurde verklagt.

Die Beamten wollen Tesla zur Rechenschaft ziehen und dazu zwingen, die "bekannten Mängel seines Autopiloten und seines Systems zur Kollisionsvermeidung öffentlich zu machen und unverzüglich zu korrigieren, insbesondere was die Sicherheit der Rettungskräfte betrifft", heißt es in der Klageschrift.

Geht Tesla absichtlich hohe Risiken ein?

Die Vorwürfe aus der Klageschrift sind drastisch: "Tesla betreibt systematischen Betrug, um den Tesla-Aktienkurs in die Höhe zu treiben und mehr Autos zu verkaufen, und verschweigt dabei Angaben, die den Fahrern sagen, dass man sich nicht auf das System verlassen kann. Tesla weiß, dass Tesla-Fahrer auf diese Behauptungen hören und glauben, ihre Fahrzeuge seien in der Lage, sich selbst zu steuern, was zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen kann."

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Ende September 2021 wurde bekannt, dass Tesla sein Softwarepaket für autonomes Fahren prinzipiell für alle US-Nutzer freischalten wird. Mit der Installation der Software-Version 2021.32.22 werde die Aktivierung des Full Self-Driving (FSD) Beta möglich, berichteten US-Medien unter Berufung auf Tesla-Fahrer. Allerdings wird die Funktion erst nach einem Sicherheitscheck freigeschaltet. Zudem ist der Modus vorerst nur in den USA verfügbar.

Tesla warnte davor, die Beta achtlos einzusetzen: "Verwenden Sie Full Self-Driving im eingeschränkten Beta nur, wenn Sie ständig auf die Straße achten und bereit sind, sofort zu handeln, insbesondere in unübersichtlichen Kurven, beim Überqueren von Kreuzungen und in engen Fahrsituationen."

Insane Mode - Die Tesla-Story: Wie Elon Musk die Automobilbranche auf den Kopf gestellt hat und stellen wird

Teslas erkennen jetzt Rundumleuchten

Die Software für Teslas Assistenzsystem Autopilot wurde erst Ende September 2021 um eine Funktion ergänzt, die Rundumleuchten von Einsatzfahrzeugen beispielsweise von Polizei und Feuerwehr erkennt und darauf reagieren kann.

Tesla schreibt in den Release Notes zum Software-Update 2021.24.12 für das Model 3 und Model Y:

"Wenn das Model3/ModelY bei der Verwendung von Autosteer bei Nacht auf einer Straße mit hoher Geschwindigkeit die Lichter eines Einsatzfahrzeugs erkennt, wird die Fahrgeschwindigkeit automatisch reduziert, und auf dem Touchscreen wird eine Meldung angezeigt, die Sie über die Verlangsamung informiert."

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desaboya 02. Okt 2021

Wieso sollte man einen Autopiloten nicht Autopiloten nennen?

desaboya 02. Okt 2021

Ich habe auch schon Zeitung lesende LKW Fahrer gesehen. Google liefert dir da auch...

desaboya 02. Okt 2021

AP ist für Level 2 freigegeben. Der Fahrer muss also jederzeit tatsächliche Kontrolle...

Kadjus 30. Sep 2021

Das stimmt, aber das schützt aber immer noch nicht vor falsch interpretierten Signalen...



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