Vernetztes Fahren: Wie Teslas Notbremssystem einen Unfall verhindert
Ein niederländisches Video(öffnet im neuen Fenster) zeigt in eindrucksvoller Weise die Wirksamkeit von automatischen Notbremssystemen auf der Autobahn. In der 45-sekündigen Aufnahme ist zu sehen, wie ein Tesla auf einer Autobahn hinter zwei dicht aufeinanderfolgenden Autos fährt. Noch bevor der Fahrer die plötzliche Bremsung des ersten Wagens erkennen kann, wird er vom System gewarnt. Während der zweite Wagen auf den ersten auffährt und einen schweren Unfall verursacht, kommt der Tesla durch eine Notbremsung rechtzeitig zum Stehen.
Die Aufnahme vom 27. Dezember 2016 wurde vom niederländischen Tesla-Fahrer Hans Noordsij auf Twitter hochgeladen, wobei er selbst nicht hinter dem Steuer saß. Das Video macht deutlich, dass sensorbasierte Notbremssysteme einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten können. Die von Golem.de getestete Mercedes E-Klasse verfügt ebenfalls über ein wirksames Notbremssystem. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) soll in einem Gutachten die Leistung von Teslas Notbremsassistenten allerdings als zu schwach eingestuft haben.
Nachrüstung von allen Lkw gefordert
Die EU-Kommission sowie die US-Regierung haben in den vergangenen Wochen vor allem das vernetzte Fahren propagiert, um solche Unfälle zu verhindern. Mit Hilfe von Auto-zu-Auto-Kommunikation per WLAN oder Mobilfunk sollen sich die Fahrzeuge gegenseitig vor gefährlichen Situationen warnen.
Das Beispiel zeigt jedoch, dass Fahrzeuge mit Hilfe von Notbremssystemen ebenfalls Auffahrunfälle bei Stau-Enden oder plötzlichen Bremsvorgängen verhindern können. Der Vorteil: Die Autos sind nicht darauf angewiesen, dass vorausfahrende Fahrzeuge mit einer Warntechnik ausgerüstet sind und mit dem Auto kommunizieren können.
Für neue Lkw sind solche Notbremssysteme seit 1. November 2015 bereits Pflicht. Das Bundesverkehrsministerium prüft Medienberichten zufolge(öffnet im neuen Fenster), ob ältere Lkw nachgerüstet werden könnten. Niedersachsen drängt per Bundesratsinitiative(öffnet im neuen Fenster) auf eine EU-weite Nachrüstung solcher Assistenten. Zudem solle die Abstandswarner nicht mehr dauerhaft abgeschaltet werden dürfen.
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