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Vernetztes Fahren: Autofahrer wollen Fahrzeugdaten bereitwillig teilen

Das Geschäft mit Fahrzeugdaten soll in den nächsten 15 Jahren zu enormen Umsätzen führen. Wenn Autofahrer sich davon Vorteile versprechen, wollen die meisten sogar dafür zahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
In der vernetzten Welt von morgen holen die Läden ihre Kunden mit autonomen Autos ab.
In der vernetzten Welt von morgen holen die Läden ihre Kunden mit autonomen Autos ab. (Bild: McKinsey)

Verkehrsdaten könnten sich in den kommenden 15 Jahren zu einem sehr lukrativen Markt entwickeln. Wie aus einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey hervorgeht (PDF), könnten Kartendienste und Autohersteller im Jahr 2030 weltweit zwischen 450 und 750 Milliarden Dollar damit umsetzen. Dabei scheinen wichtige Voraussetzungen aufseiten der Autofahrer gegeben zu sein: Einer Umfrage zufolge sind mehr als 90 Prozent von ihnen bereit, ihre Daten weiterzugeben, wenn dies beispielsweise bei der Parkplatzsuche zu Zeitersparnis führt oder die Verkehrssicherheit dadurch erhöht werden kann. Mehr als zwei Drittel der in Deutschland, den USA und China von McKinsey befragten Autofahrer würden für solche Dienste auch bezahlen.

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Kartendienste wie Here arbeiten zusammen mit den Autoherstellern bereits intensiv an der Erstellung von Echtzeitkarten, die aktuelle Informationen zu Verkehr und Straßenzustand an vernetzte Fahrzeuge weitergeben sollen. Der Autozulieferer Bosch will beispielsweise mit Hilfe der Sensordaten vernetzter Autos freie Parkplätze detektieren. Inzwischen ist fast allen Autofahrern klar, dass zu diesem Zweck bestimmte Fahrzeugdaten wie deren Position weitergegeben werden müssen. In Deutschland ist mit 94 Prozent dieser Anteil am höchsten, während er in den USA nur bei 85 Prozent liegt. 76 Prozent der befragten deutschen Autofahrer wollen sich inzwischen bewusst für die Weitergabe solcher Daten entscheiden.

Datenschutz kein Hindernis für Dienste

Allerdings machen die Autofahrer durchaus einen Unterschied, was die Empfänger der Daten betrifft. So würden zwar zwei Drittel von ihnen anonymisierte Daten an den Hersteller weitergeben, um die Fahrzeugentwicklung zu verbessern. Jedoch verlangt jeder fünfte Fahrer eine Garantie, dass die Daten nicht an Dritte verkauft werden. Insgesamt kommt McKinsey aber zu dem Schluss: "Entgegen ursprünglicher Erwartungen sind Datenschutzbedenken keine größere Hürde für die Verbreitung vernetzter Fahrzeugdienste."

Die Bereitschaft zur Bezahlung von Diensten hängt dabei stark von der jeweiligen Anwendung ab. So sind laut McKinsey 73 Prozent der in Deutschland, China und den USA befragten Autofahrer bereit, für eine vernetzte Parkplatzsuche zu bezahlen. Bei der vernetzten Navigation sinkt dieser Anteil jedoch auf 33 Prozent. Das liege vor allem daran, dass die Nutzer bereits kostenlose Navigationsprogramme auf ihren Smartphones gewohnt seien. Bevorzugt wird dabei eine pauschale Bezahlung beim Fahrzeugkauf statt einer monatlichen oder nutzungsbasierten Abrechnung.

Hohe Sicherheitsrisiken erwartet

Erstaunlicherweise sind in Deutschland die Fahrer von Premiummarken mit 38 Prozent weniger dazu bereit als die Nutzer von Fahrzeugen des Massenmarktes (45 Prozent). Die drei Anwendungsfelder mit der höchsten Zahlungsbereitschaft sind laut McKinsey die Parkplatzsuche, auf Verschleiß beruhende intelligente Wartungsintervalle sowie Informationen zur Fahrzeugnutzung, die bei einem Weiterverkauf einen umfassenden Qualitätsnachweis erlauben.

Hersteller und Zulieferer sind sich dabei durchaus der Gefahren bewusst, die eine zunehmende Vernetzung von Fahrzeugen mit sich bringt. Demnach schätzen 83 Prozent der Hersteller die Sicherheitsrisiken als "mittel bis hoch" ein. Fast jeder zweite geht davon aus, gegen die Gefahren gut gewappnet zu sein. Allerdings haben nur 41 Prozent der Firmen eine eigene Abteilung zur Cybersicherheit der Produkte geschaffen. Generell schätzen Zulieferer die Gefahren allerdings als geringer ein.

In den vergangenen Jahren hat es zahlreiche Umfragen zur Datenweitergabe bei vernetzten Autos gegeben. Deren Ergebnisse weichen zum Teil stark voneinander ab. So hatte eine Umfrage im Auftrag der Wirtschaftswoche im vergangenen Jahr ergeben, dass 77 Prozent der Befragten den Datenaustausch zwischen Fahrzeugen und Verkehrszentralen oder Versicherungsgesellschaften ablehnten. Der ADAC fordert bei der Datenweitergabe daher eine möglichst große Autonomie der Autofahrer und einen Ausschaltknopf für Datentransfers.



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Neuro-Chef 06. Okt 2016

Das wäre wirklich cool!

plutoniumsulfat 06. Okt 2016

Hast du nicht die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl gesehen? Die Leute lassen sich...

KeineIdee91 05. Okt 2016

Bei dem Snippet unter der Übersicht dachte ich zuerst, dass man als Fahreugbesitzer eine...

Muhaha 05. Okt 2016

Hier will Dich niemand auf Linie bringen. Du bist nicht der Adressat dieser Studie. Du...


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