Verringert Firmware Druckqualität?: Brother bestreitet Vorgehen gegen Fremd-Toner
Brother bestreitet, dass nach Firmware-Updates bewusst Funktionen von Laserdruckern deaktiviert würden. Das berichtete Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) mit Verweis auf eine Stellungnahme Brothers. In dieser Woche war der Vorwurf aufgekommen, dass Brother bereits seit Jahren gegen den Einsatz von Tonern von Drittanbietern vorgehe .
Ausgelöst wurde die Debatte durch ein Video des Youtubers Louis Rossmann, der sich darin auch auf Aussagen bei Reddit und Hackernews bezieht, in denen Brother-Kunden ihre Erfahrungen schildern. So berichtete ein Nutzer, dass bei seinem Drucker die Funktion zur automatischen Farbregistrierung nicht mehr funktioniert habe, als er Fremd-Toner verwendet habe.
Diese Funktion soll garantieren, dass die jeweiligen Farbschichten präzise übereinander gedruckt werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Ohne die Funktion würde sich die Druckqualität erheblich verringern. Betroffene beklagten, dass der Drucker damit "effektiv nicht funktionsfähig" sei.
Brother widerspricht den Erfahrungen der Kundschaft
Kunden berichteten auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) , dass sie sich an den Support gewandt und dabei erfahren hätten, dass sie den vollen Funktionsumfang des Druckers erst erhielten, wenn sie Originaltoner von Brother nutzten.
In einer Stellungnahme Brothers hieß es: "Wir sind uns der jüngsten falschen Behauptungen bewusst, die besagen, dass ein Brother-Firmware-Update die Verwendung von Tintenpatronen von Drittanbietern eingeschränkt haben könnte." In den geschilderten Fällen ging es um den Einsatz von Tonern. Es ist unklar, warum Brother stattdessen von Tintenpatronen spricht und nichts zum Einsatz von Tonern sagt.
Ergänzend teilte der Hersteller mit: "Brother-Drucker verschlechtern nicht absichtlich die Druckqualität, je nachdem, ob eine Brother-Original- oder eine Nicht-Original-Tinten-/Tonerkassette verwendet wird. Brother kann die Druckqualität nicht überprüfen, die bei der Verwendung eines kompatiblen Produkts eines Drittanbieters mit einem Brother-Drucker erzielt wird."
Brother vermutet ein Missverständnis
Brother erklärte nicht, was das Unternehmen unter einem kompatiblen Fremd-Toner verstehe, und welche Anforderungen dieser erfüllen müsse. Offen ist auch, wie sich der Einsatz von Fremd-Toner auswirkt, der von Brother als nicht-kompatibel spezifiziert wird.
Das Unternehmen äußerte einen Verdacht, wie es zu dem " Missverständnis " gekommen sein könne. Generell empfehle der Hersteller " die Verwendung von Brother-Originaltinte und -toner, um eine optimale Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten ". Bei einer Fehlersuche sei es üblich, dies mit Originaltinte oder Toner zu erledigen. Ein Firmware-Update sei aber " nicht für die Verschlechterung der Qualität oder das Entfernen von Druckerfunktionen verantwortlich ", bekräftigte Brother.