Abo
  • Services:
Anzeige
Die vernetzten i3 von BMW werden inzwischen sogar von der Polizei eingesetzt.
Die vernetzten i3 von BMW werden inzwischen sogar von der Polizei eingesetzt. (Bild: BMW)

Assistenzsysteme könnten verpflichtend werden

Auf Anfrage von Zeit Online wollte BMW nicht mitteilen, warum so viele Daten und Informationen über seine Kunden gesammelt und wofür sie genutzt würden. Man beachte die gesetzlichen Bestimmungen und habe mit jedem Kunden einen Vertrag über die Datennutzung geschlossen, sagte die Pressestelle dem Online-Medium. Den Wortlaut dieser Vereinbarung habe BMW trotz mehrmaliger Nachfrage nicht preisgeben wollen. Auf Anfrage von Golem.de hatte BMW in einem anderen Zusammenhang mitgeteilt, dass ein durchschnittliches Fahrzeug zwischen 20 und 30 MByte an Daten pro Monat übertrage.

Anzeige

Unterstützung für seine Forderungen könnte der ADAC von der großen Koalition erhalten. Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD beschlossen Ende Januar einen Antrag, wonach "Fahrzeughalter selbst entscheiden dürfen, wer Zugriff auf ihre personenbezogenen Daten hat". Die Möglichkeit, die Datenübermittlung jederzeit einfach ein- und ausschalten zu können, solle sich auf sämtliche Daten beziehen, stellten Union und SPD auf Nachfrage von Golem.de klar. Die SPD machte jedoch in ihrer Antwort zugleich eine Einschränkung geltend: "Um den Nutzen des hochautomatisierten Fahrens effektiv einsetzen zu können, unter anderem mit dem Ziel der deutlichen Reduzierung von Unfällen im Straßenverkehr und der Verringerung des CO2-Ausstoßes, wird es irgendwann zur verpflichtenden Einführung gewisser Assistenzsysteme kommen." Auch die Union plädiert dafür, dass die Übertragung sicherheitsrelevanter Daten nicht deaktiviert werden darf.

Fahrer bezahlen mit ihren Daten

Solche Assistenzsysteme bietet Daimler in seiner neuen E-Klasse bereits an. Die Autos senden dabei alle paar Minuten pseudonymisiert ihren Standort an die Zentrale. Besondere Vorkommnisse wie das Auslösen eines Airbags werden ebenfalls gemeldet. Dann erhalten alle Fahrzeuge, die sich im Umkreis des Unfallortes befinden, einen optischen Warnhinweis. Sollten solche System ebenso wie E-Call oder die Warnung vor Geisterfahrern irgendwann verpflichtend werden, könnten die Autofahrer die Datenübertragung nicht mehr deaktivieren.

Derzeit will die große Mehrheit der Autofahrer (91 Prozent) die Kontrolle über ihre Fahrzeugdaten behalten. Wie das Beispiel des BMW i3 zeigt, sind die Fahrer aber durchaus bereit, auf Basis einer wie auch immer gearteten Vereinbarung ihre Daten zu übermitteln. Ob ihnen klar ist, welche Daten übertragen werden, steht auf einem anderen Blatt. Dabei verhält es sich wie bei vielen Diensten im Internet: Wer bestimmte Angebote nutzen möchte, muss häufig auch bereit sein, mit seinen eigenen Daten zu zahlen. Wer vor einem Geisterfahrer in Sekundenschnelle gewarnt werden will, sollte akzeptieren, dass sein eigenes Auto an eine Verkehrsleitzentrale meldet, wenn der Fahrer selbst die falsche Auffahrt genommen hat.

Der ADAC fordert für die Deaktivierung der Daten nun eine Art Schlüsselschalter, wie er beispielsweise für die Aktivierung des Beifahrer-Airbags üblich ist. Eine solche unkomplizierte Möglichkeit wäre sicherlich sinnvoll. Dazu sollten die Autofahrer aber zunächst einmal wissen, welche Daten ihre Fahrzeuge überhaupt übertragen. Falls die Autohersteller ihre Karten dabei nicht offenlegen, nährt dies den Verdacht, dass sie mehr Daten übertragen, als es aus Gründen der Verkehrssicherheit erforderlich ist. Für eine Akzeptanz des vernetzten Fahrens wäre das nicht gerade förderlich.

