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Vernetzung: Und ewig misst der Sensor

Ihr Bettnachbar schnarcht? Digitale Technik könnte das Problem lösen. Die Messe CES in Las Vegas zeigt, wie stark moderne Sensoren und Chips unseren Alltag verändern - auch wenn das nicht jedem gefällt.

Artikel von Christof Kerkmann/Handelsblatt Online veröffentlicht am
Der Sensor auf dem Nachttisch
Der Sensor auf dem Nachttisch (Bild: Nora)

Auf diese Erfindung haben wohl viele lärmgeplagte Menschen gewartet: Das Startup Nora hat eine Lösung entwickelt, die notorischen Schnarchern zum entspannten Atmen verhelfen soll. Ein Mikrofon auf dem Nachttisch überwacht den Schlaf. Misst es einen zu hohen Lärmpegel, funkt es ein Kissen an, das sich leicht aufbläst und so den Kopf des Schlafenden in eine andere Position legt. Läuft es so, wie das Unternehmen verspricht, sind die Atemwege wieder frei - zum Wohle aller Anwesenden.

Inhalt:
  1. Vernetzung: Und ewig misst der Sensor
  2. Vom smarten Schnuller bis zum spülenden Rauchmelder

Zu sehen ist dieser Schnarchstopper in dieser Woche auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. Die Lösung mag kurios erscheinen, doch sie steht für einen großen Trend in der Technologiebranche: Immer mehr Hersteller bauen Sensoren und Funkchips in ihre Produkte ein - vom Strampler fürs Neugeborene über Überwachungssysteme fürs Zuhause bis hin zum Auto, das bald automatisch durch den Stau navigieren soll.

"Wir leben immer noch in einer analogen Welt, in der wir umgeben sind von digitalen Produkten", sagte Shawn DuBravac, Chefökonom des CES-Veranstalters CTA. Doch das ändere sich: Alles, was noch analog sei, werde in Zukunft digital und vernetzt. "Wir bewegen uns aus einer Welt, in der Sensoren nur für spezielle Anwendungen genutzt werden, in eine Welt der kontinuierlichen Messung.". Auf der CES loten die Aussteller aus, was technisch möglich ist - und vielleicht auch kommerziell sinnvoll.

Billigere Sensoren als Ausgangspunkt für den Trend

Der Trend hat einen Grund, der sich in Dollar und Cent messen lässt: Sensoren werden immer billiger. Ein Beschleunigungssensor, wie er 2007 im ersten iPhone zum Einsatz kam, habe damals sieben Dollar gekostet, heute sei er für weniger als 50 Cent zu haben, sagte DuBravac. "Man kann sie jetzt überall einbauen."

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Erst damit wird beispielsweise ein Strampelanzug denkbar, der anhand der Bewegungen misst, ob das Baby noch atmet. Und erst damit wird ein Fitness-Tracker, der Schritte oder den Pulsschlag misst, zu einem Gerät für die breite Masse. Auch autonome Autos könnten durch diese Entwicklung in den nächsten Jahren erschwinglich werden.

Die Sensoren werden aber nicht nur günstiger, sondern auch leistungsfähiger. So stellte Samsung kurz vor der CES ein System-on-a-Chip vor, das Hauttemperatur, Körperfett und Herzfrequenz messen und gleich verarbeiten kann. Für Hersteller von Fitness-Armbändern und Laufuhren ist das ideal, erste Geräte dürften bereits in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen. Denkbar sind auch Smartphones mit Thermometer und Luftdrucksensor - wenn denn jemand dafür zahlen will.

Vom smarten Schnuller bis zum spülenden Rauchmelder 
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Katsuragi 10. Jan 2016

da fehlt etwas: nutzbar werden sie nämlich durch Big Data nur für Datensammler und...

Nemesis2002 10. Jan 2016

Das war wieder mal ein Ideen-Gedanke der am Ziel vorbei geschossen ist. Kann mich da nur...


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