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Das vernetzte Fahren erforderte eine permanente Funkverbindung der Fahrzeuge.
Das vernetzte Fahren erforderte eine permanente Funkverbindung der Fahrzeuge. (Bild: Deutsche Telekom)

LTE-V2V statt 802.11p

Unter dem Begriff LTE-V2V (LTE Vehicle to Vehicle, also Fahrzeug zu Fahrzeug, kurz LTE-V) wurde der bekannte LTE-Standard vom europäischen Normeninstitut ETSI (3GPP) weiterentwickelt. Der Vorteil an LTE-V ist, dass die bestehende Mobilfunkinfrastruktur für LTE-V genutzt werden kann. Es muss lediglich neue Software entwickelt und dazu ausgerollt (aufgebaut) werden. Hier und da müssen noch neue Sendestationen hinzugefügt werden, um die Flächendeckung zu verbessern.

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LTE ist im Großen und Ganzen bereits weltweit verfügbar - zwar noch lange nicht überall flächendeckend, aber der Netzausbau schreitet rapide fort. Damit lässt sich LTE V2V nicht nur für die Fahrzeugsteuerung verwenden. Beispielsweise können digitale Landkarten durch die Fahrzeuge draußen vor Ort aktualisiert werden. Ist irgendwo eine Baustelle, wurde gerade eine neue Straße eröffnet oder gesperrt? Die Karten aktualisieren sich.

LTE hat fast jeder dabei

Entscheidend sind nicht die Daten des einzelnen Fahrers, sondern die Daten in ihrer gesamten Menge. Die hoch aktuellen Karten können anderen Autofahrern wiederum übers Netz zur Verfügung gestellt werden, die Routenplanung kann aktuelle Staus und Verkehrsstörungen berücksichtigen und den besten Weg zu Ziel auswählen. Wollen die Mitfahrer während der Reise einen Film schauen, der an Bord nicht verfügbar ist, kann dieser über normales LTE heruntergeladen werden.

Da künftig LTE in den meisten Fahrzeugen verfügbar sein wird oder schon ist, schlicht, weil es durch Handy, Smartphone und ähnliches schon da ist, und weil der 802.11p-Standard erst neu dazugebaut werden müsste, war es naheliegend, auch die Car2Car-Kommunikation gleich über die LTE-Funktechnik zu realisieren.

Der ETSI-Standard LTE-V2V soll spätestens im Sommer 2017 verabschiedet werden. Die ersten Betaversionen werden bereits in Frankreich und Großbritannien erprobt. In Deutschland ist die Deutsche Telekom gemeinsam mit Huawei, Audi, Toyota und zwei weiteren Herstellern auf der Autobahn A9 bei Ingolstadt fleißig am Testen.

LTE-V2V hat drei Betriebsarten definiert:

  • LTE-V2V innerhalb einer mit LTE versorgten Umgebung: Hier sucht das LTE-Netz automatisch eine passende Frequenz heraus, die Autos unterhalten sich untereinander.
  • LTE-V2V außerhalb der LTE-Funkversorgung: Hier erfolgt die Kommunikation zwischen den Autos auf einer vorher festgelegten Frequenz, diese wird aber vom übergeordneten Netz nicht koordiniert.
  • Ein Auto innerhalb der LTE-Funkversorgung, ein weiteres Auto ohne LTE. Hier übernimmt das versorgte Fahrzeug eine Art Vermittlungsfunktion, um das Fahrzeug außerhalb der LTE-Versorgung mit dem Hochgeschwindigkeitsnetz zu verbinden.

Auch LTE V2V kann auf 5,9 GHz funken, zusätzlich noch auf den LTE-Frequenzen, die der Netzbetreiber schon bei einer Versteigerung erworben hat, beispielsweise auf 800, 900, 1.800 oder 2.600 MHz.

Die V2V-Nachrichten brauchen kaum Bandbreite, denn sie sind sehr kurz.

Der WLAN-Standard 802.11p hätte Vorteile bei geringer Last gehabt, da Nachrichten einfach gesendet werden, ohne überhaupt nachzufragen, ob ein Funkkanal gerade frei ist. Bei höherer Netzlast führt das aber zu vielen Kollisionen oder Wiederholungen von Sendeversuchen, weil bei 802.11p jeder Teilnehmer einfach drauflos ruft, ohne sich zu vergewissern, ob er dran ist und reden darf. Bei LTE hingegen werden die Funkfrequenzen jedem Teilnehmer gezielt zugeteilt. Wer dran ist, weiß, dass er auch gehört wird.

Fachleute haben ausgerechnet, dass 802.11p einen theoretischen Durchsatz von 27 Megabit pro Sekunde bei einer Sendefrequenz von zehn GHz haben könnte, bei LTE wären es nur 15,8 Megabit. In der Praxis spielt aber die bereits erwähnte Wahrscheinlichkeit von Kollisionen eine große Rolle, so dass der praktisch erreichte Datendurchsatz von 802.11p deutlich geringer sein dürfte. Ja, er könnte sogar geringer sein als der (garantierte) Durchsatz von LTE-V2V. Praktisch getestet wurde das aber noch nicht.

Nach Auskunft von Fachleuten soll 802.11p eine Reichweite von 360 Metern haben, was auf einer deutschen Autobahn getestet wurde. Die Deutsche Telekom hat auf ihrem LTE-Band bei 2,6 GHz (TDD) Reichweiten von 550 bis 700 Metern erreicht.

 Vernetztes Fahren: Da funkt sich was zusammenWas darf der Spaß kosten? 

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IchBIN 19. Dez 2016

Klar, so eine Entwicklung ist was langfristiges - wenn das morgen eingeführt würde...

Procyon 19. Dez 2016

Bevor ich mir sorgen über diese ganzen Probleme mache, sollte man sich doch erst mal...

IchBIN 19. Dez 2016

1. Irgendjemand wird ein Geschäftsmodell auf diesen Daten basierend entwickeln - und die...



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