 Vernetztes Fahren: ADAC fordert Ausschaltknopf für Datentransfers

eye home zur Startseite
ronlol 26. Feb 2016

Exakt! Ein gutes Beispiel ist der ach so tolle V10 aus dem BMW M5 und M6, der sich dann...

Eheran 25. Feb 2016

So ist es aktuell...? Dann wäre es nicht mehr so? Wofür oder wogegen argumentierst du?

Captain 25. Feb 2016

Genau das meine ich, BMW hat immer recht, weil sie die Datenhoheit haben... wohlgemerkt...

AllDayPiano 25. Feb 2016

@Chefin: Das Beispiel mit den Waffen hingt aber, da die Sanktionen hier ganz klar...

User_x 24. Feb 2016

kann ja auch nen alter ford mustang sein. darauf hätte ich sogar mehr bock als nen...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. HORNBACH, Großraum Mannheim/Karlsruhe
  2. Universität Passau, Passau
  3. dSPACE GmbH, Paderborn, Wolfsburg, Böblingen, Pfaffenhofen
  4. Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS | Bremen, Bremen


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 10€ Rabatt auf Game of Thrones, reduzierte Box-Sets und 2 Serien-Staffeln auf Blu-ray für...
  2. 189,00€ (Bestpreis!)
  3. 19,99€ (nur für Prime-Mitglieder)

Folgen Sie uns
       


  1. Große Pläne

    SpaceX soll 2018 zwei Weltraumtouristen um den Mond fliegen

  2. Festnetz

    O2 will in Deutschland letzte Meile per Funk überwinden

  3. Robocar

    Roborace präsentiert Roboterboliden

  4. Code.mil

    US-Militär sucht nach Lizenz für externe Code-Beiträge

  5. Project Zero

    Erneut ungepatchter Microsoft-Bug veröffentlicht

  6. Twitch

    Videostreamer verdienen am Spieleverkauf

  7. Neuer Mobilfunk

    Telekom-Chef nennt 5G-Ausbau "sehr teuer"

  8. Luftfahrt

    Nasa testet Überschallpassagierflugzeug im Windkanal

  9. Lenovo

    Moto Mod macht Moto Z zum Spiele-Handheld

  10. Alternatives Betriebssystem

    Jolla will Sailfish OS auf Sony-Smartphones bringen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Trappist-1: Der Zwerg und die sieben Planeten
Trappist-1
Der Zwerg und die sieben Planeten
  1. Weltraumteleskop Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden
  2. Astrophysik Ferne Galaxie schickt grelle Blitze zur Erde
  3. Astronomie Vera Rubin, die dunkle Materie und der Nobelpreis

Limux: Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
Limux
Die tragische Geschichte eines Leuchtturm-Projekts
  1. Limux München prüft Rückkehr zu Windows
  2. Limux-Projekt Windows könnte München mehr als sechs Millionen Euro kosten
  3. Limux Münchner Stadtrat ignoriert selbst beauftragte Studie

Wacoms Intuos Pro Paper im Test: Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
Wacoms Intuos Pro Paper im Test
Weg mit digital, her mit Stift und Papier!
  1. Wacom Brainwave Ein Graph sagt mehr als tausend Worte
  2. Canvas Dells Stift-Tablet bedient sich bei Microsoft und Wacom
  3. Intuos Pro Wacom verbindet Zeichentablet mit echtem Papier

  1. Re: Warum nicht extra Frequenzen zur Überbrückung?

    bombinho | 01:48

  2. Re: Supercruise?

    User_x | 01:43

  3. Re: Ich tippe auf...

    HeroFeat | 01:29

  4. Re: Warum nicht in einer VM?

    User_x | 01:29

  5. Re: Bargeld lacht

    1ras | 01:28


  1. 00:29

  2. 18:18

  3. 17:56

  4. 17:38

  5. 17:21

  6. 17:06

  7. 16:32

  8. 16:12


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel